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Eine Kurzgeschichte für Kinder

Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 12.05.2002    um 01:28 Uhr   
Das Eichhörnchen Josephine

- Für Maureen, die sich an so mancher Stelle wiederfinden wird -

„Muß ich denn wirklich schon wieder hin?!“ Markus haßte das Krankenhaus. Überall roch es so komisch, und was er am meisten verabscheute waren die Ärzte, weil sie ihm weh taten. Seine Mutter verstand ihn und seine Sorgen, doch sie wußte, daß es sein mußte. „Ach Markus“, sagte sie mit einer Mischung aus Mitgefühl und Hilflosigkeit, „wir haben das doch schon tausend Mal besprochen. Du bist sehr krank, das weißt Du doch!“
Markus mußte weinen, wie jedes Mal. Seine Mutter nahm seine Hand, kniete sich vor ihm hin und drückte ihn fest an sich. Markus wußte sehr wohl, daß ihm alle nur helfen wollten, aber er sträubte sich dennoch davor, wieder an diese Maschine angeschlossen zu werden.
„Damit Dein Blut gereinigt wird“, war die Erklärung von dem Arzt damals gewesen. „Dann kannst Du wieder wie die anderen Kinder spielen und draußen herumtoben“.
„Das ist alles so ungerecht“, dachte Markus, denn er konnte nicht so sein, wie die anderen im Kindergarten. Er war schmächtiger und kleiner, machte das aber dadurch wett, daß er sich für sein Alter sehr aufgeweckt und pfiffig benahm. Ein ums andere Mal überraschte er seine Umwelt durch interessante Beobachtungen und seine philosophischen Bemerkungen.
Doch nun war er wieder gezwungen sich der Wirklichkeit zu stellen, zu akzeptieren, daß er krank war und ins verhaßte Krankenhaus mußte. Er hatte seine Mutter sehr lieb, denn sie war immer da um ihn zu trösten, wenn er traurig war. Und das mußte sie sehr oft, denn Markus war nicht besonders beliebt im Kindergarten. Entweder fehlte er länger oder wurde von seinen Altersgenossen gemieden, weil er klüger als sie war.
Es verlief wie immer. Er hatte große Mühe zu verhindern, nochmals zu weinen. Vor seiner Mutter konnte er seine Tränen zeigen, aber vor diesen fremden Ärzten und Krankenschwestern wollte er stark wirken. Diese lobten dann auch fast jedesmal seine Tapferkeit und meinten anerkennend, „was für ein großer Junge“ er doch schon sei.
Markus fühlte sich als alles andere als groß. Angst hatte er jedes Mal und er fragte sich, wofür das alles bloß gut sein kann.
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Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 12.05.2002    um 01:29 Uhr   
Josephine war zwar noch jung, doch schon jetzt konnte man erkennen, daß sie eines der hübschesten Eichhörnchen in der Gegend war. Sie hatte große, schwarze Augen und ein hellbraunes, buschiges Fell. Seit ihre Eltern vor ungefähr einem Monat nicht mehr zurückkamen, wartete sie auf deren Rückkehr, hoch oben auf der alten Eiche, gegenüber dem Kindergarten. Sie verbrachte den Tag damit, Beeren zu sammeln und diese zu verspeisen.
Und sie hoffte, daß ihre Eltern bald zurückkämen. Sie war sehr einsam, und was noch schlimmer war, sie wußte, daß das Jahr bald vorüber sein wird, und daß dann der Winter kommt.
Was das genau bedeutet, war ihr allerdings nicht klar, denn bisher hatte sie noch keinen Winter erlebt. Ihre Mutter erklärte ihr, daß man Nüsse verstecken muß, und sich gut den Ort gut merken sollte.
„Man findet im Winter keine Beeren mehr und der Boden ist ganz weiߓ. Josephine verstand die genaue Bedeutung dieser Aussage nicht, und hätte zu gerne ihre Mutter noch mehr dazu gefragt, doch sie war weg.
