Auf den Beitrag: (ID: 34355) sind "9" Antworten eingegangen (Gelesen: 516 Mal).
"Autor"

Abschied

Nutzer: DiaryofDreams
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 20.07.2001
Anzahl Nachrichten: 538

geschrieben am: 07.06.2002    um 02:07 Uhr   
Der Abschied ist gekommen,
ich glaub', ich füg' mich niemals drein,
dabei hab' ich ihm lange schon entgegengesehen.
Ich hab' nie Abschied genommen, ohne zerrissen zu sein,
und einmal mehr wünschte ich jetzt, die Zeit bliebe steh'n!

Doch das Leben ist wie ein reißender Fluß,
der mich weitertreibt,
der nie stehen bleibt.
Und erreich' ich ein Ufer, komm' ich doch nur zum Schluß,
daß ich weitergehen muß.

Ja, ich weiß, die Stunden waren uns nur kurze Zeit gelieh'n.
Wir sind uns nur begegnet, wie die Schiffe auf dem Meer,
die sich im Vorüberfahren grüßen und dann weiter zieh'n,
dennoch, dich jetzt zu verlassen,
fällt mir unsagbar schwer.

Doch das Leben ist wie ein reißender Fluß,
der mich weitertreibt,
der nie stehen bleibt.
Und erreich' ich ein Ufer, komm' ich doch nur zum Schluß,
daß ich weitergehen muß.

Dein Name wird mich begleiten,
deine Stimme,
dein Gesicht,
dein Lächeln hab ich tief in mein Gedächtnis geprägt,
es wärmt mich in dunk'len Zeiten und es leuchtet,
wie ein Licht auf den Straßen, wenn mir kalt der Wind entgegenschlägt!

Doch das Leben ist wie ein reißender Fluß,
der mich weitertreibt,
der nie stehen bleibt.
Und erreich' ich ein Ufer, komm' ich doch nur zum Schluß,
daß ich weitergehen muß.


(c) Reinhard Mey





DoD
Geändert am 07.06.2002 um 02:08 Uhr von DiaryofDreams

Geändert am 07.06.2002 um 02:09 Uhr von DiaryofDreams

Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw)
  Top
"Autor"  
Nutzer: Leviathena
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 04.04.2002
Anzahl Nachrichten: 79

geschrieben am: 07.06.2002    um 10:33 Uhr   
Hast Du nicht schon mal

Versucht, Zärtlichkeit

Zu Verschenken,

Und keiner

Will sie haben?

Gingst nicht auch Du mal

Bis morgens um fünf

Durch die Straßen,

Zu einsam,

Um zu schlafen?

Fühlst Du nicht manchmal

Den Wunsch,

Nie geboren zu sein?

Das Spiel, das man "Liebe" nennt,

Spielen die andern, und Du

Bleibst allein.


Du triffst einen Menschen,

Du magst ihn, und plötzlich

Beginnst Du,

Viel bewußter

Zu leben.

Du lernst wieder lachen,

Du kannst wieder hoffen,

Und offen

Über alles

Mit ihm reden.

Du liebst ihn so sehr,

Daß Du alle

Bedenken vergißt,

Doch das Spiel, das man "Liebe" nennt,

Sieht manchmal einfacher aus,

Als es ist.


Es fängt damit an,

Daß man zu viel

Vom andern erfährt,

Auch die Schwächen

Und Fehler.

Bald weißt Du genau,

Was ihm weh tut,

Und kannst ihn verletzen,

Immer tiefer

Und schneller.

Du gönnst ihm

Die Freiheit nicht mehr,

Die Dir selber fehlt.

Ja, das Spiel, das man "Liebe" nennt,

Ist manchmal grausam wie nichts,

Nichts auf der Welt.


Nach jedem zermürbenden

Streit fällst Du ihm

In die Arme,

Es ist noch einmal

Gut gegangen.

Doch dann kommt der Tag,

Da liegst Du neben ihm,

Und fühlst nichts mehr,

Es ist sinnlos

Zusammen.

Der Abschied ist kühl,

Doch die Tränen am Morgen

Sind heiß,

Denn das Spiel, das man "Liebe" nennt,

Fordert am Ende von Dir

Seinen Preis.


Du fühlst Dich

Am Boden zerstört,

Doch das Leben läuft weiter,

Wie ein Uhrwerk,

Wie ein Wasserfall.

Und Du raffst Dich

Auf und beschließt,

Dich nie mehr zu verlieben,

Und Du schaffst es,

Bis zum nächsten Mal.

by Juliane Werding
  Top
"Autor"  
Nutzer: DiaryofDreams
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 20.07.2001
Anzahl Nachrichten: 538

geschrieben am: 26.06.2002    um 09:53 Uhr   
Du bist viel mehr

als nur ein pochendes Herz

zwischen Fleisch und Blut.

Du bist viel mehr

als das bißchen Instinkt, das bißchen Mut.

Du bist viel mehr

als ein Uhrwerk, das abläuft

und die Stunden zählt.

Du bist viel mehr

als eine Randfigur, die das Zusehen quält.


Tief in Dir drin

liegt noch viel mehr,

ein fast vergessener Sinn,

wenn Du ihn suchst, geht er nie verloren,

und Du spürst, daß Du am Leben bist


Du bist mehr.

Kriech über Eis, damit Dich friert

und lös die Schlinge, die Dich schnürt

Du bist mehr.

Greif nach der Chance, die möglich ist

faß einen Plan, der nichts verschließt

Was ist mit Dir?


Du bist viel mehr,

als ein Schweigen. das zustimmt,

wenn der Wind Dich dreht.

