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I'm gonna be (500 miles) [paranoid]

Nutzer: thea666
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geschrieben am: 11.09.2002    um 20:43 Uhr   
(zitat)veronika schreckte schweißgebadet hoch. draußen herrschte großer lärm und sie brauchte stille, um weiterzuschlafen. doch der radau ging weiter.
sie stand etwas wacklig auf, ging zum aufenthaltsraum und sah gerade noch, wie eduard weggeschleppt wurde, während noch mehr krankenpfleger eilig mit fertig aufgezogenen spritzen angelaufen kamen.
"was machen sie da?" rief sie.
"veronika!"
der schizophrene hatte mit ihr gesprochen! er hatte ihren namen gesagt! halb verwirrt, halb überrascht versuchte sie sich zu nähern, doch einer der krankenpfleger hinderte sie daran.
"was soll das? ich bin nicht hier, weil ich verrückt bin! sie dürfen mich nicht so behandeln!"
sie stieß den krankenpfleger weg, während die anderen insassen schrien und ein solches tohuwabohu aufführten, dass ihr angst und bange wurde.
"veronika!"
er hatte ihren namen noch einmal gesagt. mit übermenschlicher anstrengung gelang es eduard, sich von den zwei männern zu befreien. anstatt wegzulaufen, blieb er stehen, genau wie in der vorangegangenen nacht. wie durch zauberhand waren alle plötzlich still und warteten auf das, was nun geschehen würde.
einer der krankenpfleger kam wieder auf ihn zu, doch eduard blickte ihn bloß an.
(/zitat)

to be continued



Geändert am 11.09.2002 um 20:44 Uhr von Thea666

Geändert am 11.09.2002 um 20:45 Uhr von Thea666
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Nutzer: thea666
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geschrieben am: 11.09.2002    um 21:00 Uhr   
(zitat)"ich komme mit ihnen. ich weiß, wohin sie mich bringen wollen und auch, dass sie wollen, dass alle es wissen. warten sie einen moment."
der krankenpfleger entschied, dass es lohnte, das risiko einzugehen. schließlich schien alles wieder normal zu sein.
"ich glaube, dass...ich glaube, dass du sehr wichtig für mich bist", sagte eduard zu veronika.
"du kannst nicht sprechen. du lebst nicht in dieser welt, du weißt nicht, dass ich veronika heiße. du warst gestern nacht nicht bei mir, bitte sag, dass du es nichts warst!"
"und wie ich es war!"



sie nahm seine hand. die verrückten schrien, applaudierten, brüllten obszönitäten.
"wohin bringen sie dich?"
"zu einer behandlung."
"ich gehe mit dir."
"besser nicht. es wird dich erschrecken. auch wenn ich dir versichere, dass es nicht weh tut, man spürt überhaupt nichts. es ist viel besser als beruhigungsmittel, weil der verstand schneller wieder klar wird."
veronika wusste nicht, wovon er redete. sie bereute es, seine hand gepackt zu haben, wollte so schnell wie möglich gehen, ihr gefühl der scham verbergen, diesen mann nie wiedersehen, der ihree niedrigsten regungen erlebt hatte und sie dennoch voller zärtlichkeit behandelte.
sie erinnerte sich wieder an maris worte: sie brauchte über ihr leben keine rechenschaft abzugeben, auch nicht dem jungen mann vor ihr.
(/zitat)

to be continued
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Nutzer: Almitra
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geschrieben am: 11.09.2002    um 21:02 Uhr   
Paul Coelho?!

