| "Autor" |
Ein sehr sommerlanges Wunder |
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geschrieben am: 29.06.2002 um 22:08 Uhr
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Mit der ersten Sommersonne
fiel ein Schneemann auf die Welt.
Hat sich just aus heitrem Himmel
der schönen Sonne vorgestellt.
Die Sonne – heiß – fing an zu strahlen
und begann sich auszumalen,
wie die weiße Schneemannshaut
ausschaut, wenn sie aufgetaut.
Das Sommerwunder Schneemann lachte
verliebt zurück ins Firmament,
obgleich er gleichsam daran dachte:
Geht mir das gut, wenn ich so brenn?
So sann der schlaue Schneemann scharf:
Wir sehen uns besser nur zur Nacht!
Mithin wurd‘ gleich der Sonne klar,
daß dieser Freund kein ew’ger war.
„Ich lass mich doch bei dir nicht blicken
zu dieser Zeit und nur zum F..ernsehen!
Das würde niemand gern sehen.“
Man hörte Kohlenstückchen klicken.
Es ist doch klar und zu verstehen:
Der Schneemann braucht die Contenance.
Die Sonne kann nicht mit ihm gehen,
denn die Natur braucht die Balance.
Und doch verwirrt das sich‘re Ende:
Denn erst zur Wintersonnenwende,
als eisÂ’ge Winde Wolken bliesen,
da schmolz er hin – sie musste niesen.
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