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geschrieben am: 08.08.2002 um 13:13 Uhr
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Für den, der Kinder gerne hat,
gibt es noch einen guten Rat -
der wäre: lasst sie niemals an
den Fernseh-Flimmerkasten ran.
(Am besten wär`s, in allen Fällen
den Kasten gar nicht aufzustellen)
Doch vielleicht achtet man nicht drauf
und lässt den Dingen ihren Lauf:
der halbe Tag, die halbe Nacht
wird vor dem Bildschirm zugebracht.
Natürlich zieht es jede Kinder
zu jeder Art von Bildgeflimmer.
Wenn sich nur irgendwas bewegt,
schon sind sie davon angeregt
und sind bereit sich voll Vertrauen,
den größten Blödsinn anzuschauen.
Es schaut das Kind, es starrt und stiert
und ist schon ganz hypnotisiert.-
Es treten- viel scheint nicht zu fehlen-
ihm fast die Augen aus den Höhlen.
O ja, dann sind sie "brav" und "nett",
sie klettern nicht aufs Fensterbrett
und streiten nicht und sind nicht wild-
sie starren unverwandt aufs Bild.
Da kann Mama die Haushaltssachen,
in aller Ruhe fertig machen
und kann die freie Zeit benutzen
zum Tellerwaschen, Schuheputzen ...
Doch habt ihr jemals Recht bedacht,
was das aus euren Kindern macht?
Die Sinne nehmen schweren schaden,
und der Verstand wird überladen.
Die Phantasie wird nicht geübt,
die Kraft zu denken wird getrübt,
und schliesslich wird der Kinderkopf,
mit lauter Plunder vollgestopft!
Was wird, so könnte man sich da fragen,
denn aber dafür vorgeschlagen?
Mal angenommen es gelingt,
das man das Ding zurseite bringt,
damit das Kind nicht mehr vernsehn kann-
womit beschäftigen wir es dann?
Die Antwort will uns leicht erscheinen:
Was machten sie denn sonst die kleinen?
Was hiellt sie damals denn auf Trab,
als es das Fernehn noch nicht gab?
Ihr habts vergessen? Wisst`s nicht mehr?
Dann hört nocheinmal alle her:
Sie lasen nämlich, ja sie lasen!
Von Rittern auf dem grünen Rasen,
von Drachen, Königen und Elfen,
von Bärenjägern und von Wölfen.,
von Schmugglern die mit schweren Schätzen,
bei Nacht durch dunkle Wälder hetzen,
von Kapitänen, Segelschiffen,
von Inseln und Korallenriffen,
von Riesenheien, Riesenwalen
und fürchterlichen Kannibalen ...
So war das - früher gab es immer
viel Bücher in dem Kinderzimmer,
am Boden und im Kinderbett
und oben auf dem Bücherbrett.
Die kleinen hatten ihre Märchen
vom Osterhasen und vom Bärchen,
vom Hans im Glück, der Vogelschule
und von der grauen Regenjule,
vom Tischleindeckdich und vom Mond,
vom Schloß, in dem Dornröschen wohnt,
vom Ruprecht und vom Nickolaus,
vom Onkel Fuchs und Tante Maus.
Wie wusste man in früherer Zeit
in Märchenbüchern gut bescheid.
Nehmt unsern Rat! Es ist am besten
ihr trennt euch von den Flimmerkästen,
und an der Stelle gleich darauf,
baut ihr ein Bücherregal auf.
Verzichtet auf die bösen blicke,
Revolver, Messer, Ketten, Stricke,
das Schreien, Stöhnen und das Schießen-
bald wird das Kind sich neu entschließen,
die alten Dinge abzustreifen,
und nach einem Buch zugreifen.
Und hat es damit erst begonnen
haben wir schon halb gewonnen:
Es wird von sich aus interessiert-
was dann allmählich dazu führt,
das es die neue Welt entdeckt,
die in den schönen Büchern steckt.
Es lernt und staunt und ändert sich-
kaum ist ihm mehr erinnerlich,
wie`s damals seine Zeit verlor
vor dem verrückten Flimmerrohr.
aus Charlie und die Schokoladenfabrik (total süßes buch ;-) )
sHIT hAPPENS
Rob Geändert am 08.08.2002 um 13:14 Uhr von Robin_Hood Geändert am 12.08.2002 um 19:12 Uhr von Robin_Hood |
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