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der wind. |
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geschrieben am: 23.08.2002 um 17:56 Uhr
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der wind
ich ruhte einst in linas lilienarmen,
sie duftete balsamisches gewurz.
auf einmal, mag der himmel sich erbarmen,
erschrecktŽ ich ihr gemuet durch einen furz.
drei jahre flohŽn, ich sah sie oft indessen,
sie bluehte lieblich, wie der junge mai,
ich bat sie immer, ja nicht zu vergessen,
dass es ein seufzer nur gewesen sei!
ein seufzer, der mich schon im herzen quælte,
als sie in meiner seele raum gewann,
und der vielleicht den rechten weg verfehlte,
und sich nach hinten zu verirrte dann.
mit zittern hielt ich ihren arm umschlossen,
sie blieb bei ihrem fuerchterlichen »nein!
du hast der lieb' das lebewohl geschossen,
und kannst nicht fernerhin mein ritter sein.“
dies græmt mich tief, dies bringt mich noch zum rasen,
dies wird der nagel noch zu meinem sarg,
die liebesflamme ist wie ausgeblasen
von einem wind! das ist doch gar zu arg!
was war denn mein entsetzliches verbrechen?
ich sprach die freie stimme der natur,-
dies kann der bettler und der fuerst aussprechen -
warum missfiel's der holden schœnheit nur?
galt ihr mein herz, das liebende, zu wenig?
bin ichŽs allein - furzt nicht die ganze welt?
sowohl der kaiser furzt als auch der kœnig,
wie der minister und der kriegesheld.
læsst nicht der bauer seine winde knallen?
so wie der buerger und das edle ross?
sie tœnen selbst bei kleinen nachtigallen,
und liegt vor meiner pforte denn ein schloss?
so knuepft das schicksal oft an kleinigkeiten
ereignisse bedeutungsvoll und gross,
die allerwichtigsten begebenheiten;
durch einen wind bin ich mein mædchen los!
[verfasser unbekannt (um 1800)]
Geändert am 23.08.2002 um 17:58 Uhr von Nandris |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.08.2002 um 18:52 Uhr
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| "Autor" |
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geschrieben am: 26.08.2002 um 19:07 Uhr
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ganz schöne zicke, det mädel.
aber doch recht amüsant.
Rhia |
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