Du bist viel mehr,

als ein längst gelesenes Buch,

das in der Ecke steht.


Tief in Dir drin

liegt noch viel mehr,

ein fast vergessener Sinn

zeig Dir erst selbst

was in Dir steckt,

da ist vieles unentdeckt.


(c) Pur

Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw)
  Top
"Autor"  
Nutzer: DiaryofDreams
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 20.07.2001
Anzahl Nachrichten: 538

geschrieben am: 13.04.2003    um 18:57 Uhr   

Die Zeit des Gauklers ist vorbei,
verklungen seine Schönfärberei,
verstummt die Laute, die der Musikant
noch in den Händen hält.
Der Tisch verwaist, die Gläser leer,
das Fest ist aus, es bleibt nichts mehr
als abzugehen; man sagt, der Narr
ist traurig, wenn der Vorhang fällt.

Und das Fest, das wir endlos wähnen,
hat doch, wie alles, seinen Schluß.
Keine Worte, keine Tränen;
alles kommt, wie es kommen muß.

Das Feuer, fast herabgebrannt,
malt flackernd Schatten an die Wand.
Schon steht der Morgen vor dem Fenster,
noch vom heißen Atem blind.
Vom Wein sind Kopf und Zunge schwer,
kein Lärm und keine Späße mehr.
Nun zieht die Stille in das Haus,
wo wir fröhlich gewesen sind.

Und das Fest, das wir endlos wähnen,
hat doch, wie alles, seinen Schluß.
Keine Worte, keine Tränen;
alles kommt, wie es kommen muß.
Leb wohl, der Abschied ist gemacht,
die Zeit des Gauklers ist vollbracht.

Denk an mich ohne Bitternis,
wenn ich mein Instrument jetzt niederleg'.
Hab' vieles falsch gemacht, gewiß.
Wenn Du vergessen kannst, vergiß.
Dann werd' ich morgen nicht mehr sein
als nur ein Stein auf Deinem Weg.


Und das Fest, das wir endlos wähnen,
hat doch, wie alles, seinen Schluß.
Keine Worte, keine Tränen;
alles kommt, wie es kommen muß.

Keine Worte, keine Tränen;
alles kommt, wie es kommen muß.


(c) Reinhard Mey

Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw)
  Top
"Autor"  
Nutzer: nightrose
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 9122

geschrieben am: 13.04.2003    um 19:08 Uhr   
Die Flamme unserer Liebe,
sie ist nun erloschen
und hat mein Herz in tausende Stücke zerbrochen
es liegt blutend am Boden, völlig zerschmettert,
die Flügel meiner Seele,
sie schlagen nicht mehr,
meine Träume, mein Leben sind nun sinnlos und leer.

Du warst meine Zukunft, mein Engel, mein Stern,
mir immer ganz nah und doch wieder fern.
Ein Traum war es leider mit bösem Erwachen,
verschwunden das Glück, das Hoffen, das Lachen.

"Ich liebe Dich mein Engel," sagtest Du zu mir,
gemeint war es nicht ehrlich, denn Du sagtest es auch IHR.
Ich versuche Tag für Tag den Schmez zu ertränken,
Versuche ins Land des Vergessens zu gelangen,
doch die Erinnerungen, sie halten mich in Ketten gefangen.


Die Zeit steht nun still, die Welt dreht sich nicht mehr,
in der Strasse des Lebens irre ich verloren umher.
Soll ich Dich hassen oder trotzdem noch lieben?
Die Sehnsucht, der Schmerz , nur sie sind mir geblieben.
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird

  Top
"Autor"  
Nutzer: Gast_BlueLama
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 31.12.2000
Anzahl Nachrichten: 2767

geschrieben am: 22.04.2003    um 20:44 Uhr   
abschied

die amseln
fliegen heute anders

ziehn düstere schleifen
in dämmendem nebel
sind stumme verkünder des todes

die sonne wirkt trübe
ihr strahlen fast gräulich
so traurig wie sonst nur das mondlicht

vereinsamte bäume
stehn müßig im garten
und warten auf nichts außer morgen

es riecht noch nach gestern
nach dir, deinen haaren
es duftet als wärst du noch hier

böses kinderlachen aus der ferne
kalt, gehässig, rücksichtslos
wissen sieŽs denn nicht, die gören?
wer kann sich da freuen?
wie kann man da lachen?
hats ihnen keiner gesagt?

die amseln
tragen immer schwarz
die wissen schon, warum

Lama
  Top
"Autor"  
Nutzer: nightrose
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 9122

geschrieben am: 22.04.2003    um 20:46 Uhr   
oha Lama das ist schön geschrieben
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird

  Top
"Autor"  
Nutzer: DiaryofDreams
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 20.07.2001
Anzahl Nachrichten: 538

geschrieben am: 23.04.2003    um 10:48 Uhr   

lächelt zu Lama
das gefällt mir

~Diary~ immer ein schmunzelndes Auge über Lama's Beiträge huschen lassend

Wenn ich scherzen will, sage ich die Wahrheit. Das ist immer noch der größte Spaß auf Erden.
(George Bernard Shaw)
  Top
"Autor"  
Nutzer: _black_tears_
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 20.03.2003
Anzahl Nachrichten: 161

geschrieben am: 23.04.2003    um 10:55 Uhr   
jap ... wunderschön ... ~mal grüßend zu röschen winkt~
  Top
"Autor"  
Nutzer: nightrose
Status: Profiuser
Post schicken
Registriert seit: 01.01.2000
Anzahl Nachrichten: 9122

geschrieben am: 23.04.2003    um 11:39 Uhr   
rewinkert zu Black Tears :-)
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird

  Top