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die etwas andere "Entstehungs -Geschichte"

Nutzer: Nessaija
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geschrieben am: 15.05.2002    um 21:10 Uhr   
Als vor unendlich vielen Jahren die Sonne das Eis zum schmelzen brachte, als der Wind die Kälte fortwehte von unserem Planeten, als das Licht am Tage schien und die Nächte im Sternenschein erhellten, da erwachte das Leben. Allein stand es da und sah die herrliche Pracht vor seinen Augen. Die Berge, die Täler. Die Meere, die Wüsten. Die Erde, den Himmel.
Das Leben überlegte lange, was es nun mit dieser Pracht anfangen sollte und es beschloss, von seiner Kraft abzugeben. Es gab den Bergen eine weiße Spitze, den Tälern saftiges Grün. Die Meere füllte er mit klarem Wasser und die Wüsten mit feinem Sand. Auf die Erde setzte er allerlei Getier und der Himmel gehörte den Vögeln.
Das Leben besah sich sein Werk und war vollauf zufrieden. Aber sein Werk hatte es auch müde gemacht. Zu müde, über dieses wunderschöne Leben zu wachen, denn es war sich sicher, das sein Werk zarter Pflege bedurfte. Und so beschloss er, noch einmal all seine Kraft aufzubieten um sicher zu sein, das sein Werk niemals unterging.
So kam der Mensch auf diesen Planeten. Und mit dem ersten Menschen erstarb das Leben. Der Mensch vermehrte sich rasch. Schon bald waren es mehr, als die Erde vertrug. Der Mensch nahm alles. Die weißen Spitzen der Berge, das saftige Grün der Täler. Die Meere waren bald verseucht, das feine Sand der Wüste verdorben. Das Getier wurde vernichtet und der Himmel trüb.
Nach unendlich vielen Jahren erlischt die Sonne. Eis wohin man sieht. Der Wind treibt Kälte über das Land. Wo einst am Tage Licht gewesen, sieht man nur noch Asche. Und in dieser Nacht stirbt unser Planet.

(c) Nessaija Mai 2002
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