Es war noch früh am Morgen, die Blätter auf den Bäumen hatten sich mittlerweile fast gänzlich braun gefärbt. Von ihren Eltern fehlte nach wie vor jede Spur. Josephine beobachtete das Spiel der Bäume, die sich in den immer häufiger werdenden Stürmen krümmten und einen Teil ihrer Blätter verloren. Sie hatte das Gefühl, daß sie von nun an auf sich alleine gestellt sein würde; ein Gefühl, das ihr Angst machte.
Sie wußte, daß sie damit beginnen sollte, Nahrung zu verstecken. Deshalb eilte sie schon sehr früh an diesem Tag hinüber in den Kindergarten. Dort stand ein alter Walnußbaum, dessen Äste schon richtig herabhingen unter dem Gewicht seiner zahlreichen Nüsse. Hier würde es ein Leichtes sein, sich einzudecken für die unbekannte Gefahr. Flink eilte Josephine von einem Ast zum anderen, sprang mit einem großen Satz auf das Dach des Kindergartens und mit einem Weiteren hinauf auf den Nußbaum.
Sie liebte es, so herumzutoben. Geschmeidig und anmutig meisterte sie selbst den größten Sprung. Wenn sie doch nur mal jemand dabei beobachten würde...
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Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 12.05.2002    um 01:29 Uhr   
Markus befand sich wie immer am großen Fenster des Kindergartens. Er setzte sich schon automatisch von den anderen ab. Morgens, wenn er ankam und ihm seine Mutter noch einen schönen Tag wünschte, und ihn dazu ermahnte, auch mal mit den anderen Kindern zu spielen, lief er gleich hinüber zum Fenster. Von dort aus konnte er den wundervollen Garten betrachten, wie er sich veränderte im Laufe der Monate.
Mit dem Rat seiner Mutter, mit den anderen Kindern zu spielen, konnte er sich nicht anfreunden, weil sie ihn ohnehin nur wieder ausgelacht hätten.
Nein, er wollte lieber die Natur betrachten. Weil es Herbst geworden ist, gingen die Kinder nicht mehr raus zum Spielen, doch das störte Markus wenig. Er hatte seinen Stammplatz am Fenster und war gespannt auf das, was ihm der heutige Tag wohl bieten würde.
Und so ergab sich etwas, das Markus nicht erwartet hatte. Er sah, wie ein Eichhörnchen mit einem gewaltigem Sprung vom Dach des Kindergartens direkt auf den großen, alten Nußbaum sprang. Er konnte es kaum glauben und rieb sich noch mal die Augen, denn das waren bestimmt fünf Meter.
Markus hat auf dem Baum schon ein oder zwei Mal Eichhörnchen gesehen, aber dieses hier mußte etwas ganz Besonderes sein.
Er mußte es einfach aus der Nähe betrachten. Doch wie könnte er wohl hinaus kommen? Einfach die Tür zu öffnen ging nicht, denn das hätten die Kindergärtnerinnen gesehen. Er hätte zwar fragen können, ob er raus darf, aber was, wenn sie „Nein“ gesagt hätten?! Also dachte Markus nach.
„Ich muß mich beeilen, sonst ist das Eichhörnchen weg!“, überlegte er, und mußte es mit einem Trick versuchen, der zwar nicht besonders raffiniert war, aber auf der Hand lag.
„Ich muß ganz dringend aufs Klo!“, rief Markus und war auch schon weg. Im Flur angelangt rannte er schnell zum Haupteingang und dann ums Haus herum. Er würde nicht viel Zeit haben, vielleicht zehn Minuten, dann würde sein Fehlen auffallen.
„Hoffentlich sieht keiner raus und entdeckt mich!“ murmelte er, doch da war er schon am Ziel angelangt. Vor ihm stand der alte Nußbaum. Von unten wirkte er noch größer, aber da die meisten Blätter bereits heruntergefallen sind, konnte Markus das Eichhörnchen rasch entdecken; es saß auf dem untersten Ast und schien nachzudenken, wie es vorgehen soll.
Josephine war ratlos. Sollte sie nun jede Nuß einzeln nach Hause bringen oder sollte sie für immer hierher ziehen? Aber was, wenn es andere Eichhörnchen hier gab? Mutter erklärte ihr, daß es nicht alle gut mit einem meinen, und daß sie aufpassen soll vor anderen.
Doch im Moment hätte Josephine sich nichts sehnlicher gewünscht, als einen Freund oder eine Freundin. Sie war doch ganz allein.
