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zeilen, die mir was bedeuten |
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geschrieben am: 13.08.2002 um 10:17 Uhr
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Die Pistole, die ich mir an die Schläfe hielt,
war mit Scheiße geladen.
Ich schoss mir die Welt durch den Kopf.
Wolfgang Bächler Geändert am 13.08.2002 um 10:18 Uhr von weißeKatze |
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geschrieben am: 13.08.2002 um 11:18 Uhr
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Der Brandherd
Es gibt so viele Gründe,
alles beim Alten zu lassen,
und nur einen einzigen
doch endlich etwas zu verändern!
Du hältst es einfach nicht
mehr aus!
Hans-Carl Flemming
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geschrieben am: 13.08.2002 um 13:37 Uhr
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Alles Menschliche will Dauer-
Gott will Verwandlung.
(ricarda huch) |
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geschrieben am: 13.08.2002 um 14:38 Uhr
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Ich.
Sklaverei ertrag ich nicht
Ich bin immer ich
Will mich irgend etwas beugen
Lieber breche ich.
Kommt des Schicksals Härte
Oder Menschenmacht
Hier, so bin ich und so bleib ich
Und so bleib ich bis zur letzten Kraft.
Darum bin ich stets nur eines
Ich bin immer ich
Steige ich, so steig ich hoch
Falle ich, so fall ich ganz.
Ingeborg Bachmann
hallo uwe, schön dich zu lesen! |
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geschrieben am: 14.08.2002 um 11:28 Uhr
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Entfremdung
In den Bäumen kann ich keine Bäume mehr sehen.
Die Äste haben nicht die Blätter,
die sie in den Wind halten.
Die Früchte sind süß, aber ohne Liebe.
Sie sättigen nicht einmal.
Was soll nur werden?
Vor meinen Augen flieht der Wald,
vor meinem Ohr schließen die Vögel den Mund,
für mich wird keine Wiese zum Bett.
Ich bin satt vor der Zeit
Und hungre nach ihr.
Was soll nur werden?
Auf den Bergen werden nachts die Feuer brennen.
Soll ich mich aufmachen, mich allem wieder nähern?
Ich kann in keinem Weg mehr einen Weg sehen.
Ingeborg Bachmann
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geschrieben am: 14.08.2002 um 12:39 Uhr
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Das Vertrauen,das wir zu uns selbst
haben, bewirkt den grössten Teil des
Vertrauens, das wir in andere setzen.
(La Rochefoucauld)
...dito, weisse katze |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.08.2002 um 09:49 Uhr
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Fäden
Ich liebe Regen.
Der Regen näht Himmel
und Erde zusammen.
Doch Blitze reißen
die Naht wieder auf.
Vergebens versuch ich
den Saum des Himmels
zu fassen, zu halten.
Mir rinnen nur Fäden
über die offene Hand.
Wolfgang Bächler |
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geschrieben am: 15.08.2002 um 19:11 Uhr
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| "Autor" |
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geschrieben am: 15.08.2002 um 19:16 Uhr
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huebsch, w.baechler kannte ich noch nicht :-)
weisst du, woher das erste zitat stammt? das [nachfolgende] gedicht gefaellt mir weniger, aber der anfang klingt verheissungsvoll. |
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geschrieben am: 15.08.2002 um 20:24 Uhr
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| die ersten zeilen hatte ich auch schon irgendwo zitiert, aber mittlerweile habe ich eine klEinE aversion gegen sie entwickelt. |
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geschrieben am: 16.08.2002 um 09:33 Uhr
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ich glaube, das erste zitat steht für sich. ich glaube nicht, das es irgendwo raus ist...
Mit leichtem Gepäck
Gewöhn dich nicht.
Du darfst dich nicht gewöhnen.
Eine Rose ist eine Rose.
Aber ein Heim
ist kein Heim.
Sag dem Schoßhund Gegenstand ab,
der dich anwedelt
aus den Schaufenstern.
Er irrt. Du
riechst nicht nach Bleiben.
Ein Löffel ist besser als zwei.
Du darfst einen haben.
Häng ihn dir um den Hals,
denn mit der Hand
schöpft sich das Heiße zu schwer.
Es liefe der Zucker dir durch die Finger
wie der Trost,
wie der Wunsch,
an dem Tag,
da er dein wird.
