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Marionetten |
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geschrieben am: 06.06.2002 um 10:03 Uhr
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Wie an Marionettenfäden staksten durch die Städte,
Strassen, Gassen, Menschenleben diese Wesen
an sich selbst vorbei, in ihnen sonderbare Stille.
Es ist nicht, daß man als solches nicht gerufen hätte,
doch ein offen gesichtet inneres Verwesen
bannte ihre Schreie wie ein unbeugsamer Wille.
Oh wie deutlich lag ihnen das Verzweifeln inne,
ihre Augen entsetzlich schmerzvoll weit
im Angesicht der eignen Puppenhaftigkeit.
Sklaven waren sie der eignen Glieder, ohne Stimme,
jeder Schlachtvieh gleich zum Tod geweiht
gab einer stets dem andren in den Untergang Geleit.
Steif und ungelenk warn sie in all ihrem Bewegen,
stumm gestriegelt durch ihrer Herren Macht,
und sie tanzten unverwandt selbst unter Tränen,
wohl war ihnen nicht, doch mußten sie sich regen,
um ihrer Fesseln wegen zu Narretei gebracht –
und unfruchtbar, aussichtslos wars zu erwähnen,
daß doch alles Wissen um den Stein der Weisen
wie ein spottendes Lachen über ihnen hing.
Doch schien es drohend als Damoklesschwert
über den Gebannten, um ihr Unglück anzupreisen.
Der Freiheit Glanzes schöner goldner Ring
war ihnen ohne völlige Erhabenheit nichts wert,
und so blieben sie Gefangene lediglich ihrer selbst
in ihren eigenen Gesetzen und Methoden,
das Denken sich aufzuwerfen machte sie bang,
wieder und wieder in Furcht und Mitleid gewälzt
da lagen sie im Staube nieder am Boden
weil Unrast, Angst und Zweifel sie umschlang.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.06.2002 um 10:11 Uhr
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"Das macht man nicht." ... endgült'ges Wort.
"Das ist man nicht." ... drückt man es fort.
"Das darf doch so nicht sein." denkt man,
So schließt sich der Kreis und fängt von vorne an.
~Vile
Denke nie gedacht zu haben ... sondern beginne damit.
Geändert am 06.06.2002 um 10:13 Uhr von Vile |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 07.06.2002 um 22:57 Uhr
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ich mag deine gedankengänge, engelsfall. deshalb möchte ich dir eine frage stellen:
was geschieht mit dem racheengel, wenn er verzeiht?
Rhia |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.06.2002 um 17:36 Uhr
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die ketten dieser welt
bannen menschen an ihr leid
vernichtung ihres seins
trotz worten der befreiung
zurückgewiesen und verhasst
die fesseln freiwillig festgezogen
verstummen jener worte
schwärzung dieser welt
das ende im kopf
freiwillig dumm...
freiwillig schwach...
freiwillig tot...
w |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.06.2002 um 13:21 Uhr
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@sheila
ja, holpern kann ich ganz gut ;) ist teils auch absicht... ein schöner versrhythmus ist genial, aber bei manchen möchte man eben mehr die leute anpieksen...
@rhia
schön mal wieder was von dir zu hören... und antwort hab ich separat geschrieben. hast du bestimmt schon geseheh. *lächelt*
@vile
*nichts bestimmtes zu sagen weiß in diesem moment und daher einfach nur knuddelt*
@windir
seh euch auf der strasse der träume...
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.06.2002 um 17:58 Uhr
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sprachlich perfekt ausgefeilt!! *Glueckwunsch*
irgendwie sehe ich gerade ueberall Faeden, Faeden und
noch mehr Faeden.
Wir sind alle Marionetten und ziehen aber auch an den Schnueren.
Gruss Lama
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