„Ich muß mich auf meine Arbeit konzentrieren!“, beschloß sie schließlich und beendete ihre Träumereien. Es würde nicht ewig Tag bleiben und ihr Vorhaben schien sehr aufwendig zu werden. Plötzlich hörte sie ein Rascheln, dann ein Knacken. Sie konnte niemanden auf dem Baum erkennen, deshalb sah sie hinunter.
Dort stand ein kleiner Junge mit braunen Haaren, der mit offenem Mund hinauf starrte. Josephine wußte nicht, was sie tun sollte, aber überlegte nicht lange und sagte „Hallo!“
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Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 12.05.2002    um 01:30 Uhr   
Markus erschrak und stieß einen Schrei aus. Zum Glück blieb ihm dieser im Halse stecken, sonst wäre er von Drinnen aus entdeckt worden. „Hallo!“, antwortete er zögernd. Schließlich gab er noch hinzu, „Du kannst reden?!“. Josephine war überrascht. „Ja, wieso sollte ich das denn nicht können?!“
Darüber mußte Markus nachdenken. Niemand hatte ihm gesagt, daß Eichhörnchen sprechen können, allerdings hat auch niemand das Gegenteil behauptet.
„Ich bin Markus“, sagte er schließlich „und wer bist Du?“. Josephine nannte ihren Namen und fragte ihn vorsichtig, ob er ihr etwas antun wolle. Markus schüttelte den Kopf: „Nö, warum sollte ich?“ Darauf kannte nun wiederum Josephine keine Antwort.
„Ich muß jetzt aber wieder hinein, sonst entdecken sie uns. Ich komme morgen wieder. Bist Du dann auch da?“ Josephine überlegte nicht lange und sagte zu. Schnell lief Markus wieder auf demselben Weg hinein in den Kindergarten und zwang sich ruhig zu atmen, damit sein Ausflug nicht doch noch heraus kommt.
Als ihn seine Mutter auf dem Heimweg fragte, wie denn der Tag gewesen ist, überlegte sich Markus, ob er ihr von seinem kleinen Erlebnis erzählen sollte. Schließlich ist sie seine Mutter und müßte ihm glauben. Aber statt dessen fragte er sie lieber, ob Eichhörnchen auch reden könnten.
„Aber nein“, gab sie lachend zurück, „wer hat Dir denn so etwas erzählt?“ Damit war Markus klar, daß er diese Sache besser für sich behalten würde.
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geschrieben am: 12.05.2002    um 01:31 Uhr   
Am nächsten Tag konnte es Josephine kaum noch erwarten zum Kindergarten zu eilen. Sie wollte unbedingt zu Markus und ihn fragen, ob sie denn Freunde werden könnten. Es dauerte auch nicht lange und er tauchte auf. Voller Freude begrüßten sich die beiden, als wären sie alte Bekannte. Warum sich über Nacht die Vorsicht völlig aufgelöst hatte, war beiden zwar unklar, aber sie waren viel zu neugierig auf den anderen, um über solche Dinge nachzudenken. Es gab so viel zu erzählen und die Zeit war knapp bemessen.
Markus hatte sich mit demselben Trick wie am Vortag hinaus geschlichen und würde bald wieder zurück müssen. Deshalb blieb den beiden nichts anderes übrig, als ihre Vorsicht zu vergessen und dem anderen zu vertrauen.
Es war das reinste Chaos, denn beide redeten gleichzeitig und machten nur Pausen um Luft zu holen. Markus erzählte von seiner Mutter, und daß er keine Freunde im Kindergarten hätte. Josephine erzählte, daß sie auch ganz allein wäre. Dann erklärte Markus, daß er krank wäre, und oft ins Krankenhaus muß. Josephine verstand zwar nicht alles, aber sie war überglücklich, sich endlich wieder mit jemandem unterhalten zu können.
Ihre Frage, ob sie Freunde werden würden, mußte sie nicht mehr stellen, denn beide spürten, daß sie am Ziel ihrer Träume angelangt waren und endlich jemanden gefunden haben, der sie versteht.
