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Lexikon der vielen Ecken |
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geschrieben am: 27.06.2002 um 12:35 Uhr
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Hier einge gesammelten Euphorismen, bissige Definitionen, treffende Bonmots und charmante Gemeinheiten. Natürlich auch zu ergänzen geeignet:(/zitat)
Heute:
Von A bis Al-:
A:
der Punkt, von dem aus man nach Z kommt.
Aurel Schmidt
Aberglaube:
der Glaube eines anderen.
Hugo Olaerts
Abfindung:
Geld, das man jemandem nachwirft, den man rauswirft.
anonym
Abkürzung:
Oft der schnellste Weg an einen Ort, den man gar nicht aufsuchen wollte.
anonym
Ablenkung:
Der Versuch sich selbst zu begegnen
Ron Kritzfeld
Abrüstungkonferenz:
Die Feuerwehrübung der Brandstifter
John Osborne
Abschied:
Die innigste Form, menschlichen Zusammenseins.
Hans Kudszus
abschminken:
Das Alter auf den neusten Stand bringen
anonym
Abschreiben:
Die Kunst, morgen von dem zum leben, was man heute ausgegeben hat.
anonym
Abstand:
Das einzige, was die Reichen den Armen zubilligen und von ihnen erhalten.
Ambrose Bierce
Abstinenz:
Die Kunst, das nicht zu mögen, was man ohnehin nicht bekommt.
George Thomalla
Adam:
Jener berühmte Mann, der keine Schwiegermutter kannte.
anonym
Adamsapfel:
Hervortretender Schildknorpelam Hals des Mannes, von der Natur vorsorglich angebracht, damit der Strick nicht rutscht.
Ambrose Bierce
Ärger:
Die unfähigkeit, Wut in Aktion umzusetzen.
Wolfgang Herbst
Ahnung
Eine Art Morgenröte, die die noch nicht sichtbare Sonne ankündigt.
anonym
Alkohol:
Der einzige deiner käuflichen Freunde, der auch im tiefsten Unglück so lange zu dir hält, wie du noch ein bißchen Geld bei dir hast.
Markus Hattstein
alle Schuld auf sich nehmen:
Die raffinierteste Art, andere von sich abhängig zu machen.
anonym
alt:
- Ein Mann ist es dann, wenn die Frau, der er zuzwinkert, meint, ihm sei etwas ins Auge geflogen.
anonym
- Man wird es dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft.
John Knittel
- Jeder, der sich nicht mehr bemüht, seine Fehler abzulegen.
Salomon Baer-Oberdorf
Alter:
- Die Lebenperiode, in der wir die Sünden, die wir noch begehen, dadurch wett machen, dass wir jene verabscheuen, die zu begehen wir nicht mehr in der Lage sind.
Ambrose Bierce
- Eine Wunde, in die die Jugend Salz streut.
Ken Kaska
- Die Zeit, wo die Erinnerungen an die Stelle der Hoffnung treten.
Wilhelm Raabe
- Meistens nur eine Ausrede.
Rudolf Rolfs
altern:
- Bis heute die einzige Möglichkeit alt zu werden. Deshalb müssen wir uns damit abfinden.
Daniel Francoise Auber
- Vorgang, in dessen Verlauf die Zukunft sich immer schneller in Vergangenheit verwandelt.
Ron Kritzfeld
Altsein:
Ein herrlich Ding, wenn man nicht verlernt hat, was anfangen heißt.
Martin Buber
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demnächst weiter ab Am-
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geschrieben am: 28.06.2002 um 12:47 Uhr
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| interessante idee und gut zusammengesucht...macht spaß es zu lesen! vor allem, weil ich mich selbst ein wenig darin entdecke und es anregt an sich selbst zu zweifeln... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.06.2002 um 13:13 Uhr
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*grinselt sich mal ne Runde tot*
Pass bloß auf, sonst gibt es hier Tote nach dem Lesen dieses Beitrages, von wegen zu viel gelacht!
