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Nutzer: jutschin
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geschrieben am: 16.08.2001    um 18:05 Uhr   
*hochhiefzzz*
dat stern den thread findet wenn er ma nen mittag zeit findet um die postings vom Operator zu lesen *fgfg*

dathelfendejut
;-)
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Nutzer: sternenwind
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geschrieben am: 16.08.2001    um 22:04 Uhr   
Oh danke Jutsch! Werd ich bestimmt mal lesen, aber erst am Sonntag......

;-)
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Nutzer: prof.mastram
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geschrieben am: 17.08.2001    um 01:39 Uhr   
@operator,
habe diese Geschichte wirklich genossen...erinnert mich stellenweise an ein paar Sachen aus unserer Umschulung zum IT-Systemelektroniker, wo eine Mieze mit typischer Bürotussy-Mentalität den Dozenten fragt: "Herr Soundso, mein compi zeigt mir ne komische Fehlermeldung an...Was soll ich jetzt tun?"

...amüsiert der *prof* sich in Richtung Bett bewegt... :-))

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Nutzer: Gast_operator
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geschrieben am: 17.08.2001    um 02:16 Uhr   
Ich bastele gerade an einer Windoofs-Erweiterung, die die zuletzt getippten Zeichen nach einem Zufallsschema wiederholt, als mein alter Netzfreund Mobo aus Bill-Gates-Country anruft und fragt, ob ich ihn nicht für ein paar Stunden an der Hotline vertreten könne. Da ich im Moment zufällig nix zu tun habe (da war schon wieder ein Witz, Leute!) und die Kantine dort drüben einen guten Ruf hat, schwinge ich mich in meinen mintgrünen Mustang und kurve hinüber zum Microsoft-Gebäude in Albany.
Mobo erklärt mir in 13 Sekunden, wie die Telefon-Dispatcher funktionieren, und haut mit seiner neuesten Flamme zum "Kaffeetrinken" ab. Ich habe kaum die aktuelle Ausgabe von WIRED aufgeschlagen, da summt auch schon das erste Gespräch herein.
Ein Dreiviertel-Geek ist dran und beschwert sich, daß sein Rechner so lahm sei.

"Bitte sagen Sie mir zuallererst, welche Windoofs-Version Sie benutzen",
leiere ich herunter - genauso wie es auf dem Hotline-Formular vorgeschrieben ist. Mobo wäre stolz auf mich. Dann allerdings mache ich nach meiner eigenen Methode weiter.
"Hängt die Boot-Platte an einem SCSI-Bus?"
frage ich möglichst professionell.
"J...ja, klar",
sagt er etwas unsicher.
"Hmm, schaut mir ganz so aus, als ob da der Flaschenhals liege",
sage ich sorgenvoll.
"Wissen Sie, bei den modernen Buskabeln sind die Adern so eng zusammen, daß im SCSI-Bus im Prinzip nur noch Stehplätze frei sind..."
"Hääh? Stehplätze...?"
"War nur ein kleiner Scherz",
sage ich.
"Ach so!"
sagt er.
"Haha! Stehplätze ist gut..."
"Tatsache ist aber, daß durch die zu eng geführten Adern in den neuen Buskabeln die elektromagnetische Abstoßung der Elektronen so groß werden kann, daß die Datenübertragung behindert wird."
"Oh!"
sagt er.
"Was kann man da machen...?"
"Ganz einfach: Sie müssen die zu eng liegenden Adern wieder auseinanderspreizen.
Passen Sie auf: Sie bauen jetzt sämtliche SCSI-Kabel in Ihrem Rechner aus... Sie wissen doch, wie man das macht, oder?"
Beleidigt versichert er mir, daß er ständig etwas in seinem Rechner aus- oder einbaue. Kein Wunder also...
"Gut",
sage ich,
"Sie bauen also das ganze Bus-Kabel aus und schneiden mit einem sehr scharfen Messer - am besten mit einer Rasierklinge - die einzelnen Adern des Kabels auseinander. Ganz einfach. Dann bauen Sie das Kabel wieder ein, und voila - es gibt keinen Flaschenhals mehr."
Er sagt mir begeistert, daß er eine Rasierklinge da habe und sofort mit der Operation beginnen werde.

