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Zeit zu gehen |
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geschrieben am: 27.07.2002 um 16:49 Uhr
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Nimm Abschied von der Welt,
vergieß eine letzte bittere Träne.
Du schaust mir in die Augen,
ich lächele dir zu.
Dein Mund öffnet sich in stummem Bitten,
doch hast du meine Ohren taub gemacht.
Es wir Zeit zu gehen, mein Engel,
lange genug berührten nackte Füße die Erde.
Dein Gang war weich,
sanft wie der Flügelschlag eines zarten Schmetterlings.
Trotzdem sahst du nicht die Raupe,
die vor dir dort kroch.
Vergessen wolltest du mich,
verstoßen, die Vergangenheit hinter dir lassen.
Doch leben muss man mit der Geschichte,
erst dann wird man dem Leben gerecht.
Und hier bin ich, deine Vergangenheit,
verweigere dir das Vergessen.
Alles habe ich dir gegeben,
mein Herz, meinen Verstand.
Du hast es lächelnd genommen,
es in dich gesaugt.
Und jetzt, wo ich deine warmen Hände,
deine sanften Lippen
und deinen klaren Verstand brauchte,
wandtest du dich ab.
Die letzte Träne fließt,
das kalte Heft hat längst dein Herz erreicht.
Ich betrachte dich dumpf,
selbst erkaltet.
Alles habe ich dir gegeben,
dafür durfte ich dein Leben stehlen.
Die Vergangenheit kehrt immer wieder.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.07.2002 um 17:04 Uhr
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Zeit zu gehÂ’n
Wenn Freunde nicht mehr sind
Was sie einmal waren
Wenn sie Dir nichts mehr geben
Vergiß ihre Namen
Lieber Haß als gespielte Liebe
Ist alles, was wir fühlen
Eine Lüge
Es wird Zeit zu gehÂ’n
Zu gehÂ’n
Zu gehÂ’n
Zu gehÂ’n
Es wird Zeit zu gehÂ’n
Zu gehÂ’n
Zu gehÂ’n
Zu gehÂ’n
Kommst Du mit mir
Oder bleibst Du stehÂ’n
Trittst Du weiter auf der Stelle
Oder beginnst Du zu sehÂ’n
Wenn ich nicht weiter weiß
Hilft nur nur noch eins
Die Flucht nach vorne
Du weißt was das heißt
BringÂ’ mich weg von hier
Ich will ins Licht
Ans Ende dieser Welt
Ganz egal wo das ist
©böhse onkelz |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.07.2002 um 17:14 Uhr
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| Klingt prima. Muss ein schönes Ende sein. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.07.2002 um 17:32 Uhr
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"Ein Lied"
Hinter meinen Augen stehen Wasser,
Die muß ich alle weinen.
Immer möchte ich auffliegen,
Mit den Zugvögeln fort;
Buntatmen mit den Winden
In der großen Luft.
O ich bin so traurig - - - -
Das Gesicht im Mond weiß es.
Drum ist viel samtne Andacht
Und nahender Frühmorgen um mich.
Als an deinem steinernden Herzen
Meine Flügel brachen,
Fielen die Amseln wie Trauerrosen
Hoch vom blauen Gebüsch.
Alles verhaltene Gezwitscher
Will wieder jubeln,
Und ich möchte auffliegen
Mit den Zugvögeln fort.
Else Lasker-Schüler |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.07.2002 um 17:41 Uhr
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erstmal dickes lob an dilemma.. echt super..
du sprichst mir irgendwie aus der seele...
wunderschön..gefälllt mir.. klase |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.07.2002 um 21:38 Uhr
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@Lea Lih: Wunderschön...Else Lasker Schüler scgreibt sowieso wunderbare Gedichte. Falls ich noch eine Empfehlung gebe kann: Georg Trakl und Erich Fried, klasse Dichter.
@Schattenzauber rotwerdz Danke für das dicke Kompliment. Ich würde ja gerne sagen, dass ich es gut finde, wenn ich dir aus der Seele spreche, aber eigentlich ist das Thema und das damit verbundene Gefühl nicht zum lachen. Trotzdem danke :). Und: die Zukunft hält immer Gutes bereit. ich spreche aus Erfahrung lächelz. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 28.07.2002 um 23:26 Uhr
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uiuiui mauserl das is aber schön geschrieben!
und wiel das schreiben nich will gibts auch nur das von mir *ggg*
drückt die süsse gaaaaaannnzzzzzzz feste
mine |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.07.2002 um 09:10 Uhr
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Wunderschön geschrieben alle Achtung |
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!
Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird
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| "Autor" |
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geschrieben am: 29.07.2002 um 10:10 Uhr
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| Danke Dir Dilemma, freut mich, dass es Dir gefällt. Die beiden anderen Dichter, die Du genannt hast, kenne ich..und ich gebe Dir Recht, es sind klasse Dichter. Wünsche Dir noch einen schönen Tag :-) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.07.2002 um 19:53 Uhr
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@Minensie: greatknülling ;) Hab dich lieb, jawohl..hab ich dir das schon mal gesagt?? :) Schreibblockade, was? Hm, geht mir in neuneinhalb von zehn Stunden so gg
@nightrose: Dankeschön :)
Lea Lih: Find ich ja genial, dass du gleich beide Dichter kennst. Das ist bei den wenigsten der Fall. Und sowieso kommt Lyrik heutzutage viiieeel zu kurz ;). Dir auch noch einen schönen Tag! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 30.07.2002 um 21:59 Uhr
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Ferstl gefällt mir etwas besser *g
Widerstand (Ernst Ferstl)
Denen das Fürchten lernen,
die uns Angst einjagen wollen.
Denen einen Tritt
in den Hintern versetzen,
die uns die Schuld
in die Schuhe schieben wollen.
Mit denen ein Hühnchen rupfen,
die uns als Stimmvieh
missbrauchen wollen.
Denen einen Baum aufstellen,
die unsere Umwelt
aus Profitgier zerstören.
Denen das Wort abschneiden,
die uns mit Versprechungen
abspeisen wollen.
Denen einen Strich
durch die Rechnung machen,
die uns für dumm
verkaufen wollen.
Lieben Gruß Lea ;-)
Geändert am 30.07.2002 um 22:25 Uhr von Lea_Lih |
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