| "Autor" |
°Lauf ins --Nichts--° |
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geschrieben am: 01.10.2002 um 19:08 Uhr
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..schon seid Stunden laufe ich durch diese Menschneleere, fast ausgestorbene Stadt. Die Straßen wirken grau, so einsam. Kein Farbtupfer in dieser Leere. Meine Klammotten, welche vom Regen der vor einigen Stunden auf mich herab prasselte noch ganz nass sind, werden jetzt vom eiskalten Wind getrocknet. Sie werden steif. Es ist so bedrückend, sie kleben an mir und doch kehre ich nicht um. Ich laufe weiter, ohne zu wissen wohin und warum überhaupt. Ich laufe einfach immer in die gleiche instinktiv bestimmte Richtung. Schon seid einer kleinen Ewigkeit. Es gefällt mir, ja. Es macht mir wirklich Spaß. Ein Gefühl der Freie, der Schwerelosigkeit wird in mir breit. Ich laufe schneller ohne es wirklich zu wollen. Meine Beine hasten, ohne es zu müssen. Ich überschlage mich fast. Seid Stunden mache ich nichts anderes als laufen, laufen und....ja ..meine Emotionen, Gefühle und Sorgen der letzten Tage, Wochen von meiner Seele zu schreien. Meine Wangen sind mittlerweile eiskalt und glühendrot von den Tränen die sie passieren. Doch ich kann es nicht stoppen. Mit jedem Schrei, mit jeder Träne werde ich leichter. Ich glaube, dass ich fliegen kann. ---weg---, von alledem was mir immernoch so weh tut. Was mich immernoch so fertig macht. Ich schließe die Augen und laufe, laufe, laufe. So einsam und doch so glücklich wie jetzt war ich noch niemals zuvor. Niemals möchte ich diesen befreienden Lauf stoppen. Mit jedem Schritt den ich tue, mit jeder Träne die ich weine und mit jedem Schrei, den ich in die wind rufe, verhallen meine Sorgen. Sie werden vom Wind aufgenommen und weggetragen. Es tut so gut. Niemals mehr, so glaube ich, muss ich diese Höllenqualen leiden. Nach langer Stille werde ich unruhig. Irgendwie starren mich zwei Augen an. Sie kleben in meinem Nacken. Es tut weh, so starr und hart ist ihr Blick, der auf mich gerichtet ist. Schnell drehe ich mich um..Nicht! Niemand da, niemand hinter mir. Ich laufe weiter. Doch das Gefühl beobachtet zu werden lässt nicht nach. Ich werde panisch. Meine Beine tragen mich so schnell wie nie zuvor. Plötzlich ist die Ruhe, das Freie, die Schwerelosigkeit wie weggeblasen. Ich spüre Angst in jedem Teil meines Körpers. Alles ist mit einmal so anders. Ich fühle mich hilflos und so verwirrt. Meine Haut glüht, obwohl mir eiskalt ist. Ich habe das Gefühl aufgrund eines stark überfüllten Magens mich erbrechen zu müssen, jedoch werde ich im nächsten Moment von Magenkrämpfe durch Hunger geplagt. Ich lache, obwohl mir eigentlich zum bitterlich weinen zumute ist. Ich renne und überschlage mich fast vor Hast, obwohl ich eigengtlich müde bin und schlafen will.
Ich kann nicht von dem Gedanken lassen, dass ich beobachtet werde. Langsam werde ich schwächer. Meine Kraft lässt nach. Kein Wunder, nach diesem Hasten, nach dieser Ewigkeit in der ich schon durch diese gottverdammte Stadt irre. Ich fühle mich wie auf einem Schlachtfeld. Nein, eher wie gefangen in einem Kreis aus tausend Teufeln und in der MItte <Ich>. Ich verfalle in einen Trancezustand und das einzigste was ich nun noch vernehme ist ein donnerndes Geräuch. Es tut mir weh es zu hören. So bedrückend und schmerzend. Ich breche zusammen, kann nicht mehr. So sehr ich auch vor diesem "schwarzen Mann" wegrennen möchte es geht einfach nicht. Ich muss mich ihm stellen...Langsam wird mir klar, das es keine Person ist...nein...alle Gefühle und Gedanken, die ich in den Wind geschrien hatte prasseln auf mich schmerzend herab. Verdrängt und doch nicht verarbeitet. Wie ein Häufchen Elend kauere ich auf der harten und kalten Straße. Geschüttelt von Tränen und geplagt von den Qualen der letzten Wochen....
...die nachdenkliche..
..†..DyINg.. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.10.2002 um 19:14 Uhr
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schön geschrieben...
hab dich liep
~nachdenktz~
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| "Autor" |
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geschrieben am: 01.10.2002 um 21:05 Uhr
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Ich find, du hast das sehr schön geschrieben ... ich hatte sofort das Bedürfnis, rennen zu gehen .. alle Probs loszuwerden ... alle Ängste etc. zu verbannen ... und dann ... wurde ich richtig betrübt, als ich las, dass alles wieder auf den Kopf fällt ...
Ich finde, du hast eine echt wunderbare Schreibgabe Süße ... und ich hab dich einfach ganz super hyper mega doll lieb !!!
knuddelknutschatzzuBodenundBussigibtz
Cya, dein Schnuck |
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