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Brechende Zweige |
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geschrieben am: 16.07.2002 um 09:26 Uhr
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Durch und durch gefroren sind Zweige,
wie Wälder gänzlich aus Eis.
Und knirschend zerbrechen die Äste
unter der Last ganz aus Weiß.
Spiegelglatt liegen die Seen danieder,
doch sind sie milchig und blind.
Man findet keinen Traum mehr darin,
an Ufern kein spielendes Kind.
Die verbrannten Wüsten aus Beton
eingeschläfert, starr und kalt.
Die Laute sind leise und gedämpft
von fallendem Schnee verhallt.
Und zusammengekauert ruhen Reste
einer alten, sterbenden Zeit,
in ihren Winkeln eine Decke von
kristallisierter Asche aus Leid.
Wem soll ich diese Kälte schenken,
der letzte Winter in der Welt,
die Waffen streckt der letzte Ritter,
sinnverlorn der letzte Held...
Edits: hat es schon wieder getan mit dem formatieren.... Geändert am 16.07.2002 um 09:30 Uhr von Engelsfall Geändert am 16.07.2002 um 11:06 Uhr von Engelsfall Geändert am 16.07.2002 um 11:08 Uhr von Engelsfall |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.07.2002 um 11:19 Uhr
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Bin wie immer schwer begeistert [& zudem noch neidisch auf Deine Schreibkuenste].
Besonders gefallen mir diese Zeilen:
(zitat)Und zusammengekauert ruhen Reste
einer alten, sterbenden Zeit,(/zitat)
Lieben Gruss
Sery/teArs. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.07.2002 um 19:01 Uhr
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wunderschön !!
gruß
trivi |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.07.2002 um 19:24 Uhr
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wie immer wunderschön mein Engel, naja eigentlich ein wenig schöner sogar ;)
Schatten. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 16.07.2002 um 20:19 Uhr
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Gefällt mir. Irgendwie vermischt sich Dein Gedicht in meinem
Kopf mit den Bildern der "Schneekönigin" von H.C. Andersen.
Gruss Lama |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.07.2002 um 06:40 Uhr
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(zitat)
Durch und durch gefroren sind Zweige,
wie Wälder gänzlich aus Eis.
Und knirschend zerbrechen die Äste
unter der Last ganz aus Weiß.
Spiegelglatt liegen die Seen danieder,
doch sind sie milchig und blind.
Man findet keinen Traum mehr darin,
an Ufern kein spielendes Kind.
Die verbrannten Wüsten aus Beton
eingeschläfert, starr und kalt.
Die Laute sind leise und gedämpft
von fallendem Schnee verhallt.
Und zusammengekauert ruhen Reste
einer alten, sterbenden Zeit,
in ihren Winkeln eine Decke von
kristallisierter Asche aus Leid.
Wem soll ich diese Kälte schenken,
der letzte Winter in der Welt,
die Waffen streckt der letzte Ritter,
sinnverlorn der letzte Held...(/zitat)
An diese Stelle - eigentlich wollte ich das oben nachreichen, aber ich hab eh schon so viel im Original editiert :-) - gehört noch, daß der Text inspiriert wurde durch: Goethes Erben und Peter Heppner - Glasgarten. Wer das Lied kennt, kann sich vorstellen, was ich bei den ersten vier Strophen gefühlt habe. Auch ist es immer noch nicht so, wie ich es haben will, aber es muß wohl erst noch eine Weile ruhen bleiben, bevor ich es noch einmal überarbeite bzw neu schreibe, je nachdem. Die Zeile: "Wem soll ich diese Kälte schenken" habe ich eins zu eins aus dem Lied übernommen, weil genau die es war, die das Gefühl in mir zum Klingen brachte. Mögen die Urheber mir verzeihen :-).
Die "Schneekönigin" ist eine Geschichte, die ich im Original (noch) nie gelesen habe, die mich aber ähnlich wie der Rattenfänger - wobei da ein Original sowieso etwas schwammig wäre, weil ich da ohnenhin nur die Volksmärchenfassung kenne - immer fasziniert hat. Tatsächlich ist die Herzenskälte, um die es in der "Schneekönigin" geht, und jene, von welcher ich schreibe, fast dieselbe. Im Grunde gibt es wohl nicht einmal wirklich einen Unterschied, nur hebe ich eine andere Facette deutlicher hervor. Schließlich kann große Kälte zwar nicht nur betäuben, sondern auch erfrieren - aber sie kann durch das Betäuben auch Schmerzen nehmen und verhindern, daß man an diesen Schmerzen verrückt wird. Sich dann wieder aufzuwärmen, gehört zum Heilungsprozeß dazu. Weiter schreib ich dazu hier aber nicht, denn sonst wird der Beitrag für meinen anderen Thread nie fertig grinst.
Liebe Grüße
Engel-sfall
Edit: NEIN, keine Formatierungen! Nur fehlende Worte, Buchstaben etc.... :-)
Geändert am 17.07.2002 um 06:42 Uhr von Engelsfall |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.07.2002 um 08:19 Uhr
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..ein wenig musste ich schmunzeln.
Dreissig Grad Aussentemperatur, strahlender Sonnenschein.
*Linné, der im hohen Norden durchaus weiss, was Winter ist* |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 17.07.2002 um 08:58 Uhr
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etwas giftig, aber innerlich grinsend, gen linné späht
jaja, mach dich nur lustig, ich brauch sowas grinst.
aber so ein titel wie "zerbrechende herzen" oder "seelenwinter" wäre mir zu kitschig bzw. zu abgegriffen :-)
und sag das mit den 30 grad net zu laut, sonst schick ich dir n regenmacher vorbei
winkt und huscht dann schnell davon, bevor für den regenmacher erschlagen wird
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