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Eine Kurzgeschichte für Kinder Teil II |
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geschrieben am: 15.05.2002 um 18:37 Uhr
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Das Eichhörnchen Josephine Teil II
- Für Maureen, ohne die es Josephine nicht gäbe -
Josephines Fell glänzte im Sonnenlicht. Ihre großen, dunklen Augen verrieten, daß sie etwas sehr beschäftigte. Obwohl es endlich Frühjahr wurde und die ersten Sonnenstrahlen beinahe den gesamten Schnee geschmolzen hatten, saß sie reglos auf dem Dach des Kindergartens. Es schien sie nicht zu interessieren, daß nun endlich wieder die Vögel aus dem Süden zurückkehrten.
Ganze Schwärme flogen über ihr hinweg und verkündeten lautstark, daß es Zeit wäre sich zu freuen. Auch die anderen Tiere nutzten die Gelegenheit zu einem Ausflug aus ihrem Bau. Der Winterschlaf endete und bald schon würde ein Hauch der Liebe und reges Treiben allerorts herrschen.
Es galt nun keine Zeit zu verlieren und sich eifrig auf den Frühling vorzubereiten. Das Weiß wich immer mehr den noch kahlen oder blaßgrünen Stellen. Bald, bald schon beginnt wieder alles zu sprießen und zu gedeihen. Die Bäume bekommen frisches Laub, die Blumen bedecken den Boden und neues Leben wird entstehen. Alles schien fast zu platzen vor Leben und Energie. Alles, nur Josephine nicht. Wie festgefroren saß sie seit mehreren Stunden einsam auf dem Dach.
„Vielleicht wird er ja heute kommen.“ Sie gab die Hoffnung nicht auf, dennoch konnte sie die Tränen nicht länger zurückhalten. |
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geschrieben am: 15.05.2002 um 18:38 Uhr
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Markus war kaum wiederzuerkennen. Lachend wälzte er sich am Boden. „Bin ich nicht!“ „Bist Du doch!“ „Nein, bin ich nicht!“ Er haßte es Muttersöhnchen genannt zu werden, aber wenn Tim das machte war das in Ordnung. Markus wollte ihn eigentlich dafür am Boden festlegen, aber weil er lachen mußte, gewann Tim die Oberhand.
„Schluß jetzt!“ Margit kannte kein Erbarmen und ließ die beiden Streithähne erst alleine, nachdem sie sich die Hand gegeben hatten. Dabei war ihnen klar, daß sie nur Spaß gemacht hatten. Tim war erst zwei Wochen im Kindergarten, aber hat sich von Anfang an gut mit Markus verstanden. Er war nicht gerade der hübscheste Junge, war auch immer schlampig gekleidet, und er war das, was man gemeinhin unter einem Lausbub versteht. Immer zu einem Spaß aufgelegt mit einem frechen Grinsen auf den Lippen.
Markus mochte ihn nicht nur deshalb. Tim war der erste, der ihn nicht wegen seinen Eigenheiten mied. „Ist mir egal, daß Du krank bist. Wieso sollte ich Dich denn deshalb nicht mögen?“
Er ließ Markus gar keine Zeit zum Überlegen und weihte ihn gleich in seine „großen Geheimnisse“ ein.
Tim erzählte von seinen Streichen, davon wie er Nachbars Katze eine Wäscheklammer in den Schwanz gekniffen hat und von seinen heimlichen Ausflügen zu einer Baustelle in der Nähe.
Markus konnte sein Glück kaum fassen und ist deshalb damals gleich zu Josephine gelaufen. Seit ihrer Genesung wohnte sie wieder in der Nähe des Kindergartens. Er erzählte ihr, daß er endlich einen Freund gefunden hat, mit dem er spielen kann.
Vor lauter Freude entging Markus, daß Josephine sich nicht darüber freute. Warum wußte sie damals selbst nicht genau, aber ein seltsames, unangenehmes Gefühl war da. Es war wie ein Knoten im Magen, als hätte sie eine Nuß mitsamt der Schale verschluckt.
