| "Autor" |
Die Wärme |
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geschrieben am: 11.09.2002 um 14:56 Uhr
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| Lieber Freund, heute ist einer der Tage, die ich nur mit Mühe ertragen kann. Es pisst seit gestern Morgen, als wäre der Himmel zerrissen, und mit jedem herabfallenden Regentropfen werde ich noch ein bisschen wütender. Meinen Hund sehe ich fast nur zu den Fütterungszeiten. Es tut mir so leid, dass er unter meiner Starre zu leiden hat. Am Morgen habe ich einen Spaziergang mit ihm gemacht. Ich taumelte wie auf Krücken und er zerrte mich durch den Morast. Irgendwann riss er sich los und je lauter ich rief, umso schneller lief er davon. Da dachte ich an dich. Zu Hause habe ich mich mit den schlammigen Kleidern in die Badewanne gesetzt und geschluchzt wie ein Kind, hörbar und krampfhaft, bis mir das Fleisch hinter den Rippen brannte. Irgendwann ließ ich heißes Wasser über mich laufen, in der Hoffnung, mein Kreislauf würde zusammenbrechen, aber ich schlief nur langsam ein, und als ich aufwachte, waren meine Kleider ganz durchweicht und meine Haut gequollen... und ich fror fürchterlich. Ich kann mich noch an das Geräusch erinnern, als ich mühsam mit einem Ruck aufstand und aus dem Wasser stieg. Vor der Tür winselte der Hund; ich war überrascht, dass er zurück gekommen war und dachte an Sylvia Plath. Mein Gewissen brannte und ich schnitt mich innerlich mit einem stumpfen Messer in Stücke. Bei diesem Wetter wird das Pulsieren in meiner kranken Hand nahezu unerträglich. Ich habe mir vor Schmerz den kleinen Finger abgetrennt, als du nicht zurück gekommen bist - bis zum zweiten Glied. Was ich mir dabei gedacht habe, weiß ich nicht mehr (vielleicht wusste ich das noch nie); ich fühle mich ohne Finger auch nicht viel besser als voher, aber manchmal ist es nicht schlecht, von diesem banalen, herkömmlichen Leiden abgelenkt zu werden und nicht mehr so stark spüren zu müssen, was wirklich weh tut. Kannst du dir vorstellen, wie gefroren ich war, nachdem ich aus dem Wasser kam? Ich habe versucht, die Kälte mit etwas Schnaps zu betäuben und das traurige Beben mit den Schlaftabletten meiner Mutter zu vertreiben. Jetzt sitze ich hier, mit einer Tasse Kaffee (denn Kaffee gibt es nur an den wirklich schlechten Tagen) und warte auf die Wärme. Ich hoffe, du tust das auch. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.09.2002 um 15:10 Uhr
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das ist sehr schön. ich kenne dieses gefühl.
was ich am meisten liebe, ist dieses "sylvia plath" dazwischen.
Rhia |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.09.2002 um 17:25 Uhr
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wirklich wunderschön?
Kann es sein, dass ich die geschichte schon mal irgendwo gelesen habe? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.09.2002 um 17:29 Uhr
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Bestimmt nicht. Ich habe sie geschrieben und gleich veröffentlicht - sie ist nicht einmal auf meiner Festplatte gespeichert, geschweige denn ausgedruckt.
Auf Unterstellungen kann ich verzichten. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.09.2002 um 18:00 Uhr
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hey, das sollte keine unterstellung sein. Wenn du es so verstanden hast, tut es mir leid. Mir kam es eben lediglich bekannt vor. Hab ich mich eben geirrt...
oh... und ich wollte "wirklich wunderschön!" schreiben. Tut mir leid! |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.09.2002 um 18:26 Uhr
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| Ui ui... ich weiß, ich habe überreagiert. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.09.2002 um 18:30 Uhr
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==>hat auch gerade Kaffee vor sich. ;-(
Kommt mir aber auch irgendwie bekannt vor.Irren ist menschlich[;-)] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 11.09.2002 um 20:30 Uhr
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| "Autor" |
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geschrieben am: 12.09.2002 um 10:21 Uhr
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laber, laber; gefällt mir nicht.
yal |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 12.09.2002 um 14:21 Uhr
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das ist sehr schade, dass es dir nicht gefällt, aber man kann es nicht ändern. was mir auffällt, du scheinst nur destruktive kommentare loszulassen, yaleel.
hoffentlich geht es dir nicht schlecht.
Rhia |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 12.09.2002 um 15:31 Uhr
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(zitat)laber, laber; gefällt mir nicht.(/zitat)
Die Phase hatte ich auch einmal... |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 12.09.2002 um 23:43 Uhr
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laber, laber; gefällt mir...
der lockere Erzählstil hat was, er ist frisch und nimmt einen mit.
Gelungen finde ich so manche Formulierung die einem die Nachdenklichkeit aufs Gesicht zwingt. Das hast du drauf.
Gruss Lama
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| "Autor" |
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geschrieben am: 18.11.2002 um 14:43 Uhr
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(zitat)[...]Irgendwann riss er sich los und je lauter ich rief, umso schneller lief er davon. Da dachte ich an dich. [...](/zitat)
Das ist verdammt schön,"schön". |
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