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Die Blüte

Nutzer: Dewin
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geschrieben am: 13.06.2002    um 17:45 Uhr   
Eine Blüte zu schön sie nicht zu sehn
Eine Blüte zu schön dran vorüberzugehn
Elfenbeinweiss von edelstem Bau
Eröffnet ihr Wesen sich mir genau
Umrankt von schlanken Blütenkelchblättern
Verlocket sie mich ihr nahe zu treten

Ein wundervoll süsslicher Duft ihr entsteigt
Und trotz der Gefahr sehe ich mich geneigt
Die Schönheit zu spüren, den Kelch zu berühren
Den Dufte auf ewig im Innern zu fühlen
Ich zöger und zauder, denn ich weiss bestimmt
Der ist des Todes, welcher sie nimmt

Ehrfürchtig berührt der Moment hier nun mich
Und zittrig wird meine Bewegung an sich
Ich weiss, ich blick hier von Aug zu Aug
Des Allmächtgen schönstes hochgiftiges Kraut
Gottes Angesicht - es offenbart mir genau
Heil und Verderben dem Narr der sich trau

Eine Blüte zu schön sie nicht zu sehn
Eine Blüte zu schön dran vorüberzugehn
Sie zeiget sich mir um gesehen zu werden
Entfliehen - es geht nicht von diesem Verderben
Ein Tor bin ich sicher, ein Narr und ein Schuft
Doch wär ich es mehr, widerständ ich dem Duft

Trotz Zaudern und Zögern, ich werde es tun
Der Gedanke an sie, er wird niemals ruhn
Verdammet bin ich, ich elender Geist
Verfluchet ganz sicher, denn bin ich zu dreist
Und doch kann ich nicht oft genuges umhin
Zu betonen, welch glücklicher Narr ich doch bin

Geschaut des Gottes schönste Kreation
Sie nicht zu fühlen, es wäre ein Hohn
So tu ichs und weiss noch im selben Moment
In welchem der Stachel des Giftes mich brennt
Zum Tode verdammet hat mich dieser Stich
Und doch - in Ewigkeit gelohnet hats sich
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