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was weiss ich

Nutzer: Gast_whisper
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geschrieben am: 23.08.2002    um 22:15 Uhr   
album rio



Raketen stürzen in die Nacht,
Blut, Blut, Blut, tropft auf mein Hemd.
Ich weiß nicht, wohin soll ich geh'n,
hinter den Wolken brennt der Mond.

Ich sitze hier am Straßenrand
irgendwo unter den Sternen,
staubbedeckt, laubbedeckt.
Wann, wann, wann kommt der Sturm?

Da ist Feuer hinter den Fenstern,
doch kein Fluß tritt über die Ufer.
Ich rieche Menschen, ich rieche Müll,
da fliegt ein Schrei zurück ins Meer.

Gib mir Brot, ich habe Hunger,
gib mir Wasser, ich habe Durst.
Ein Höllenhund leckt meine Füße,
mein Rabe bringt mir einen Brief.

Die Königskinder sind verschwunden
und ein Prinz liegt hier im Dreck

Geändert am 23.08.2002 um 22:16 Uhr von whisper
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Nutzer: Gast_whisper
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geschrieben am: 23.08.2002    um 22:28 Uhr   
mantus



Die Dunkelheit, umhüllt von Zärtlichkeit,
ein Lächeln stillt den Schmerz.
Die Ewigkeit beseelt die Einsamkeit,
gebrochen schweigt mein Herz.
Geborgenheit, ein Blick aus Freundlichkeit,
der allzu schnell erfriert.
Die Hoffnung bleibt, der Glaube an die Zeit,
daß es vorbeigehen wird ...

Tief in meinem Körper sitzt ein kleines Kind,
das kann jetzt schon spüren, daß ich traurig bin.
Ein wundersames Wesen sitzt in meinem Bauch,
saugt in voller Unschuld die Tränen in sich auf.

Der Regen fällt geschwächt auf diese Welt,
versinkt im schwarzen Grund.
Der Sonne Glanz, bei Zeiten unerkannt,
leuchtet zur stillsten Stund'.
Den Sinn erfragt und alles schon gesagt,
der Traum vom kleinen Glück,
sitzt in mir drin, alles nicht so schlimm,
ich kann nicht mehr zurück ...

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Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 23.08.2002    um 22:34 Uhr   

schön geschrieben....
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird

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Nutzer: Gast_whisper
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geschrieben am: 23.08.2002    um 22:34 Uhr   
mantus


Will nichts mehr sehen, will nichts mehr hören,
die ganze Welt und mich zerstören.
Zuviele Worte in mir drin,
ohne Bedeutung und ohne Sinn.
In diese kalte Welt gesetzt,
bloß kein Mitleid für den Rest.
Und warte auf ein Morgenrot,
in dem ich frei bin oder tot.

Wo ist der Gott, der sich findet in mir selbst ?
Wo sind die Engel in dieser kranken Welt ?
Wo ist die Kirche, die mir spendet ein Zuhaus ?
Wo ist der Mensch, der zu lieben mir erlaubt ?

Ein kurzer Schrei, ein stummer Blick
und für mich geht's nicht mehr zurück.
Der Himmel schweigt, die Städte brennen,
ich wünschte mich nicht mehr zu kennen.
Die Zunge spricht ein Nachtgebet,
die Sonne um den Mond sich dreht.
Ein Abschiedskuß die Luft entflammt,
vernichtet freudlos dieses Land.

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Nutzer: Gast_whisper
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geschrieben am: 25.08.2002    um 22:55 Uhr   


mantus


Visionen deine Augen weiten
vollkommene Leere dich verführt
den Gedanken ins Nichts zu folgen
das deine Seele zart berührt
Träume durch das Grenzland gleiten
die hoffnungslos dir stets befehlen
einsam durch die Nacht zu reiten
den Lebenssinn erneut verfehlen

Was bleibt dir noch als stumm zu beten
zu einem Gott den es nicht gibt
zu warten bis der stolze Mond
sich vor die Sonne schiebt
Was bleibt dir noch als laut zu schreien
in die Weiten des Firmaments
gegen ein zu graues Schicksal
das den Tod nicht kennt

Augen die den Schmerz nicht spüren
das Denken nicht vor Wahnsinn schützt
auch sie hat dich allein gelassen
die Liebe die du totgeküßt
Heldenhaft ziehn deine Freunde
lächelnd nun an dir vorbei
grüßen dich auf deinem Wege
in die Unerträglichkeit

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Nutzer: Gast_whisper
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geschrieben am: 25.08.2002    um 22:58 Uhr   
mantus

Große schwarze Riesenfalter verhüllen der Sonne Glanz
und die Farben des Regenbogens verblassen unerkannt
Dicht geformte Nebelschwaden zerstören das Tageslicht
und der Blumen zarte Knospen öffnen sich einfach nicht

Die Angst dich zu berühren
und Sehnsucht zu verspüren
meine Seele dir zu öffnen
nur um dich zu verlieren
Die Angst um dich zu kämpfen
um doch allein zu sein
ich habe Angst dich zu verführen
die Angst bald tot zu sein

Schwarzer Himmel, feuchte Erde, Regenwolken naß und kalt
schütten ihre letzten Tränen aus über Stadt und Wald
Totgeglaubte kranke Käfer fressen sich durch morsches Holz
bis das ganze Haus zusammenbricht ...

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