| "Autor" |
forever and a day |
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geschrieben am: 06.09.2002 um 23:14 Uhr
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Jahrestage
Wieder hat sich die Ewigkeit
durch den Kalender gefressen.
Sentimentale Möglichkeit
alte Wunden bewusst, unbewusst
noch einmal aufzureissen
und sich selbst vor Schmerz schreien zu hören.
Denkst Du heute auch an mich
-eine kleine Sekunde lang ?
An die Zeit, die wir hatten?
Denkst Du daran,
so wie ich es heute tue?
Das ist alles, was ich gerne wüsste. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.09.2002 um 23:15 Uhr
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Damals -vor tausend und einem Jahr wie mir scheint-
haben wir eine ganze Nacht im Auto gesessen
und über Gott und die Welt geredet.
Heute telefonieren wir nicht einmal
eine Sekunde miteinander... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.09.2002 um 23:15 Uhr
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Ja, ich weiss,
mit der Zeit
sind die Tränen,
die ich nachts wegen Dir vergisse,
weniger geworden,
aber ich weine.
Und die Menge
ändert rein gar nichts
an der Bedeutung
meiner Tränen.
Sühne...
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.09.2002 um 23:15 Uhr
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Ich habe sie abgelegt,
vorhin, endlich,
längst überfällig
und ich hoffe,
dass ich sie
nicht wieder anfasse
und dass ich unsere Vergangenheit
genauso ablegen kann.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.09.2002 um 23:16 Uhr
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Habe gerade mein Haar
tizianrot gefärbt,
weil ich weiss,
Du würdest es hassen.
Abschneiden kann ich es nicht,
weil ich weiss,
wie sehr es Dir
immer gefallen hat. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.09.2002 um 23:16 Uhr
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Meine Tränen,
die auf den Stapel Fotos tropfen
spielen
eine kleine, deprimierende Melodie.
Die Diashow in meinem Hirn
bereitet mir hämmernde Kopfschmerzen,
grausamer Rythmus.
Die letzte Flasche von unserem Wein
ist leer und rollt über den Boden,
ich trink aus Deinem Lieblingsglas
den letzten Schluck
und werf es dann kaputt.
Der Aschenbecher scheint überzuquillen,
obwohl ich das Rauchen
doch eigentlich aufgegeben habe.
Ich versuche
mich zu orientieren,
doch da scheint
nichts mehr zu sein,
was mir Halt geben könnte.
Ich schicke Dir einen Gedanken
und würde
mich gerne in mein Auto setzen,
weil ich denke,
dass heute ein guter Tag
zum Sterben
wäre. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 10.09.2002 um 08:14 Uhr
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Im Grunde ein Sieg
Du meinst,
ich sei dir nicht
weit genug entgegengekommen.
Ich meine das gleiche von dir.
Was auf den ersten Blick
wie eine Meinungsverschiedenheit wirkt,
ist im Grunde
eine Verschiedenheit der Seelen,
die beim besten Willen
nicht zu überbrücken ist.
Und was
auf den ersten Blick
wie ein Scheitern aussieht,
ist im Grunde
ein Sieg der Wahrheit.
Hans Kruppa |
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