Das Ende ist shit.Liebe, halt.
Geändert am 11.09.2002 um 21:10 Uhr von Almitra
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Nutzer: thea666
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geschrieben am: 11.09.2002    um 21:09 Uhr   
(zitat)"ich gehe mit dir."
die krankenpfleger fanden, dass das wohlmöglich auch besser war, denn so mussten sie den schizophrenen nicht mehr zwingen. er ging freiwillig mit.
als sie im schlafsaal ankamen, legte sich eduard aus freien stücken aufs bett. zwei männer warteten schon mit einer merkwürdigen maschiene und einer tasche mit stoffbahnen auf ihn.
eduard wandte sich an veronika und bat sie, sich auf das nebenbett zu setzen.
"in ein paar minuten wird die geschichte in ganz villete die runde machen. und die leute werden sich beruhigen, weil selbst in der größten verrücktheit immer noch ein bisschen angst schlummert. nur wer dies schon durchgemacht hat, weiß, dass es so schlimm nun auch wieder nicht ist."
die krankenpfleger trauten ihren ohren kaum. es musste wahnsinnig weh tun- doch niemand konnte wissen, was im kopf eines verrückten vor sich ging. das einzig vernünftige, was der junge gesagt hatte, betraf die angst. die geschichte würde in villete die runde machen und es würde schnell wieder ruhe einkehren.
"sie haben sich zu früh hingelegt", sagte einer von ihnen.
eduard stand wieder auf und sie legten eine art gummidecke aus. "jetzt können sie sich wieder hinlegen."
er gehorchte. eer war ruhig, als wäre das nur eine routineangelegenheit.
die krankenpfleger zurrten die stoffbahnen um eduards körper fest und steckten ihm einen gegenstand aus gummi in den mund. (/zitat)


...jetzt geht's los...
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Nutzer: thea666
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geschrieben am: 11.09.2002    um 21:18 Uhr   
(zitat) "das ist, damit er sich nicht aus versehen in die zunge beißt", erklärte einer der männer veronika, sichtlich zufrieden, die warnung mit einer technischen information verbinden zu können.
sie stellten die merkwürdige maschiene, die nicht viel größer war als ein schuhkarton, mit ein paar knöpfen und drei zifferblättern mit zeigern auf den stuhl neben das bett. zwei drähte kamen aus dem oberen teil heraus und endeten in etwas kopfhörerähnlichem.
einer der krankenpfleger setzte die kopfhörer auf eduards schläfen. der andere schien den mechanismus zu regulieren, indem er erst ein paar knöpfe nach rechts, dann nach links drehte. obwohl eduard wegen des gummigegenstandes nicht sprechen konnte, sah er veronika in die augen und schien zu sagen: "mach dir keine sorgen, erschrick nicht."
"ist auf 130 Volt und 0,3 Sekunden eingestellt", sagte der krankenpfleger, der sich um die maschiene kümmerte.
"LOS!"



er drückte auf einen knopf und die maschiene summte. in diesem augenblick wurden eduards augen glasig, sein körper bäumte sich im bett so heftig auf, dass eduard, wenn er nicht mit den stoffbahnen festgebunden gewesen wäre, die wirbelsäule hätte brechen können.
"hört auf damit!" schrie veronika.


aus "veronika beschließt zu sterben" von paul coelho (/zitat)
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Nutzer: thea666
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geschrieben am: 11.09.2002    um 21:24 Uhr   
ich freue mich auf den winter, denn eigentlich ist er schon da. ich werde mich abkühlen, durch weiße [weiße] winterlandschaften wandern und abkühlen, vielleicht ganz lange zugfahren [durch die [weiße] winterlandschaft]|dann aber nur mit zwei-stunden-stop in bernau bei berlin .....um abzukühlen.
aber wer kann das schon bieten?!°
vielleicht jegliche kommunikation einfrieren und eine [weiße] woche in bernau bei berlin verbringen....in erinnerungen schwelgen und trotzdem abkühlen....langsamer als eduard und doch abkühlen.
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Nutzer: thea666
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geschrieben am: 11.09.2002    um 23:51 Uhr   
na ja.......es wird nicht winter, [nicht weiß], nicht bernau bei berlin............aber wunderschön erleichternd und abkühlend, ja abkühlend, wie ich es mir seit wochen wünsche....sorgen in 5 min vorbei, also doch wie bei eduard
Geändert am 11.09.2002 um 23:53 Uhr von Thea666
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geschrieben am: 15.10.2002    um 16:49 Uhr   
es wurde winter & weiß und nicht bernau bei berlin und sowohl heiß als auch kalt....auf unterschiedlichen ebenen
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