Sie hatte ein schlechtes Gewissen, weil sie diese Freude von ihm nicht teilte, aber sie fühlte sich plötzlich sehr einsam und war froh, daß Markus davon in seiner Euphorie nichts merkte. |
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geschrieben am: 15.05.2002 um 18:39 Uhr
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Josephine starrte hinüber zu dem Baum, an dem sie und Markus einander vor wenigen Monaten kennengelernt hatten. Schön sah er aus, sogar ohne seine Blätter. Sie sah den Baum an, als könne er ihr die Geschichten erzählen, die er von den beiden miterlebt hatte. Es schien schon ewig her zu sein, dabei hat sie Markus erst vor zwei Wochen gesehen.
Glücklich war er damals gewesen als er von seinem neuen Freund erzählte. „Jetzt hat er einen Menschen zum Freund und braucht mich nicht mehr.“
Josephine spürte, daß sie wieder weinen mußte. „Warum kommt er denn nicht her?! Hat er mich denn schon vergessen?“ Keiner gab ihr auf diese Fragen eine Antwort, auch nicht der Baum gegenüber.
„Los, laß uns spielen!“ Tim zeigte auf die Murmeln in seiner Hand. „Ich muß endlich zu Josephine“, dachte Markus, aber er sagte nichts. Alle Geheimnisse hatte er Tim anvertraut, aber er hatte Angst ihn zu verlieren, wenn er erzählen würde, daß er mit einem Eichhörnchen befreundet sei. Und er konnte sich nicht mehr wie früher raus
schleichen, weil Tim dann mitgekommen wäre. „Verflixt!“ Markus biß sich auf die Lippe und überlegte scharf, was er wohl tun könnte. „Na was ist jetzt?!“ Tim unterbrach jäh seine Gedanken und drückte ihm ein paar seiner Murmeln in die Hand. „Die schenke ich Dir, aber wenn Du die Schönen hier willst, mußt Du sie schon von mir gewinnen!“ Markus blieb keine Wahl und er verschob seine Gedanken auf die Zeit nach dem Kindergarten.
Markus’ Mutter bemerkte beim Abholen, daß er nicht so glücklich war, wie die letzten Tage, und fragte ihn, ob das mit Tim zu tun hätte. „Ach Mama, das Leben ist so kompliziert!“ Seine Mutter mußte lachen. „Du kleiner Philosoph, Du!“
Markus wußte zwar nicht, was sie so lustig fand, aber er versuchte sich darauf zu konzentrieren, was er wohl tun könnte, um Josephine wiederzusehen. „Mama, ich vermisse Josephine!“ Seine Mutter wußte, daß es ihm schwer fallen würde, sich von Josephine wieder zu trennen. „Du weißt, was in dem Buch gestanden hat. Sie fühlt sich in der Freiheit viel wohler als bei uns im Haus. Eichhörnchen sind nun mal keine Haustiere! Ich würde Dir ja ein Meerschweinchen kaufen oder eine Katze...“ Markus wurde wütend: „Ich will aber keine Katze! Und schon gar kein Meerschweinchen.“ Markus kochte vor Wut und war zugleich enttäuscht darüber, daß ihn seine Mutter offenbar nicht richtig verstanden hatte.
Es ging ihm nicht nur um ein Tier, sondern um Josephine, seine Freundin. „Morgen“, so beschloß er in Gedanken, „werde ich zu ihr nach draußen gehen.“ Auf dem Heimweg verlor er kein Wort mehr über das Thema. Und auch sonst, beschloß Markus, wollte er in Zukunft viel mehr Sachen für sich behalten. |
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geschrieben am: 15.05.2002 um 18:39 Uhr
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Am nächsten Tag war es Josephine zuviel. Auch sie war nun wach geworden von den Düften und Klängen des beginnenden Frühlings und war es leid auf Markus zu warten. Des öfteren kamen andere Eichhörnchen vorbei, darunter auch einige Männchen, die ihr immer so übermäßig freundliche Blicke zuwarfen.
Josephine kannte sie nicht näher und verstand deshalb nicht, was sie damit bezweckten, aber sie wollte nun endlich ein paar ihrer Artgenossen kennenlernen. Bisher war ihre Furcht zu groß, denn außer ihren Eltern kannte sie niemanden. Aber inzwischen wurde ihre Neugierde immer größer. Vor allem fielen ihr einige der großen männlichen Eichhörnchen auf. Sie hätte es sich zwar gewünscht, wenn diese nicht immer so aufdringlich schauen würden, aber so wäre es sicherlich leichter, Kontakt zu ihnen zu bekommen. Die Aussicht auf neue Freunde stärkte Josephine, aber tief im Herzen fehlten ihr die wundervollen Gespräche mit Markus.
