| "Autor" |
Dein Leben nehm ich mir |
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geschrieben am: 03.10.2002 um 14:46 Uhr
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Der leise Schatten des Todes schleicht um dich herum,
neckt dich, kitzelt dich, macht dir ein Stirnerunzeln.
Kichern tut er frech, zieht dich höflichst aufs
Schlachtfeld zurück.
Du willst doch nicht kneifen, mein Schatz!
Wer hat dir denn das Leben gebracht?
Soll ich dir was sagen, kichernderweise?
Du bist tot! Die Schlacht ist längst geschlagen,
deine Sinne leidlich verwirrt.
Tausende standen zur köstlichen Wahl,
Tausende nahm ich und bleckte meine Sense an ihnen.
Dieses herrliche Schaben, Kratzen, Kreischen.
Ja! Ja! Immer weiter!
......................................
Ruhig.
Ich dachte, mein Freund Krieg hätte mir alle zugeschanzt,
doch du, mein Engel, bist entwischt.
Gefolgt bin ich dir bis nach Amsterdam, wo du sabbernd
in der Ecke einer Anstalt saßt.
Oh ja, gefunden hab ich dich, reibe mir die Hände
und sage mir genüsslich:
Endlich! Dein Leben nehm ich mir.
Hast lange gewartet, ich weiß.
Komm, sieh, ich streichle dir sogar den Kopf.
Was? Blickst mich flehend an? Hast dus so eilig?
Nun denn.
Lass mich dein kaltes Leichentuch und deine warme
Voraussicht sein. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 03.10.2002 um 15:43 Uhr
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Die beiden Gedichte finde ich besonders gut gelungen. Sehr lakonisch die Texte, aber vielleicht gefällt es mir gerade deswegen.
Gruss Lama |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 06.10.2002 um 13:55 Uhr
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| Zwei Gedichte? Ich hatte es eigentlich als eines gedacht. Aber egal. |
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