| "Autor" |
Vergewaltigt |
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geschrieben am: 16.07.2002 um 16:49 Uhr
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Sie stand nackt vor dem Spiegel im Badezimmer ihrer kleinen Wohnung. Um sie herum bildete sich eine Pfütze. Sie war triefnass und mit Blutergüssen übersäht. Eine Träne verließ ihr Auge. Sie schluchzte auf. "Es war meine Schuld", dachte sie und drehte sich weg, unfähig sich nochmals anzusehen. "Es war ganz bestimmt meine Schuld!", sie biss sich auf die Lippen. Dass sie bluteten, merkte sie gar nicht. "Ich hätte keinen Rock anziehen dürfen." Sie ging abermals unter die Dusche und wusch sich ausführlich - vor allem im Schambereich.
"Aber ich sagte doch, ich will das nicht", flüsterte sie wimmernd vor sich hin. "Er dachte wahrscheinlich, ich meinte das nicht ernst, denn schließlich trug ich ein bauchfreies Top." Sie schaltete das Wasser ab, stieg aus der Dusche und stolperte, sich einen Bademantel überziehend, in die Küche.
Sie weinte, als sie ihren Abschiedsbrief formulierte: "Es tut mir leid, doch ich kann nicht anders. Ich habe Schande über mich und meine Familie gebracht. Ich hoffe, ihr werdet mir eines Tages verzeihen können!"
Sie dachte wieder an den Mann, der ihr das angetan hatte, sie sah in aller Deutlichkeit die hasserfüllten Augen. Sie wischte sich die Tränen weg und griff zum Messer...
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