|
|
|
geschrieben am: 19.08.2002 um 17:29 Uhr
|
|
arrgh... hab nicht viel zeit, du hast ja recht, lilias (toctoc...klingt hohl bei mir) und trotzdem danke dass du an mich denkst engel-chan.
das märchen... also...
Es gab einmal ein Land, dort waren alle Menschen froh und glücklich und es wuchsen viele Pflanzen und vor allem wunderschöne blumen. Die Insel war von der Außenwelt abgeschnitten; kein böser Gedanke erreichte es jemals. Eines Tages jedoch kam ein böser Magier in das Land und unterwarf die Menschen leicht, denn sie waren nicht im Kriegshandwerk geübt. Die Natur wurde fast vollständig vernichtet, um Platz für seinen stählernen, grauen Palast zu machen, und die Menschen wurden versklavt und zur Arbeit gezwungen. Nur eine winzige kleine Blume hatte der Magier übersehen, weil sie in einem Felsspalt schlummerte. Diese war doch sehr betrübt, dass all ihre Geschwister tot waren, vermochte aber nichts zu unternehmen.
Die Menschen wurden dumpf und müde und verloren allen Lebenswillen, und die Blume tat es ihnen nach. Ihre Blätter hingen herunter und sie verlor alle Farbe. Aber plötzlich kam ein kleines Mädchen, ausgehungert und verdreckt, doch voller Eifer, zur Blume und sagte: "Liebe Blume, rette unser Land! Ich bitte dich!" Die Blume antwortete: "Wie stellst du dir das vor? Bin ich Gott?" "Nein, aber weißt du woraus Gott die Welt erschuf? Aus seinen Träumen! Wir Menschen sind dumpf und müde, nur du hast noch die Kraft, uns zu retten, liebe Blume!"
Die Blume schickte das Mädchen fort und dachte lange nach. Ja, es stimmte, Blumen besaßen Zugang zu den Träumen der Menschen. aber durch Träume allein wird die Welt nicht besser! Dennoch schloss sie die Augen und stellte sich vor, wie die Insel ohne den Magier wäre, ohne Hass und ohne Stahl – so wie früher. Sie schlief und schmiedete aus ihren Träumen eine wunderschöne Welt. Dann sammelte sie all ihre Kraft und schickte die Träume den Menschen in der Nacht. Aber sie war nur eine kleine Blume und es dauerte lange Zeit voller Mühsal und Schmerz, bis die Träume die Herzen der Menschen erreichten. und noch länger, bis das mädchen ein waches glitzern im auge ihres vaters erkannte. die blume machte den menschen mut, indem sie ihnen zeigte, wie die welt aussehen könnte. doch mit einem augenblick waren die menschen so von den träumen begeistert, dass sie die ganze zeit im bett liegen blieben und schliefen. das mädchen lief wieder zur blume. "Was hast du getan? alle träumen nur noch!" "es tut mir so leid! das wollte ich nicht!", beteuerte die blume. "irgendjemand muss ihnen zeigen, dass das nur irreale träume sind und die welt nicht besser machen." die beiden diskutierten lange und kamen zu dem schluss, man müsse die träume wieder wegnehmen, damit die menschen des landes aufwachen und die wirklichkeit erkennen. gesagt, getan. als die menschen erwachten, brachen sie in großen wehklagen aus, weil alles plötzlich trist, grau und stumpf und stählern war. "wir wollend die träume zurück!" riefen sie. "Wir wollen wieder glücklich sein!" da schimpfte das mädchen: "seid nicht so dumm! das sind nur träume, die machen euch nicht glücklich! glücklich werdet ihr nur, wenn ihr die träume wirklichkeit werden lasst!" die menschen hielten inne und dachten darüber nach und bald schon hatten sie sich vereint und den magier vm thron gestürzt. sein palast wurde dem erdboden gleichgemacht und wieder blumen darauf gepflanzt. so wurden ihre träume wahr, denn die welt war wieder schön. das mädchen krönten sie zur königin und die blume wurde stets in ehren gehalten. lange jahre regierte das mädchen über das schöne land, aber nach und nach geriet der krieg in vergessenheit und auch die lehre, die sie daraus gezogen hatten. sie freuten sich nicht mehr so über ihr glück und betrachteten die natur als selbstverständlich, und auch die außenwelt und neue technik drang ins land ein. hatten am anfang noch viele menschen die blume besucht und gebeten: „schick mir heute nacht bitte einen schönen traum“, kamen bald immer weniger und schließlich niemand mehr. Trotzdem blühte die blume unermüdlich weiter und schenkte den menschen träume.
Inzwischen ist dieses land wie alle anderen, niemand erinnert sich mehr an die blume und den bösen magier. Doch wenn du ganz genau aufpasst, kannst du manchmal vielleicht noch jemanden gedankenlos sagen hören: „heut scheint mein leben wieder wie von einer blume geträumt.“
Rhia |
|
|
|
|