Markus’ Mutter wunderte sich, daß er am Nachmittag so fröhlich auf sie wirkte, obwohl es wieder an der Zeit war ins Krankenhaus zu gehen, aber sie fragte nicht nach. Es war sehr schön, ihn glücklich zu sehen und das wollte sie nicht durch Fragen in Gefahr bringen. Auch Markus erzählte ihr von nichts, es war sein kleines Geheimnis. Und schon Morgen würde er seine Freundin wiedersehen.

Beim ersten Sonnenstrahl wachte Josephine auf. Schnell machte sie sich auf den Weg zu dem Nußbaum, doch etwas zu schnell.
Beim letzten Sprung vom Dach des Kindergartens auf den Baum rutschte sie aus und konnte den Baum nicht mehr erreichen. Ganz knapp verfehlte sie den Ast und stürzte in die Tiefe.
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Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 12.05.2002    um 01:31 Uhr   
„Josephine!“ Markus bemühte sich nicht zu laut zu rufen, denn er mußte aufpassen, daß man ihn im Kindergarten nicht hören konnte. „Josephine, wo steckst Du?“ Keine Antwort. Doch wo könnte sie sein? Sie hatten doch ausgemacht sich heute wieder zu treffen.
Markus wollte schon aufgeben und zurück gehen, als er sie sah. Sie lag mitten auf dem Hof und bewegte sich nicht. Ohne zu zögern rannte er hin, um ihr zu helfen. Er kniete sich hin und berührte ihr Fell, in der Hoffnung, sie würde ihm nur einen Streich spielen, doch es schien, als wäre das alles andere als ein Spiel.
Er brach in Tränen aus, aber verbiß sie sich schnell wieder, denn er mußte jetzt stark sein und kühl nachdenken. Was könnte er jetzt tun, er weiß doch nicht, wie man ihr helfen kann. Lebt sie noch? Markus versuchte das herauszufinden, indem er sie streichelte. Ihr kleiner Körper war noch warm, das war ein gutes Zeichen, doch sie schien fest zu schlafen. Sie war völlig schlaff und wachte nicht auf.
„Markus, was machst Du da?!“ Die Tür zum Garten hatte sich geöffnet und Petra, eine der Kindergärtnerinnen kam auf ihn zu.
„Äh, ich sah, daß hier etwas liegt und wollte nachschauen“, antwortete er schnell. Sie schien es zu glauben, denn schließlich beobachtet er ja immer das Geschehen im Garten. Zum Glück stellte sie keine weiteren Fragen.
„Ein totes Eichhörnchen!“, stellte Petra nach kurzem Blick fest. „Faß es nicht an, sonst wirst Du krank!“ Markus bekam Panik und schrie aus voller Kehle: „Sie ist nicht tot!“
Das ließ Petra zusammenzucken. Markus war noch nie so energisch gewesen. „Ist gut, ich sehe es mir mal an!“, sagte sie nach kurzer Pause und kniete sich ebenfalls hin. „Wie kommst Du denn darauf, daß es eine „Sie“ ist?“, fragte sie Markus beiläufig, während sie das Eichhörnchen genau musterte und fügte schließlich hinzu: „Ich glaube, Du hast recht! Es scheint noch zu leben. Besser wir bringen das Eichhörnchen zum Tierarzt. Der kann ihm helfen, oder es von seinen Qualen erlösen und einschläfern.“
Markus folgte ihr und fragte, ob er mitfahren dürfte. „Von mir aus, Du kannst Dich hinten ins Auto setzen und auf das Tier aufpassen. Nicht, daß es aufwacht und während der Fahrt verrückt spielt!“
Markus war egal, daß Petra Josephine ständig ein „Tier“ nannte und so herzlos über sie sprach, Hauptsache er könnte mit zum Tierarzt. Auf dem Weg dorthin redete er mit Josephine ganz leise, damit Petra es nicht merkt.
Er flüsterte ihr ins Ohr, daß ihr nun geholfen würde, und daß sie bald wieder gesund wäre. Dann bemerkte Markus, daß sie sehr wohl verstand, was er sagte und ein wenig die Augen geöffnet hatte.
