| "Autor" |
Was ich will |
|
|
|
geschrieben am: 02.10.2002 um 15:14 Uhr
|
|
Und warum spür ich selbst durchs Eise
meines hartgewordnen Herzens ziehn
das pochend Blut auf irrer Reise
will durch altersschwache Adern fliehn
und warum scheint mir jetzt zu enge
dieser altvertraute Ring aus Bein
den da mein Herz trägt in der Zwänge:
dies Herz aus Dornen, Furcht und Stein.
Warum nun mit den Drachen fliegen
warum fort von meinem Höhlengrab
und diese Welt dort voll Intrigen
brach längst schon über mich den Stab.
Und wie ich mich der Sonn erinner, *
wie sie benetzt der Wälder Haupt
und nun sollt ich sie sehen nimmer? *
Ward ich hinterrücks der Welt beraubt?
Und ach, wie bin ich heute rastlos
in dem Heim, zu dem geworden
mir meiner AbgründŽ finstrer Schoß,
die rasereiverfallnen Horden,
sie wispern, es sei anders alles:
Weh mir, sie schweigen niemals still.
Im Hohn noch des Gedankenhalles
weiß ich endlich: endlich! was ich will.
(* siehe auch: „Sonnengeister“, Vile)
Es grüßt das Murmeltier (das tägliche).
Geändert am 02.10.2002 um 15:16 Uhr von Engelsfall |
|
|
|
|
|
|
Top
|