Auf den Beitrag: (ID: 34328) sind "2" Antworten eingegangen (Gelesen: 315 Mal).
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Der Tod...

Nutzer: Gast_Dimpel
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geschrieben am: 05.06.2002    um 16:52 Uhr   
Finde der Beitrag gehört hier hinein.
Viele lyriker schreibseln über den Tod und ich finde einfach das der Beitrag gut hier hinein passt.

Was haltet ihr von dem Tod, habt ihr angst davor?
schon mal drüber nachgedacht?
Interessiert er uns nicht alle, sollte er uns nicht interessieren?

Der Tod, die flucht in eine andere Welt...

??????

THE DIMP
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Nutzer: Gast_Dimpel
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Registriert seit: 26.10.2005
Anzahl Nachrichten: 4977

geschrieben am: 05.06.2002    um 16:54 Uhr   
Noch etwas hinzufügen muss.
Seit ihr gläubig oder wo drauf stützt ihr eure Antworten?

THE DIMP
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"Autor"  
Nutzer: Engelsfall
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Anzahl Nachrichten: 616

geschrieben am: 06.06.2002    um 07:20 Uhr   


*eine weile ernst vor diesen zeilen saß.*

tja, das ist eine gute frage. wie auf die meisten fragen
gibt es keine universale antwort. gläubig? ich würde von mir sagen, der gläubigste atheist zu sein, den man finden kann.

und man kann auf viele arten sterben. allein in diesem leben habe ich bereits einen tod hinter mir, einen moment,
in welchem mich vom tod nichts mehr trennte außer der tatsache, daß mein herz noch schlug.

einen physischen tod fürchte ich nicht. mehr angst habe ich davor, daß es lange dauert und voll von schmerzen ist. der moment des todes an sich... aber nicht davor, tot zu sein.

ich für mich selbst weiß, daß ich stets ins leben wiederkehre. ich entsinne mich daran, früher schon gelebt zu haben - aber: das heißt nicht, daß das für jemand anderen auch die wahrheit sein muß.

somit kann ich auch nicht glauben, daß der tod eine flucht ist. ganz gewiß kann man in den tod fliehen, wenn man das leben nicht erträgt, aber: man kann nicht vor sich selbst davon laufen. es sei denn, man nimmt sich selbst mit. im klartext bedeutet es, daß man sich dem leben und dem tod stellt, wenn die zeit dazu gekommen ist, und beides bewältigen lernt. denn nicht wir sind es, die den zeitpunkt dafür auswählen, sondern die welt... andere nennen hierfür gott oder schicksal... wir haben nur einen begrenzten einfluß auf leben und tod, und wir dürfen ihn nicht mißbrauchen. leider geschieht das jeden tag tausendfach. sollte ich das allerdings versuchen, mir das leben zu nehmen, so wüßte ich genau, daß ich wiederkehren würde, um woran ich scheiterte so lange zu wiederholen, bis ich nicht mehr daran scheitere.

man nennt den tod des schlafes bruder. so kann man eine phase des todes als ruhezeit betrachten. ich möchte jedoch sagen: wer schläft, für den ist der traum meist realer als das wachsein. wer wach ist, dem ist der traum ein fantasiegebilde. es gibt hier auch ausnahmen, aber worauf ich hinaus möchte ist folgendes - wenn wir tot sind, dann haben wir vielleicht nur eine andere art von leben.

leben und tod sind sich ähnlich, viel ähnlicher, als man glauben sollte. wer denkt, sie seien unvereinbare gegensätze, der irrt allein schon deshalb, weil er mit dieser sichtweise jede andere ausschließt...

ob man wirklich in eine andere welt gelangt mit dem sterben, vermag ich nicht zu sagen. ich entsinne mich zwar an solch eine welt, jedoch weiß ich nicht ganz genau, ob ich wirklich tot war - wie gesagt, wer tot ist, dem ist das totsein realer als das leben. somit wieder eine der fragen, über die man zigtausend facetten an ansichten zusammentragen kann, ohne eine antwort zu finden... man könnte ja allerdings auch alle antworten zusammen nehmen...

ebene pfade und auf bald,
engel-on-her-own-side


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