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Spiel der Stille

Nutzer: Leviathena
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Anzahl Nachrichten: 79

geschrieben am: 23.07.2002    um 14:10 Uhr   
Sitze am Strand, meine Füße im nasskalten Sand vergraben,
wiedermal erkannt, dass nichtmal ich über Zweifel erhaben.

Um mich herum ein tosendes Meer aus Schweigen,
die Brandung wird mir das Flüstern meiner Seele zeigen.

Meinen Körper beginnt zu frösteln, es weht ein eiskalter Wind,
ich wünschte, dass meine Gefühle tief unten am Meeresgrund sind.

Kalte Schauer fahren über meinen gekrümmten Rücken,
ich möchte nur noch abtauchen, mich aus dieser Welt verdrücken.

Die schäumende Flut trägt das Wasser immer näher an mich heran,
ich rege mich nicht, hab mit Gegenwehr schon zuviel Zeit vertan.

Die fordernden Wellen umspielen sanft meine Beine,
ich weiß nicht was tun, komm nicht mit mir ins Reine.

Das Wasser klettert unaufhaltsam weiter an mir hinauf,
bin ganz benommen, geb den sinnlosen Kampf schließlich auf.

Lass mich vom Spiel der Wogen hinwegtragen,
ich weiß es bedeutet Dir nichts, mir nicht Lebwohl zu sagen.

Keine trotzige Bewegung von mir stört diese beruhigende Idylle,
ich sinke immer tiefer hinab und genieße die langersehnte Stille.

Um mich herum nur noch Wasser und Gedankenlosigkeit
ich lasse mich ganz tief in mich fallen, bin zu allem bereit.

Die Wellen wiegen mich sanft in den ewigen Schlaf,
das Schaukeln ein Versprechen, das ich mich nun endlich ausruhen darf.

Ganz ruhig lass ich mich von ihnen davontragen,
ich muss nicht mehr erklären, muss nichts mehr sagen.

Wieder spüre ich dieses wohlbekannte Verlangen,
kein Gefühl mehr für Dich, keine Angst mehr und kein Bangen.

Es ist nicht mehr der Wunsch wieder bei dir zu sein,
sondern ein Wunsch erfüllt von mir und für mich ganz allein.

Den Drang das verlockende Spiel des Meeres ohne Gegenwehr zu wagen,
verlieh mir die unbändige Sehnsucht danach, die Stille für immer in mir zu tragen...


Levi dies schon vor langem geschrieben hat


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Nutzer: Gast_BlueLama
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Anzahl Nachrichten: 2767

geschrieben am: 27.07.2002    um 02:42 Uhr   
das finde ich schön. es gefällt mir bis auf:

(zitat)Die Wellen wiegen mich sanft in den ewigen Schlaf,
das Schaukeln ein Versprechen, das ich mich nun endlich ausruhen darf. (/zitat)

bei "das" nach dem versprechen fehlt ein s. schlaf<=>darf ist ein unsauberer endreim.

lieber gruss

Lama
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