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Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 12.05.2002    um 01:32 Uhr   
Josephine war zu schwach um davonzulaufen, aber ihr Herz schlug schnell, denn sie wußte nicht, was mit ihr geschah. „Sei ganz beruhigt“ sprach Markus und Josephine erkannte ihn. „Ich kenne Ärzte und ich weiß, daß Du Angst haben wirst, wenn Du alles in der Praxis siehst, aber denk daran: Ich bin bei Dir!“ Josephine wußte nicht, was Ärzte sind oder eine Praxis, aber sie wußte, daß sie keine Angst haben mußte, wenn Markus das sagt. Sie war zu schwach um zu fragen, aber Markus konnte ihr ansehen, daß sie mehr über das erfahren möchte, was auf sie zukommt.
Also erzählte er die ganze Fahrt über, was er an ihrer Stelle hätte wissen wollen, und Josephine wirkte überhaupt nicht mehr aufgeregt, als sie dann endlich ankamen. Markus war ganz stolz, daß er sie beruhigen konnte, weil er sich so gut mit diesen Dingen auskannte. Durch seine Erfahrungen mit Ärzten konnte er nun seiner Freundin helfen.
Sie hatten Glück und Josephine kam sofort dran. Während Petra mit dem Tierarzt verhandelte, wer die Behandlung bezahlen soll, untersuchte dieser Josephine. Schließlich verkündete er, daß sie nicht eingeschläfert werden müßte, sich aber den linken Vorderfuß gebrochen hätte und er ihn schienen würde.
„Das Eichhörnchen muß für eine Woche hier bleiben, dann kann man es eigentlich wieder frei lassen. Aber es handelt sich hier um ein sehr junges Eichhörnchenweibchen. Ich bin nicht sicher, ob sie schon genug Vorräte für den Winter angelegt hat. Es wäre besser, wenn es bis zum Frühling in Pflege genommen würde.“
Petra wehrte sich schon mit einem Kopfschütteln, als Markus meinte: „Ich nehme sie mit nach Hause!“ Der Tierarzt lächelte und meinte, daß man zuerst mit der Mutter von Markus reden müsse, ob sie zustimmt.
Doch nach einem kurzen Telefonat war klar, daß sie es erlauben würde. Markus bettelte und seine Mutter wußte, daß ihn so ein Pflegekind auf andere Gedanken bringen würde.
Gemeinsam fuhren sie eine Woche später zum Tierarzt, der ausführlich erklärte, wie man mit dem Eichhörnchen umgehen muß, was es frißt und wie man verhindert, daß es abhaut. Doch das wußte sie bereits von Markus, der sie inzwischen schon so damit gelöchert hatte, bis sie ein Buch über Eichhörnchen gekauft hat. Aus diesem Buch hat sie ihm im Krankenhaus und abends vor dem Einschlafen immer vorgelesen.
Noch nie hatte sie ihren Sohn so begeistert erlebt, und deshalb war ihr klar, daß sie die richtige Entscheidung getroffen hatte.
Beim Tierarzt begrüßten sich Markus und Josephine ganz herzlich, indem die mittlerweile wieder putzmuntere Eichhörnchendame ihm auf die Schulter kletterte. Ganz leise flüsterte sie ihm etwas ins Ohr, doch auch ohne zu verstehen, was sie sagte, sah man, daß hier eine Freundschaft fürs Leben begann...

Von Paccy ;-)
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Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 12.05.2002    um 18:25 Uhr   
Die Geschichte klettert wieder nach oben...



;-) Paccy
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Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 13.05.2002    um 18:53 Uhr   
Shivaa, eigentlich soll das Foto die Geschichte verzieren, und nicht umgekehrt. Du ißt das Schirmchen und läßt das Eis liegen...
;-) Paccy
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Nutzer: S.blume
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geschrieben am: 13.05.2002    um 22:22 Uhr   
noch mal nach oben schiebt
schöne geschichte Paccy

lieben gruß
S.blume
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Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 14.05.2002    um 23:34 Uhr   
Danke, ich schieb sie auch noch einmal hoch...
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Nutzer: Gast_Paccy
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geschrieben am: 27.05.2002    um 00:37 Uhr   
Ich schieb das hier noch ein letztes Mal hoch; bevor es in den Fluten der Poesie restlos verschwindet...
;-) Paccy
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