„Endlich!“, dachte Markus und lief um den Kindergarten herum, auf dem Weg zum alten Nußbaum. Tim hatte er endlich austricksen können und auch die Kindergärtnerinnen fielen auf den alten Trick, er wolle auf die Toilette, herein. Doch wo war Josephine?
Markus rief sie leise, aber er erhielt keine Antwort. Er beobachtete eine Weile das Treiben der Natur, so wie er es immer gerne tat, doch von dem Eichhörnchen fehlte jede Spur.
Markus merkte, wie er zugleich traurig und verzweifelt wurde. Was sollte er jetzt machen? Dies war immer ihr Treffpunkt gewesen. Er wußte nicht, wo er sonst suchen sollte. Es war nicht so einfach wie einen Menschen ausfindig zu machen, denn in so einem Fall hätte er anrufen können. |
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geschrieben am: 15.05.2002 um 18:40 Uhr
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Er konnte nur warten, doch auch das nicht zu lange. Er würde einen riesigen Ärger bekommen, wenn die Kindergärtnerinnen herausbekämen, daß er weg war.
Schließlich mußte er wieder zurück. Seine Verzweiflung war unerträglich geworden, aber um unangenehmen Fragen aus dem Weg zu gehen, verbiß sich Markus allen Frust und war den restlichen Tag sehr ruhig.
Abends fragte ihn seine Mutter, warum er nichts essen will, doch er wollte ihr nicht davon erzählen. In seinem jetzigen Zustand hätte er es nicht ertragen, wieder eine Katze angeboten bekommen. „Nie könnte ich eine Katze so gern haben wie Josephine!“, beschloß er im Stillen.
Markus fühlte sich ganz allein. Er konnte mit niemandem über sein Problem sprechen, das wäre nur mit Josephine gegangen, doch sie hatte er anscheinend verloren.
Auch am nächsten Tag hatte er keinen Erfolg. Wieder gelang es ihm nach draußen zu kommen, wieder mußte er ohne Lichtblick zurück.
Ganz kurz hatte er einen Hoffnungsschimmer, als er ein Eichhörnchen auf dem alten Nußbaum sah, doch es war nicht Josephine, sondern vermutlich ein Männchen. Viel größer als sie und auch dunkler.
„Nenn mich Sammy! Alle nennen mich so. Eigentlich heiße ich Samuel, aber Sammy gefällt mir besser.“ Josephine war hingerissen. Von allen Eichhörnchen, die sie aus sicherer Distanz beobachtet hat, war Sammy das Interessanteste. Er war wesentlich größer als sie selbst und hatte ein dunkelbraunes, gepflegtes Fell. Trotz seiner enormen Größe war er ebenso flink wie sie. Und gerade als sie mal wieder den Wunsch hegte, einen Artgenossen zu treffen, huschte er an ihr vorbei. Alles ging so schnell, auf einmal befanden sie sich mitten in einem Gespräch. Was Josephine gleich auffiel war, daß Sammy nicht ständig grinste, sondern wirklich sehr freundlich war. Er kam ihr auch nicht zu nahe.
Überhaupt hatte sie ein gutes Gefühl dabei, weil sie ihn angesprochen hat und nicht umgekehrt. Josephine war sehr unsicher und wußte nicht, wie sie sich verhalten soll. Sie mußte es schaffen, daß Sammy sie mag, aber sie wollte sich dafür auch nicht verstellen müssen. Sie wußte von Markus, daß er das immer so macht und sie konnte bei ihm auch ganz natürlich bleiben. Aber trotzdem hatte sie ein ungutes Gefühl. Sie war zwar überglücklich, aber sehr aufgeregt und fühlte sich schwach und wackelig auf den Beinen. Worüber sollte sie mit ihm reden? Seit langem träumte sie von so einer Gelegenheit, aber hatte sich nie überlegt, was sie tun sollte, wenn es denn wirklich passiert.
