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Als sie lachte |
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geschrieben am: 12.05.2002 um 00:52 Uhr
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Als sie lachte,
sagte man ihr sie sei kindisch.
Also machte sie fortan ein enstes Gesicht.
Das Kind in ihr blieb,
aber es durfte nicht mehr lachen.
Als sie liebte, sagte man ihr,
sie sei zu romantisch.
Also lernte sie, sich realistischer zu zeigen.
Und verdrängte so manche liebe.
Als sie reden wollte, sagte man ihr,
darüber spreche man nicht.
Also lernte sie zu schweigen.
Die Fragen, die in ihr brannten,
blieben ohne Antwort.
Als sie weinte, sagte man ihr,
sie sei einfach zu weich.
Also lernte sie, die Tränen zu unterdrücken.
Sie weinte zwar nicht mehr,
doch hart wurde sie nicht.
Als sie schrie sagte man ihr,
sie sei hysterisch.
Also lernte sie, nur noch zu schreien,
wenn niemand es hören konnte, oder sie schrie
lautlos in sich hinein.
Als sie zu trinken begann, sagte man ihr,
das löse ihr Problem nicht.
Sie sollte eine Entziehungskur machen.
Es war ihr egal,
weil ihr schon so viel entzogen worden war.
Als sie wieder draussen war, sagte man ihr,
sie könne jetzt von vorn anfangen.
Also tat sie als begann sie
ein neues Leben.
Aber wirklich leben konnte
sie nicht mehr,
sie hatte es verlernt.
Als sie ein Jahr später sich versteckt
zu Tode gefixt hatte,
sagte man gar nichts mehr.
Und jeder versuchte, leise das
Unbehagen mit den Blumen ins
Grab zu werfen.
(Kristiane Allert-Wybranietz)
In Ruhe darüber nachdenken.
Dann hätten diese Worte ihren Sinn erreicht.
Skar Geändert am 05.05.2004 um 01:02 Uhr von Skar45 |
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geschrieben am: 12.05.2002 um 01:03 Uhr
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du hast die heutige gefühlslose Gesellschaft gut
in deinem text beschrieben
Big
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geschrieben am: 12.05.2002 um 10:23 Uhr
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| wow skar,und wieder hast du einmal ins schwarze getroffen,ich hoffe nur das sehr viele dieses gedicht lesen,und sich einmal gedanken machen,und das jeder mensch ,einfach jeden lässt wie er ist und nicht ständig versucht an ihm etwas zu ändern,wie es leider heute üblich ist in unserer gesellschaft.....und mit etwas toleranz würde das auch gehen...schickt zu skar ein lächeln..einen schönen sonntag du lieber ...elke |
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geschrieben am: 12.05.2002 um 10:32 Uhr
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find ich gut! manche leute verbieten einem ja auch das fragen stellen, weil sie keine antwort wissen...das könen sie natürlich nich zugeben. wär ja ihre autorität begraben. das ist ne schlechte einstellung, anderen zu sagen, das sie ihre fragen unterlassen sollen. sie verändern eine person. unbeantwortete fragen machen ja auch traurig - ist zumindest bei mir so. auch das schreien passt gut dahin, find ich. ist ja auch wieder so eine sache, die man, je älter man wird, immer mehr unterdrücken muss. auch wenn ich manchmal lust hätte zu schreien :"stopp! ich kann nich mehr". irgendwie mach ich ja dann doch weiter. teilweise warscheinlich auch aus rücksichtnahme.
kann mich, vom alkohol und dem fixen abgesehn, gut damit identifizieren.
ist wirklich ein sehr reales gedicht...
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geschrieben am: 12.05.2002 um 15:50 Uhr
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Danke für eure Worte.
Es ist schön wenn man
verstanden wird.
Skar
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| "Autor" |
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geschrieben am: 20.05.2002 um 03:09 Uhr
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einfach Klasse, Skar!
Dem kann man nichts mehr hinzufügen. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 21.05.2002 um 07:40 Uhr
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| Wie Recht Du doch hast...leise die Tür wieder hinter sich schließt....... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 21.05.2002 um 13:20 Uhr
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ich habe einige zeit über das gedicht nachgedacht und muss sagen, dass es nicht nur gelungen und wunderschon traurig ist, sonder ein großes problem der heutigen gesellschaft darstellt: gefühlslosigkeit! denn die welt ist heute nicht nur kalt und unerbitterlich, sie saugt einen regelrecht aus, bis man eben entweder durch solch eine methode alles hintersich lässt oder weiter als leblose hülle durch die gegend wandelt!
fery |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 21.05.2002 um 16:10 Uhr
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mir läuft es eiskalt den Rücken runter,
bei diesen Zeilen...
vianney |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 05.03.2003 um 01:25 Uhr
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ich find' den text einfach zu heftig.
*nachdenklich davonschleicht*
goa |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 05.03.2003 um 11:52 Uhr
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aber wahr minchen , sowas passiert zu oft in unserer Gesellschaft.
moonie |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.03.2003 um 16:20 Uhr
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Es war nur ein sonniges Lächeln,
es war nur ein freundliches Wort,
doch scheuchte es lastende Wolken
und trübe Gedanken fort.
Es war nur ein warmes Grüßen
der tröstende Druck einer Hand,
doch schiens wie die leuchtende Brücke,
die Himmel und Erde verband.
Ein Lächeln kann Schmerzen lindern,
ein Wort kann von Sorge befrein,
ein Händedruck Sünde verhindern
und Lieben und Glauben erneun.
Es kostet Dich wenig zu geben,
Wort, Lächeln und helfende Hand.
Doch kalt und arm ist Dein Leben,
wenn keiner solch Trösten empfand. |
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!
Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.05.2004 um 22:39 Uhr
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seltsam, aber gerade heute finde ich dieses gedicht .
ein sehr trauriges gedicht und doch eine so ernste sache.
es ist immer schön jemand an seiner seite zu haben, der einem zuhört und mit dem man lachen und weinen kann . danke das es dich gibt .
danke das ich dich kennen lernen durfte.
danke das du immer für mich da bist, vor allem das
ich mit dir über alles reden kann. elke
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.05.2004 um 23:51 Uhr
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ich finde das Gedicht von dir, skar, sehr gut.
da steckt drinnen, wie schwer es jeden tag ist, man selbst zu sein. Und ich glaube, dass da nicht nur die Gesellschaft Schuld ist, sondern, es ist einfach schwer, der zu werden, der man ist.
mlg
kris |
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