| "Autor" |
deine einzige suende |
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geschrieben am: 22.12.2002 um 20:33 Uhr
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heimliche geliebte
bittersueßer schmerz
warum bist du nicht bei mir? warum
surrt der kuehlschrank wie eh und jeh. und weh. warum
fließt der ausgeschuettete tee trotzdem munter auf den
fußboden, wie vergossenes blut.
niemand leidet mehr als
die morschen dielen, welche das graue gebraeu
schlucken muessen, gierig einsaugen.
eingesaugt habe auch ich – dein herz.
denn du hast es mir ausgeschuettet wie tee.
ich bin die heimliche geliebte, deine einzge suende.
niemand kennt dich besser als ich.
deine augen, deine haende, dein
pochendes herz, deine
perversen phantasien.
lass mich nicht teilhaben an deinem leben –
ich wuerde es zerstoeren.
aber lass mich teilhaben an deiner liebe,
die kaum sichtbar hinter
den aufgerissenen pupillen lauert, den gruenen.
toxisches lid voll anmut, voll stolz, voll blauer aederchen.
Ich gehoere dir, du hast mich gefangen.
eingewickelt in dein netz wie eine spinne.
fingernaegel zerfurchen das kohlenmonoxyd.
leukozyten bahnen sich stetig ihren weg.
das wissen darum tut weh, und dennoch –
es ist das schoenste gefuehl der welt. diese macht, die begierde!
ja, du hast vor gott ein geheimnis.
es hat sich heimlich angeheimelt und es sich heimelig gemacht,
dort, wo es unheimlich ist.
~ Rhia 14.12.02 ~
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.01.2003 um 18:35 Uhr
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Oha, welch Ironie, ein solches Werk an einem solchen (für mich bedeutsamen) Tag geschrieben - und ich find es jetzt erst.
Wie gut, daß ich meine Geheimnisse bereits erkannte... wenn nicht, wäre dies hier eine Warnung für mich gewesen, wenngleich meine Geheimnisse ganz anderer Art sind.
Ich dank Dir für dieses Geschenk, Rhia, auch wenn Du es nicht für mich geschrieben hast - dadurch, daß es hier steht, hast Dus mit mir geteilt.
Auf bald
Engel
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| "Autor" |
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geschrieben am: 04.01.2003 um 20:41 Uhr
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nichts sagen kann...
Ich hab irgendwien Kloß im Hals...
leicht blinzelt
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| "Autor" |
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geschrieben am: 05.01.2003 um 01:36 Uhr
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das gedicht ist schoen&gut,
nur mich stoert diese umlaut-schreibweise :-(...
xxx |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.01.2003 um 20:39 Uhr
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jetzt packt mich die neugier, engel.
wenn es dir etwas ausmacht, mir den grund für deine überschwengliche freude zu nennen, ist es ok, aber interessieren würd mich schon, was ich dir da geschenkt habe. ???
tut mir leid, nandris. wenn es dir sehr unangenehm ist, werde ich es in zukunft unterlassen, jedoch fidne ich, dass die worte dadurch wundervoll abstrahiert klingen.
falls du dies sagst, weil du denkst, ich hätte es bei dir abgeguckt - das ist tatsächlich so. der effekt ist so wunderbar.
Rhia |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.01.2003 um 21:50 Uhr
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rhia,
ich habe gewisse dinge nicht fuer mich gepachtet,
aber ich kann es dennoch nicht leiden, wenn ich
das gefuehl haben muss, in dieser oder jener hin-
sicht »nachgeaefft« zu werden.
nichts gegen dich!
xxx |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.01.2003 um 09:21 Uhr
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Hu, nein es macht mir nichts aus, es Dir zu sagen, nur muß ich warnen, daß es wieder eine innerlich-philosophische Suche weitab von dem betrifft, was wohl die meisten Menschen als real bezeichnen, denn ich neige dazu, dort auf festem Boden zu stehen, wo gar keiner ist. Dafür scheuerte mir der wirklich feste Boden dann oft die Haut auf, wenn ich ihn nur sacht berührte, aber was soll ich sagen, ich bin stärker geworden.
Ich hatte Geburtstag an diesem Tag, an dem Du das geschrieben hast. Und ich hab einen großen Kampf geführt - nicht gegen, sondern gemeinsam mit einem Menschen, den ich dennoch besiegen mußte. Dessen Zweifel ich besiegen mußte, owbohl ich selbst voller Zweifel war. Ich mußte an diesem Tag so ziemlich jede einzelne meiner Schwächen überwinden, die Sehnsucht zur Dunkelheit, das Nicht-Handeln, die Zweifel, die überschwengliche Emotionalität einer nicht kontrollierten Empathie, die Erschöpfung, die man hat, wenn man sich zu sehr der Dunkelheit/dem Bösen anvertraut. (Dunkelheit und das Böse sind ja nicht dasselbe, aber das ist ein anderes Thema, auszehren kann beides).
An diesem Tag ist es mir unter großem Kraftaufwand gelungen, alles zu besiegen, was sich mir in den Weg stellte... ich wußte ja auch, was ich erreichen wollte. Hätte ich es nicht gewußt, hätte Dein Werk mich dazu gebracht, es herauszufinden, denn dazu ist zu sagen: ich wußte es nicht klar. Es kristallisierte sich im Laufe meiner Bemühungen heraus.
Somit haben diese von Dir verfaßten Worte mein Herz sehr berührt, und allein das ist für mich ein großes Geschenk, vielleicht das größte, denn in einer Zeit, wo es so viele Dinge gibt, die man gar nicht alle aufnehmen kann, ist es selten geworden, daß ein Herz berührt wird... meistens läßt man sich ja gar nicht drauf ein.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.01.2003 um 21:47 Uhr
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alles gute nachträglich zum geburtstag, sweetheart!!
Rhia |
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