Zum Glück nahm ihr Sammy die Sorge ab, indem er selbst viel redete. Er erzählte ihr, daß er neu in der Gegend wäre, und daß er auf einer alten Eiche in der Nähe vom Friedhof wohnt. Es stellte sich heraus, daß er ein Jahr älter als sie war, aber er wirkte noch viel älter. |
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geschrieben am: 15.05.2002 um 18:41 Uhr
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Was er schon alles erlebt hat und wie er es erzählen konnte, beeindruckte Josephine sehr. Und dennoch spürte sie, daß auch er ein wenig unsicher war.
„Ob er mich mag?“, fragte sie sich. Am Liebsten hätte sie ihn das direkt gefragt, aber es war dafür noch zu früh. Und sie zu schüchtern, aber das wollte sie gar nicht so genau überlegen...
„Interessiert Dich das eigentlich?!“ Sammy holte sie abrupt aus ihren Gedanken heraus und ertappte sie dabei, daß sie seit einiger Zeit nicht mehr aufpaßte.
„Doch, doch!“ Panik überkam sie, denn sie wollte nicht wirken, als wäre ihr das Gespräch zu langweilig. Das Gegenteil war schließlich der Fall, aber sie war zu überfordert, um etwas Sinnvolles herauszubringen. Also sagte sie knapp: „Ich muß los, kommst Du morgen auch wieder her?“
Sammy zögerte nicht lange und sagte zu. Auch er wollte sie näher kennenlernen, und nicht durch zu forsches Verhalten verlieren. Ihm war nicht entgangen, daß sie wundervolle Augen hatte, und ihn sehnsüchtig anblickte. Zumindest hoffte er das.
Beide waren froh, ein wenig Zeit zum Nachdenken gewonnen zu haben und machten sich vor Freude aufgewühlt auf ihren Weg.
Ein paar Bäume weiter hielt Josephine inne und mußte erst einmal begreifen, was geschehen ist. Sie hat einen Artgenossen angesprochen, und ein sehr gutaussehendes Männchen dazu, was sie jetzt im Nachhinein erkannte.
Zu schön wäre es, wenn sie es Markus erzählen könnte, doch er wohnte zu weit weg. „Aber morgen früh versuche ich es noch mal im Kindergarten!“, dachte sie sich. „Vielleicht habe ich ja endlich Glück, aber auf jeden Fall lenkt mich das ab.“. Denn bis zum Treffen am Nachmittag würde ihr Herz noch mehr klopfen als jetzt schon. Am abend wich ihre Aufregung der Müdigkeit und sie konnte mit süßen Gedanken einschlafen.
„Josephine!“ Markus brüllte aus voller Kehle, als er sie auf dem Dach sah. Im selben Moment fiel ihm ein, daß das sehr dumm von ihm war, aber das war ihm egal. Mit einem riesigen Satz sprang ihm Josephine direkt auf die Schulter. Die beiden begrüßten sich voller Freude und redeten wieder einmal gleichzeitig. „Markus! Hey, sei doch mal still. Es gibt sehr viel zu erzählen!“
Markus weinte vor Freude und es störte ihn nicht, daß sie das sah. „Wo warst Du denn die letzten Tage?“, fragte er sorgend. „Wo warst Du denn seit Du mir von diesem Tim erzählt hast?!“, sagte sie ein wenig vorwurfsvoller.
„Ich...äh...es tut mir leid! Ich konnte nicht...“
„Ist schon gut!“, unterbrach sie Markus, der mit den Händen beschwichtigend wedelte, als wolle er die Freundschaft mit ihnen reparieren.
Josephine nahm ihm seine Angst und erzählte ihm, was sie gestern erlebt hatte. |
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geschrieben am: 15.05.2002 um 18:41 Uhr
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Markus merkte, daß sie ihn verstand und beruhigte sich.
Beide hatten noch jemand anderen gefunden, aber das schien nun keine Rolle mehr zu spielen. Um ganz sicher zu gehen fragte Markus trotzdem lieber noch mal nach. „Sind wir denn noch Freunde?!“
Josephine mußte lachen, nicht über Markus’ Bemerkung, sondern über ihre Gefühle der letzten Wochen. Sie hatte sich zurückgesetzt gefühlt, dabei hatte er genauso Angst um sie gehabt.
„Die Besten, die es gibt!“, sagte sie und räumte damit alle Zweifel aus der Welt.