Grinselt noch ne Runde weiter ElfeA |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.06.2002 um 19:52 Uhr
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(zitat)
Hier nun also weiter:(/zitat)
Heute:
Von Am- bis Ap-:
Amerika:
- der Erdteil, der ausversehen entdeckt wurde.
anonym
- ein Land, das hundert Religionen hat, aber keine Sauce.
Voltaire
Amme:
Talent im Stillen
anonym
Analphabeten:
Leute, die des Nichtlesens und des Nichtschreibens mächtig sind.
Ralph Boller
anders:
auch nicht besser
Ambrose Bierce
an die Decke gehen:
der denkbar ungeschickteste Versuch, nach oben zu kommen.
anonym
Anerkennung:
eine Pflanze, die vorwiegend auf Gräbern wächst.
Robert Lembke
Anfang:
der wichtigste Teil der Arbeit.
Plato
angeln:
ein großartiger Anschauungsunterricht für die Gleichheit der Menschen - vor den Fischen sind alle Menschen gleich!
anonym
Angst:
- Beweis für Sachkenntnis.
anonym
- die Triebfeder des Krieges.
George Bernard Shaw
anklagen:
die Schuld oder Unwürdigkeit eines anderen beteuern;
gewöhnlich, um uns selber dafür zu rechtfertigen, dass wir ihm unrecht getan haben.
Ambrose Bierce
Anmut:
Ausströhmen innerer Harmonie.
Marie von Ebner-Eschenbach
Anonymus:
der in der gesamten Literatur am häufigsten vorkommende Autor.
anonym
Anpassung:
Die Stärke der Schwachen.
Wolfgang Herbst
Ansehen:
der gute Ruf, den man genießt, weil viele schweigen.
Earl of Chesterfield
Anständigkeit:
Die Verschwörung der Unanständigkeit mit dem Schweigen.
George Bernard Shaw
Anstand:
wie man sich benimmt, wenn man alleine ist.
anonym
ans Ziel gelangen:
am Ende sein.
Ron Kritzfeld
Anteilnahme:
die allseitige Bestätigung der Einsamkeit.
Gottfried Edel
Antipathie:
- Das Gefühl, das einem der Freund eines Freundes einflösst.
Ambrose Bierce
- das Gefühl, das Frauen empfinden, die das Wort Eifersucht vermeiden wolen.
anonym
Apathie:
Das Verhältnis zum Verhältnis nach dem Verhältnis
anonym
Aphorismus:
das Kleinste mögliche Ganze
Robert Musil
ein guter Aphorismus:
- die Weisheit eines ganzen Buches in einem einzigen Satz.
Theodor Fontane
- ein Universum im Wassertropfen
Martin Kessel
Aphorismen:
- Hobelspäne vom Baum der Erkenntnis
Hanns-Hermann Kersten
- die Schlüsselsätze von Texten, die nicht geschrieben wurden.
Gabriel Laub
- vollendete Sätze
Hans-Horst Skupy
- Randbemerkungen, die es zu was gebracht haben.
Wolfram Weidner
aphoristisch denken:
der Versuch, der Unvollkommenheit gedanklicher Perfektion zu entgehen.
Hans Kasper
Appetit:
die Luxusausgabe des Hungers.
Anita Daniel
Applaus:
- Manifestation des Dankes, dass die Rede (das Musikstück) endlich zu ende ist.
anonym
- Donner nach Geistesblitz
Ron Kritzfeld
- Rauschmittel, unter dessen Einwirkung sich Politiker zu den seltsamsten Erklärungen verleiten lassen.
Ron Kritzfeld
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demnächst weiter ab Ar-
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Geändert am 29.06.2002 um 19:53 Uhr von Vile |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.06.2002 um 00:00 Uhr
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*setzt sich in den thread, entzündet ein lagerfeuer und stellt sich auf viel geduld ein, weil die worte, auf die sie wartet, mit buchstaben beginnen, die verdammt weit hinten im alphabet liegen*
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