| "Autor" |
>Bosheit< |
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geschrieben am: 13.08.2002 um 11:49 Uhr
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Schon früh wusste ich dass es existierte und dass es stark war.
die vernunft um mich herum, in form von kinderbüchern und erwachsenen versuchte, mir meine gewissheit zu nehmen.
"so ist es doch in wirklichkeit nie", sagten sie.
ich wusste, das war eine lüge, denn ich kannte das märchen von hänsel und gretel.
überall siegt die bosheit, auch wenn man behauptete, es sei zum wohle des guten geschehen.
bosheit trieb die kleinen kinder in den wald, bosheit mästete hänsel und heizte den ofen, aber gretel war die boshafteste von allen, denn sie war die mörderin.
solche märchen jagen mir keinen schrecken ein.
das, was man gut kennt, fürchtet man nicht.
so habe ich einen vorsprung im leben.
in unserem leben haben wir schon den grössten fehler gemacht, durch die abschaffung des bösen.
offiziell existiert es nicht.
es sind rechtsstaaten, verstehen und logik haben seinen platz eingenommen.
die bosheit verzieht sich mehr und mehr in den untergrund und dort in der dunkelheit fühlt sie sich am wohlsten.
sie bekommt tag für tag zuwachs und nahrung aus neid und unterdrücktem hass.
sie wird undurchdringlich oder ist es schon.
mit der zeit wird sie so schwarz das man sie nicht mehr sehen kann.
wer sich aber einmal mit ihrem wesen bekannt gemacht hat, nimmt witterung auf, wo auch immer sie ist.
wer zb von gretel gelernt hat, weiss, wie bosheit gehandhabt wird.
böses wird mit bösem ausgetrieben, es gibt kein anderes hilfsmittel.
ich sehe bosheit in gehässigen gesichtern, in augen, in steifen lächeln und ich lächele zurück.
nirgendwo zeigt sich das siebenköpfige wesen, es verbirgt sich hinter fachkundigen verhandlungen und vornehm sachlichen diskussionen.
ich glaube es zu kennen und spiele damit.
ich versuche ihm den spiegel hinzuhalten und so die kraft zurückzulenken.
das böse erziehlt in der gesellschaft jedoch immer mehr erfolge.
gewalt von polizei und staatsanwaltschaft wird ignoriert.
ich rieche den gestank der bosheit und weiss dass die zeit ablaufen wird, man stirbt daran.
die bosheit kommt immer durch.
-kiss- |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 13.08.2002 um 14:57 Uhr
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trotz allem ist mir gretel sympatisch! guter text.
Punkbabe |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.08.2002 um 11:34 Uhr
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danke aber im grunde ist gretel die schlimmste, doch die hexe wird als dieses hingestellt.
tz |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.08.2002 um 11:39 Uhr
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die bosheit vermag das gute zu schwächen
aber töten kann sie das gute nicht
ein trost! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.08.2002 um 12:01 Uhr
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das ist richtig.
die hoffnung die wir auf das gute setzen.
es hält uns so noch am leben, doch wie lange |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.08.2002 um 12:34 Uhr
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der himmel hat den menschen
als gegengewicht gegen die
vielen mühseligkeiten des lebens
drei dinge gegeben:
die hoffnung, den schlaf
und das lachen.
Imannuel Kant |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.08.2002 um 12:35 Uhr
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Ich denke, das Böse ist eine Frage der eigenen Grenzen. Man kann unglaublich weit in die Tiefe der Dunkelheit dringen, und man glaubt dann immer noch, daß da Licht in einem ist, aber irgendwann ist man so durchdrungen von der "Boshaftigkeit", daß man doch immer nach ihren Gesetzmäßigkeiten spielt.
Außerdem glaube ich: das Böse ist wichtig. Sowohl das Gute als auch das Böse können gnadenlos und grausam sein. Der einzige Grund, warum wir eine winzig kleine Chance haben zu wählen, ist, daß wir beides kennen.
Somit sollte man sich nicht von den eigenen Leidenschaften und Gelüsten leiten lassen, denn die treiben einen weiter ins Dunkle, als es gut sein mag. Man sollte bewußt darauf achten, immer im Gleichgewicht zu sein. Ist man das, kann einem das Böse nicht so sehr viel anhaben - man wird ihm vielleicht begegnen, auch in Versuchung geraten, ihm anheimzufallen... aber man muß Versuchungen ja nicht nachgeben.
Das Böse zu verteufeln ist meiner Ansicht nach gänzlich falsch. Wie sollten maßvoll damit umgehen, so wie mit allem anderen auch. Es ist die Dosis, die das Gift ausmacht. Aber das haben leider die meisten noch nicht verstanden, bzw die meisten sind eher nicht in der Lage, das umzusetzen. Gewiß gibt es auch hier Ausnahmen - ich will nicht andeuten, daß ein Mord ab und an ja nicht so schlimm ist...
Viel eher meine ich, daß eine kleine Gemeinheit gegenüber dem Nachbarn/Partner/den Eltern/dem Lehrkörper usw. wesentlich besser wäre als jahrelang unterdrückter Angst, Haß und Zorn (in Asien nennt man diese Gefühle Dämonen); und im Endeffekt amoklaufende Kinder...
Es bringt einfach nichts, vor dem, was ist, wie es jetzt ist, zu resignieren. Es gibt Mittel und Wege, die Lage langfristig zu ändern. Aber ganz sicher können wir das nicht, wenn wir uns auf eine Seite schlagen - denn die andere Seite würde uns dann so sehr fehlen, daß wir uns auf der gewählten Seite nicht halten können.
Liebe Grüße
Engel von Ardh Emair
Geändert am 14.08.2002 um 12:39 Uhr von Engelsfall |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 14.08.2002 um 18:29 Uhr
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(zitat)
Es ist die Dosis, die das Gift ausmacht.
(/zitat)
!!!!
danke
ich versuche die einzelnen dinge des lebens für mich möglichst genau herauszufinden damit ich besser mit ihnen umgehen kann.
noch sieht die boshaftigkeit für mich noch so aus wie ich sie beschreibe, doch das kann sich in meinem leben durch erfahrungen ja noch ändern.
dein text hat mir auch einiges klar gemacht, bzw klarer.
danke dafür.
-kiss-
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.08.2002 um 18:17 Uhr
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Tears don`t lie
Tränen lügen nicht,
wenn sie plötzlich über mich kommen.
Sie brechen leise aus,
und holen den tiefen Schmerz in mir mit heraus.
Tränen lügen nicht,
wenn sie sanft über meine Backe streicheln,
und auf den Boden entweichen,
um zu sterben.
Tränen lügen nicht,
aber das willst du nicht verstehen,
denn es ist ja nicht dein Schmerz,
der dir keine Ruhe lässt !!!
-kiss- |
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