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geschrieben am: 23.12.1999 um 23:53 Uhr
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Gibt es den Weihnachtsmann? (Verfasser unbekannt)
Keine der bekannten Rentierarten kann fliegen. Aber: Es gibt 300.0000
lebende Organismen, die bisher noch nicht klassifiziert wurden, und
obwohl die meisten dieser Organismen entweder Insekten oder Bakterien
sind, kann nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden, daß auch
fliegende Rentiere darunter sind.
Es gibt ungefähr 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18) auf der Welt.
Da aber der Weihnachtsmann offenbar die Kinder der Muslims, Hindu, Juden
und Buddhisten nicht bedient, reduziert sich seine Arbeitslast um 85%
auf ca. 385 Millionen Kinder, wenn man den statistischen Ämtern glauben
schenken will.
Mit einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das
91,8 Mio. Haushalte. Wir wollen davon ausgehen, daß in jedem Haushalt
zumindest ein Kind das Jahrüber brav gewesen ist.
Aufgrund der verschiedenen Zeitzonen und der Erdrotation muß der
Weihnachtsmann seinen Job innerhalb von 31 Stunden erledigt haben wenn
er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Damit muß er
schlappe 822,6 Besuche pro Sekunde machen, d.h. für jeden christlichen
Haushalt mit einem braven Kind hat der Weihnachtsmann 1/1000 Sekunde um
zu parken, aus dem Schlitten zu springen, den Kamin runterzurutschen,
die Socken zu füllen, die restlichen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum
zu verteilen, alle übrigen Reste des Weihnachtsessens zu vertilgen, den
Schornstein wieder raufzuhetzen, auf den Schlitten zu springen und zum
nächsten Haus zu fliegen.
Angenommen, daß diese 91,8 Millionen Stops gleichmäßig auf der Erde
verteilt sind (was natürlich Quatsch ist, aber es vereinfacht die
Rechnung ungemein), so muß der Weihnachtsmann für jeden Haushalt 1,25 km
zurücklegen, insgesamt also ca. 120 Millionen km, nicht eingerechnet die
Stops für das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun
muß. Das bedeutet, daß der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km
pro Sekunde fliegt, also der 3.000-fachen Schallgeschwindigkeit.
Zum Vergleich:
Das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug auf der Erde, der Ulysses
Space Probe, fährt mit lächerlichen 43,8 km pro Sekunde. Ein
gewöhnliches Rentier schafft höchstens 24 km pro Stunde.
Die Zuladung der Schlittens ist ein anderer interessanter Aspekt.
Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgroßes Lego-set
(etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen
geladen, nicht gerechnet der Weihnachtsmann, der übereinstimmend als
stark übergewichtig beschrieben wird. Ein gewöhnliches Rentier kann an
Land nicht mehr als 175 kg ziehen. Selbst bei der Annahme, daß ein
"fliegendes Rentier" (siehe Punkt1) das zehnfache normale Gewicht ziehen
kann, braucht man für den Schlitten nicht acht oder neun Rentiere. Man
braucht 216.000 Rentiere! Das erhöht das Gewicht - den Schlitten selbst
noch nicht einmal mit eingerechnet auf 410.400 Tonnen. Das ist, nur zum
Vergleich, das vierfache Gewicht der Queen Elizabeth. (das Schiff, nicht
die Königin, Du Döspaddel).
410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugen einen
ungeheuren Luftwiderstand, was zur Erhitzung der Rentiere führt -
ähnlich dem Effekt, der beim Wiedereintritt eines Raumschiffs in die
Erdatmosphäre auftritt. Das vorderste Paar Rentiere wird dabei 16,6
TRILLIONEN Joule pro Sekunde an Energie absorbieren. - jedes der beiden
bedauernswerten Tiere!! Kurz gesagt, die beiden werden praktisch sofort
Feuer fangen und verbrennen, was dazu führt, daß die nächsten beiden
Rentiere der Hitze ausgesetzt werden, ganz zu schweigen von den
ohrenbetäubenden Überschallknallern, die dabei erzeugt werden.Das
gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 4,26 Tausendstel Sekunden
aufgelöst. In der Zwischenzeit wird der Weihnachtsmann
Zentrifugalkräften ausgesetzt, die 17.500 mal so stark sind wie die
Schwerkraft.E |
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