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Just the beginning....

Nutzer: Laurette
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geschrieben am: 17.06.2002    um 16:11 Uhr   
Just the beginning...


„So dunkel jetzt, so leis und still!" Sie saß in ihrem Stuhl und sang diese Wort immer wieder leise vor sich hin, dabei wippte sie rythmisch mit ihrem Oberkörper vor und zurück. Ihr blondes Haar hing ihr strähnig ins Gesicht, und ihr Blick war leer gegen die Wand gerichtet. Ich stand an den Türrahmen gelehnnt und beobachtete sie. Tränen schossen mir in die Augen. Schnell blickte ich auf meine Hände, sah wieder das Blut, sah ihre Augen, wie sie mich flehend angesehen hatten, sah die Angst und sah den Schmerz. „Mist, verdammte Scheiße!" Sagte ich laut und und schlug dabei gegen den alten Holzrahmen der Tür. Lena sah auf, schaute mich erschrocken an. Dann fing sie wieder an zu schreien. Ich ging zu ihr herüber, versuchte sie in den Arm zu nehmen, versuchte sie zu trösten. Doch sie schlug wie wild um sich, biss und kratzte nach mir. Ich gab auf. Ich stellte mich ans Fenster und blickte auf die weit auslaufenden Parkanlage. Tränen rannen mir über das Gesicht. Sie schrie noch immer. Ich hörte, dass die Tür geöffnet wurde, dann die beruhigenden Worte zweier Schwestern. Dann das leiser werdende Schluchzen Lenas. Ich drehte mich um und sah wie eine der beiden Frauen sie vorsichtig ins Bett legte, während die andere die Spritze mit dem Beruhigungsmittel beiseite legte. Dann verlor ich das Bewusstsein.

Als ich wieder aufwachte lag ich in einem mir fremden Behandlungszimmer. Mein Kopf schmerzte und ich konnte mich nur schemenhaft an das erinnern, was passiert war. Ich versuchte mich aufzusetzen und schüttelte meinen Kopf dabei ein wenig. Ich schrie auf vor Schmerz. „Tja, das hat man davon wenn man mit dem Kopf auf die Fensterbank fällt!" „Nicht du schon wieder." entfuhr es mir. Langsam hob ich den Kopf und blickte auf die andere Seite des Raumes. Er blickte mich mit einem breiten Grinsen an. „Los seh schon zu. Deine Mutter, hat fast die Krise gekriegt, als sie hörte, dass du ohnmächtig geworden bist." „Ohnmächtig? Ach scheiße, jetzt weiß ich wieder....!" Ich versuchte von der Liege auf meine Füße zu rutschen, doch alles in meinem Kopf drehte sich und das blass graue Muster des Teppichs verschwamm vor meinen Augen. Ich schloss die Augen und versuchte halt zu finden, als ich plötzlich einen festen Griff an meinem Arm spürte. „Nein, du wirst jetzt nicht wieder einschlafen, ich hab noch einen Termin." „Oliver lass mich zufrieden, ich brauch nur fünf Minuten. Weißt du eigentlich wie sehr mein Kopf dröhnt?" „Naja, kann nicht schlimmer sein, als du betrunken..." „Jetzt fang nicht wieder damit an!" Fuhr ich ihn, so es mir mit schwere Stimme gelang, an. „Und lass mich los! Ich will mir nur schnell das Gesicht waschen, dann können wir los!" Ich stolperte zum Waschbecken in der anderen Ecke des Raumes und drehte den Wasserhahn an. Ich ließ das Wasser eine Zeit lang ducrh meine Finger rinnen bis ich es mir ins Gesicht spritzte. Ein Schauer durchlief mich. Ich drehte den Hahn ab und stütze mich auf dem Waschbecken auf um in den Spiegel zu blicken. „Ich hab auch schon mal besser ausgesehen!" Oliver lachte laut auf:" Na, und ob, Schwesterlein!" Ich hatte wieder laut gedacht, eine Sache, die ich mir nie hatte abgewöhnen können. Ich griff nach einer der Papierservietten, die neben dem Waschbecken lag und wischte mir damit überŽs Gesicht. Wütend knüllte ich sie zusammen und warf sie in den Papierkorb. Dann drehte ich mich zu ihm um:" Danke für deine aufbauenden Worte. Können wir jetzt gehen. Ich will nach hause!" „Na, da will ich schon seit mindestens einer Viertelstunde hin."

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Nutzer: Laurette
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geschrieben am: 17.06.2002    um 16:12 Uhr   
Wieder grinste er mich so widerlich an. Ich hatte lust ihm eine zu kleben, doch dazu war nicht der richtige Zeitpunkt und ich hatte auch gar keine Kraft dazu. Ich ging zur Tür legte meine Hand auf den Griff, einen Moment starrte ich die Tür an, dann atmete ich tief durch und öffnete sie. Ohne mich noch einmal umzusehen, ob Oliver mir folgen würde ging ich Richtung Ausgang, am Empfang vorbei, raus auf den Parkplatz. Ich ging auf den blauen Polo zu, der unter einer der alten Birken stand. Ich lehnte mich gegenden Wagen und kramte in meiner Jackentasche nach Zigaretten. „Wo sind die Scheißdinger schon wieder hin." Ich zog meine Jacke aus und warf sie auf`s Auto um besser nach ihnen suchen zu können. Fluchend zog ich die Jacke wieder an und drehte mich herum. Oliver hielt mir eine Packung Lucky Strikes vor die Nase: „Suchst du etwa die?" „Gib schon her", fauchte ich ihn an. „Du musst dich jetzt nicht wieder als der große Beschützer und Held aufspielen." „Hier hast du sie." Er zerdrückte die Packung und drückte sie mir dann in die Hand. „Bist du wahnsinnig, das waren meine letzten für diese Woche." Wütend riss ich die Tür des Wagens auf und ließ mich auf den Sitz fallen. Er schlug die Tür hinter mir zu und während ich mich im Beifahrerspiegel betrachtete ging er um den Wagen und stieg ein. Er ließ sich auf den Sitz gleiten zog den Schlüssel aus seiner Hosentasche und startete den Motor. Während wir vom Parkplatz fuhren blickte ich noch einmal hoch zum Fenster von Lena. Sie würde jetzt schlafen, aber sie würde sich nicht beruhigen.

PS: Würde mich über ein paar Meinungen freuen.
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Nutzer: schlau
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geschrieben am: 17.06.2002    um 23:23 Uhr   
vom stil her ganz interssant geschrieben, aber inhaltlich lässt die story den leser doch über weite strecken eher im dunkeln stehen.


(zitat)"Oliver hielt mir eine Packung Lucky Strikes vor die Nase ... ?Du musst dich jetzt nicht wieder als der große Beschützer und Held aufspielen."(/zitat) bei solchen stellen fehlen z.b. zusammenhänge oder weitere ausführungen.

spannend aber als intro für einen fortsetzungsroman.
alle menschen sind gleich. gleich doof, gleich hässlich und gleich beleidigt.
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Nutzer: Laurette
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geschrieben am: 18.06.2002    um 10:18 Uhr   
@ schlau
Dank dir für deine Kritik, aber du hast schon recht, es ist eigentlich mehr als Einführung bzw. Intro für einen größere Geschichte (ich möchte nicht unbedingt Roman sagen) gedacht.

Laurette
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