| "Autor" |
Untot lebendig |
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geschrieben am: 15.05.2002 um 21:00 Uhr
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Längst ist es vergessen. Die Zeit ist entschwunden, rann mir wie Wasser durch die Finger. Ich spüre ihren Fluß und kenne ihre Bedeutung. Habe hinter mir die Einsamkeit der Ewigkeit, nachdem der letzte Rest meines Lebens, mit den Menschen die ich liebte, gestorben war. Auf brutalste Weise wurde ich dem Leben entrissen, meine Seele ermordet. Ich bin verbannt. Eine Verdammte. Niemand redet mit mir, keiner sieht mich. Unbeachtet des Lebens ziehe ich durch die Nacht. Den Tag habe ich vergessen. Manchmal merke ich noch wie warm die Sonne war. Aber er erinnert mich zusehr an mein Schicksal, an das was ich verlor. An das, was mir genommen wurde. Wie die Strahlen der Sonne bei Nacht verblassen, so ist auch meine Seele verblasst und mein Leben. Der letzte Rest, der mir geblieben ist, ist mein durchscheinender Körper. Er ist das Abbild meiner selbst, allen was mir vom Leben blieb, alles was der Tod mich noch behalten lies.
So steht es in meinem Buch. Geschrieben über mein Leben. Verfasst während meines Todes. Gestorben durch die kalte Hand, dessen, dem ich vertraute. Verlor die Fähigkeit, die Bedeutung deses Wortes zu empfinden. Erloschen für Zeiten von dem Tage meines Todes an, bis in die Ewigkeit. Verführung liegt in den Worten des Lebens und der Ewigkeit, Grauen in den Worten des Lebens und des Todes. Doch habe ich den Wunsch nach Leben längst aufgegeben. Mich mit der Qual abgefunden, mein Leid verdrängt. Mich ergeben in die Finsternis der Nacht.
© linchen |
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