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Frühlingslied |
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geschrieben am: 01.06.2002 um 10:22 Uhr
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In der Laube von Syringen,
oh, wie ist der Abend fein!
Brüder, lasst die Gläser klingen,
angefüllt mit Maienwein.
Heija, der frische Mai,
er bringt uns mancherlei.
Das Schönste aber hier auf Erden
ist, lieben und geliebt zu werden,
heija, im frischen Mai.
Über uns die lieben Sterne
blinken hell und frohgemut,
denn sie sehen schon von ferne,
auch hier unten geht es gut.
Wer sich jetzt bei trüben Kerzen
der Gelehrsamkeit befleißt,
diesem wünschen wir von Herzen,
dass er bald Professor heißt.
Wer als Wein- und Weiberhasser
jedermann im Wege steht,
der genieße Brot und Wasser,
bis er endlich in sich geht.
Wem vielleicht sein altes Hannchen
irgendwie abhanden kam,
nur getrost, es gab schon manchen,
der ein neues Hannchen nahm.
Also, eh der Mai zu Ende,
aufgeschaut und umgeblickt,
keiner, der nicht eine fände,
die ihn an ihr Herze drückt.
Jahre steigen auf und nieder;
aber wenn der Lenz erblüht,
dann, ihr Brüder, immer wieder,
töne unser Jubellied.
Heija, der frische Mai,
er bringt uns mancherlei.
Das Schönste aber hier auf Erden
ist, lieben und geliebt zu werden,
heija, im frischen Mai.
Wilhelm Busch Geändert am 11.06.2002 um 07:56 Uhr von fratzmausi Geändert am 11.06.2002 um 07:58 Uhr von fratzmausi Geändert am 11.06.2002 um 07:59 Uhr von fratzmausi Geändert am 11.06.2002 um 08:00 Uhr von fratzmausi Geändert am 11.06.2002 um 08:02 Uhr von fratzmausi Geändert am 11.06.2002 um 08:02 Uhr von fratzmausi |
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geschrieben am: 01.06.2002 um 10:54 Uhr
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Fortuna lächelt, doch sie mag
nur ungern uns beglücken;
schenkt sie uns einen Sommertag,
schenkt sie uns auch Mücken.
Wilhelm Busch |
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geschrieben am: 02.06.2002 um 05:00 Uhr
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Geändert am 02.06.2002 um 05:05 Uhr von Bigmoon Geändert am 02.06.2002 um 05:05 Uhr von Bigmoon |
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geschrieben am: 02.06.2002 um 05:55 Uhr
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Frühling ist wieder
singen die Vögel
shön anzusehen
in ihrem bunten Gefieder
die Blumen entfachen
ihrer Farben Pracht
jeder ist fröhlich
und die Sonne lacht
Der graue Winter nun vorbei
Fröhliche Lieder wieder erschallen
von überall ein Echo hallt
Frühling ist es wieder überall
Spri Geändert am 02.06.2002 um 06:31 Uhr von Spirelle |
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geschrieben am: 09.06.2002 um 13:24 Uhr
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Zärtlichkeit
Der blaue und der weiße Flieder
Umduftet unsere Laubenbucht,
Goldregen pendelt auf uns nieder
Der blütenschweren Zweige Wucht.
Viele weiße Schmetterlinge fliegen,
Der Spötter singt im Rosendorn,
Ganz langsam sich die Zweige wiegen.
Ein warmer Wind geht über das Korn.
Die Sonne spielt auf deinen Händen,
Die lässig ruhn auf deinem Kleid,
Mein Blick will sich davon nicht wenden,
Mein Herz denkt lauter Zärtlichkeit.
Liebesgedicht von Hermann Löns (1866-1914)
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geschrieben am: 10.06.2002 um 09:21 Uhr
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Es blitzt ein Tropfen Morgentau
im Strahl des Sonnenlichts,
ein Tag kann eine Perle sein
und ein Jahrhundert nichts.
Gottfried Keller Geändert am 11.06.2002 um 08:08 Uhr von fratzmausi |
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geschrieben am: 10.06.2002 um 09:27 Uhr
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Der Linden Lüfte sind erwacht,
sie säuseln und weben an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muss sich alles, alles wenden.
Die Welt wird schöner mit jedem Tag.
Man weiß nicht, was noch kommen mag.
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal.
Nun, armes Herz, vergiss die Qual!
Nun muss sich alles, alles wenden.
Ludwig Uhland Geändert am 11.06.2002 um 08:05 Uhr von fratzmausi |
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geschrieben am: 10.06.2002 um 19:29 Uhr
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Schwarze Katze
Ein Gespenst ist noch wie eine Stelle,
dran dein Blick mit einem Klange stößt;
aber da, an diesem schwarzen Felle
wird dein stärkstes Schauen aufgelöst:
wie ein Tobender, wenn er in vollster
Raserei ins Schwarze stampft,
jählings am benehmenden Gepolster
einer Zelle aufhört und verdampft.
Alle Blicke, die sie jemals trafen,
scheint sie also an sich zu verhehlen,
um darüber drohend und verdrossen
zuzuschauern und damit zu schlafen.
Doch auf einmal kehrt sie, wie geweckt,
ihr Gesicht und mitten in das deine:
und da triffst du deinen Blick im geelen
Amber ihrer runden Augensteine
unerwartet wieder: eingeschlossen
wie ein ausgestorbenes Insekt.
Rainer Maria Rilke
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geschrieben am: 11.06.2002 um 07:44 Uhr
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Frühlingslied
des Rezensenten
(1812)
Frühling ist's, ich lass' es gelten,
Und mich freut's, ich muß gestehen,
Daß man kann spazierengehen,
Ohne just sich zu erkälten.
Störche kommen an und Schwalben,
Nicht zu frühe, nicht zu frühe!
Blühe nur, mein Bäumchen blühe!
Meinethalben, meinethalben!
Ja! ich fühl' ein wenig Wonne,
Denn die Lerche singt erträglich,
Philomele nicht alltäglich,
Nicht so übel scheint die Sonne.
Daß es keinen überrasche,
Mich im grünen Feld zu sehen!
Nicht verschmäh' ich auszugehen,
Kleistens Frühling in der Tasche.
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