Du darfst einen Löffel haben,
eine Rose,
vielleicht ein Herz
und, vielleicht,
ein Grab.
Hilde Domin
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geschrieben am: 20.08.2002 um 13:59 Uhr
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Bin aus keiner Erfahrung klug geworden
starb an keinem mir zugedachten Tod
behielt diesen grausamen Hunger
diesen verzehrenden Durst
gewann nichts als Ungeduld
verscherzte jede Zuneigung
stellte die bloßen Füße
auf verbotenes Terrain
hockte an den Mauern und wartete drauf
dass sie weichen würden
anstatt die kleinen Waffen zu schmieden
anstatt zu hüpfen von Stein zu Stein
und den Bauch zu spüren
den Sand zwischen den Zehen
den weichen Sand
und das offene Meer
Iren Baumann
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geschrieben am: 23.08.2002 um 13:55 Uhr
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Was ich habe, will ich nicht verlieren,
aber wo ich bin, will ich nicht bleiben,
aber die ich liebe, will ich nicht verlassen,
aber die ich kenne, will ich nicht mehr sehen,
aber wo ich lebe, da will ich nicht sterben,
aber wo ich sterbe, da will ich nicht hin:
Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin.
Thomas Brasch
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.08.2002 um 14:46 Uhr
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Irgendeiner
Ich bin irgendeiner -
aber manchmal
bin ich einer von den Krügen,
in die all die vielen Tränen fließen
aus den Augen dieser Welt.
Manchmal bin ich
eines von den Feuern,
die sich von den Sehnsüchten ernähren
aus den Herzen dieser Welt.
Manchmal bin ich
einer von den Mündern,
woraus die Gelächter kommen müssen
auf die Dummheit dieser Welt.
Manchmal bin ich es und spüre,
wie die Tränen in mich rinnen,
wie die Feuer in mir brennen,
wie mich die Gelächter beißen,
und ich sitze schweigend da.
Ausgetrocknet von zuvielen Tränen,
eingefroren von zuvielen Feuern,
narrentraurig von zu viel Gelächter,
lässt mich mein Gesicht allein.
Heinz Kahlau
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.08.2002 um 12:07 Uhr
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Morgendämmerung
Wenn die Dämmerung durch die Vorhänge sickert,
zünden die letzten Gedanken auf
und erlöschen,
bevor sie ausgeleuchtet sind.
Nun wird mir gleichgültig,
was mich die Nacht durch gequält hat,
gleichgültig, dass ich nicht schlafen konnte,
gleichgültig, dass ich allein bin,
wo ich bin, wer ich bin, dass ich bin.
Die Schwärze zerfließt,
Bett, Bücher und Bilder schweben.
Alles verwischt und vermischt sich,
gestern, heute, morgen,
alles recht oder falsch,
wie es war, wie es kommt,
alles gleich gültig,
alles gleich ungültig.
Jetzt kann ich schlafen.
Wolfgang Bächler Geändert am 27.08.2002 um 17:26 Uhr von weißeKatze Geändert am 27.08.2002 um 17:50 Uhr von weißeKatze |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.09.2002 um 12:50 Uhr
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Zu guter Letzt
Als Kind wusste ich:
Jeder Schmetterling
den ich rette
jede Schnecke
und jede Spinne
und jede Mücke
jeder Ohrwurm
und jeder Regenwurm
wird kommen und weinen
wenn ich begraben werde
Einmal von mir gerettet
muss keines mehr sterben
Alle werden sie kommen
zu meinem Begräbnis
Als ich dann groß wurde
erkannte ich:
Das ist Unsinn
Keines wird kommen
ich überlebe sie alle
Jetzt im Alter
frage ich: Wenn ich sie aber
rette bis ganz zuletzt
kommen vielleicht doch zwei oder drei?
Erich Fried
weißekatze, die nun für längere zeit verschwindet (aus i-net-technischen gründen) |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.09.2002 um 13:07 Uhr
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..wir sehen uns
fratz |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 02.10.2002 um 00:36 Uhr
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Hallo...
mag nicht lang daherreden
also,nimm nicht so lange eine ausszeit!!
...lese deine worte
denk darüber nach
es gibt nicht viele, die sich vom
konsum vom wahren leben ablenken lassen
uwe
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