Doch war die Zeit sehr knapp. Sie wollte sich auf ihre Verabredung vorbereiten und er wünschte ihr für das Treffen später Glück.
Josephine drehte sich um und wollte los, aber da fiel ihr noch etwas ein: „Bringe Tim doch einfach morgen mit!“
Noch ehe Markus darüber nachdenken konnte, war sie verschwunden...
Sammy wartete schon auf sie, aber er war nicht ungeduldig geworden. Josephine wollte nicht einfach so vorbei kommen. Mit großer Sorgfalt hat sie ihr Fell zuvor auf Hochglanz gebracht. Und das zeigte Wirkung.
Sammys Selbstsicherheit war urplötzlich verflogen und anstelle unentwegt zu reden, konnte er nur kurze Sätze von sich geben. Das kam Josephine gerade recht, denn schließlich war es an ihr, sich endlich richtig vorzustellen. Bis auf ihrem Namen und ein paar „Jas“ und „Neins“ hatte sie gestern nichts gesagt.
Ohne zu überlegen erzählte sie, was ihr gerade in den Sinn kam. Von ihren Eltern und Markus, vom Winter und ihren Lieblingsorten.
An dieser Stelle wurde sie von Sammy sanft unterbrochen, der fragte, ob sie ihm diese Orte zeigen könnte. Und so verflog bei beiden die Angst und ein ausgeglichenes, lebendiges Gespräch entstand. Und während der kommenden Stunden wollte dieses Gefühl des verstanden Werdens auf beiden Seiten nicht abreißen.
Am Abend schließlich trennten sich die Wege, aber erst, als beide einander fest versichert hatten, daß sie sich morgen, in aller Frühe, wiedersehen würden.
Josephine schlug Sammy vor, Markus kennenzulernen und er sagte bereitwillig zu.
Alle waren unsicher, was der kommende Tag wohl hervorbringen würde, aber als es dann soweit war, entpuppten sich die Sorgen als unnötig. Josephine und Markus trafen einander auf dem Hof des Kindergartens, nur dieses Mal in Begleitung ihrer neuen Freunde. Tim war ebenso überrascht davon, daß die Eichhörnchen sprechen konnten, wie es Markus damals gewesen ist. Aber Tim versprach bereitwillig, dieses Geheimnis für sich zu behalten.
„Mir glaubt das sowieso keiner!“, fügte er zur Unterstützung der Glaubwürdigkeit hinzu.
Sammy kannte Menschen schon aus eigener Erfahrung und war immer froh, Kontakt zu finden. Vor allem aber hatte es ihm Josephine angetan. Verspielt schaute er sie des Öfteren an. Und sie lächelte zurück und kicherte. Josephine wirkte wie ausgewechselt. Ihre gewohnte Fröhlichkeit steigerte sich zu Ausgelassenheit. Von ihrer Vorsicht und Schüchternheit fehlte jede Spur. Auch ohne weitere Erklärungen war allen Anwesenden klar, daß die beiden Eichhörnchen mehr als bloße Freundschaft verband...
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geschrieben am: 15.05.2002 um 18:43 Uhr
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Und für shivaa gibt's noch ein Bild von Sammy!
;-) Paccy
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.05.2002 um 18:53 Uhr
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Ich seh übrigens gerade, daß ein Wort durch ****** ersetzt wurde :-). Es handelt sich hierbei um einen völlig jugendfreien Körperteil eines Eichhörnchens, der buschig ist und ihm beim Halten des Gleichgewichtes hilft.
Paccy ;-) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.05.2002 um 20:32 Uhr
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Ich schieb das noch mal hoch.
;-) Paccy Geändert am 16.05.2002 um 22:48 Uhr von Paccy |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.05.2002 um 22:49 Uhr
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.05.2002 um 00:36 Uhr
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Ich schieb das hier noch ein letztes Mal hoch; bevor es in den Fluten der Poesie restlos verschwindet...
;-) Paccy |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.05.2002 um 21:19 Uhr
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lächelt zu Paccy
schliesse mich da Mindiyanas meinung an, würde auch gern weiterlesen...
lieben gruß
S.blume |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.05.2002 um 22:29 Uhr
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| Hab noch keine Fortsetzung, aber ich denke darüber nach... |
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