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Nutzer: Gast_operator
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geschrieben am: 17.08.2001    um 02:18 Uhr   
Die nächste Anruferin versucht Daten nach Brasilien zu übertragen.
"Ich versuche es jetzt schon zum dritten Mal",
mault sie,
"aber die Verbindung tröpfelt nur so dahin..."
"Hmm, ja...",
sage ich und klappere munter mit der Tastatur, damit es so klingt, als ob ich tatsächlich die Verbindung prüfen würde.
"Das muß an der Coriolis-Kraft liegen."
Heute habe ich anscheinend meinen physikalischen Tag...
"Huh???"
"Coriolis-Kraft. Noch nie gehört? Die Kraft, die einem vom Kurs abbringt, wenn man sich von Nord nach Süd bewegt. Schätze, Ihre Datenpakete werden einfach zu sehr an den Rand des Leiters gedrängt und dort gibt es wegen des Skin-Effekts bei hohen Datenraten einen höheren komplexen Widerstand..."
Ich bin heute wirklich ungewöhnlich gut drauf; anscheinend meint das auch die Anruferin:
"Oh. Ah... So... Und was kann man da tun...?
"Vermeiden Sie einfach die langen Nord-Süd-Strecken. Schicken sie Ihre Daten erst nach British-Kongo und dann von dort nach Brasilien."
Das leuchtet ihr sofort ein:
"Natürlich! Daß ich da nicht selber draufgekommen bin..."
Abgesehen davon, daß British-Kongo meines Wissens nicht existiert und wenn es denn existierte, bestimmt keinen Internet-Zugang hätte, soll sie damit glücklich werden.
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Nutzer: Gast_operator
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geschrieben am: 17.08.2001    um 02:19 Uhr   
Nach drei weiteren Jerks, die wieder mal die "Any-Taste" auf ihrem Keyboard vermissen (ich empfehle allen dreien, sich im Second-Hand-Laden nach einer Windows-92-Tastatur umzuschauen!), meldet sich der typische Heimwerker-Hardware-Spezialist. Er hat auf eigene Faust eine neue Festplatte gekauft und eingebaut. Natürlich funktioniert sie nicht:
"Beim Einschalten läuft die Platte nur kurz an und bleibt dann wieder stehen..."
"Sososo...", sage ich, "hm... wie klingt denn das Anlaufen: eher wie ein langsames Pfoooooaaaaauuuuueeeeeeiiiiiiiiiiii oder eher wie Ssssseeeeiiiiii - prattprattprattt - diiiiiiiiihhhhhh..."
"Äh... ich weiß nicht so recht..."
"Oder klingt es vielleicht gleich von Anfang an wie Scrtchscrtchscrtch - pöttpöttpött - böhh?"
"Also, ich denke mal, am ehesten noch wie das erste",
sagt er völlig verwirrt.
"Pfoooooaaaaauuuuueeeeeeiiiiiiiiiiii? Hm, was steht denn auf dem Label der Platte?"
"Äh... Moment... PT342/AU89-..."
"Sagten Sie AU?" unterbreche ich ihn.
"Ja..."
"Alles klar: das kann ja nicht funktionieren; die Platte dreht verkehrt herum."
"Häh?"
"Die Platte ist für den Export nach Australien bestimmt. Auf der südlichen Hemisphäre ist alles genau spiegelverkehrt, das wissen Sie doch, oder? Die Autos fahren links, die Sonne und der Mond stehen im Norden, das abfließenden Wasser dreht sich anders herum - deshalb drehen natürlich auch die Festplatten da unten mit dem Uhrzeigersinn, statt gegen den Uhrzeigersinn wie hier."
"Aber..."
"Was meinen Sie, was da für enorme Scherkräfte entstehen, wenn man so ein Ding auf der nördlichen Halbkugel betreibt. Natürlich sind dann alle Magnetköpfe dejustiert..."
"Oh."
Mit anderen Worten: ANTI-ENGINEERING-MODE ON

"Wenn Sie die Platte nicht zurückbringen wollen, bleibt uns nur eine logische Lösung... na?"
10 Sekunden Denkpause.
"Den Computer auf den Kopf stellen?"
mutmaßt er vorsichtig.
"BINGO! Wenn es dann immer noch nicht funktioniert, rufen Sie gleich bei dem Laden an, der Ihnen das Ding angedreht hat, und machen denen die Hölle heiß!"
Sonst ruft er am Ende in 20 Minuten noch mal hier bei mir an!
"Sagen Sie denen am besten, daß nicht alle ihre Kunden totale Analphabeten sind und daß Sie sehr wohl ein US von einem AU unterscheiden können. Man kann sich ja schließlich nicht alles bieten lassen!"
Er verspricht in kämpferischen Ton, daß er das auf jeden Fall machen werde.
Na, schön. Schade, daß ich das Gesicht des Verkäufer nicht sehen kann.

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Nutzer: Gast_operator
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geschrieben am: 17.08.2001    um 02:20 Uhr   
Dann wird mir langweilig, und Mobo ist immer noch nicht vom Kaffeetrinken zurück. Ich gehe in den Rechner der das Dispatchen steuert - Mobo hat bequemerweise das Superuser-Passwort an seinem Display hängen - und ändere das Programm so, daß es in unregelmäßigen Abständen zwei Dispatcher miteinander verbindet. Per Konferenzschaltung klemme ich mich auch noch in die Leitung um mitzuhören:
Dispatcher 18:
"Microsoft PC Hotline. Mein Name ist Dave. Wie kann ich Ihnen helfen?"
Dispatcher 7:
"Microsoft PC Hot... Äh, was?"
"Ich sagte: Microsoft PC Hotline. Mein Name ist Dave. Wie..."
"Aber... aber hier ist doch die Microsoft PC Hotline..."
"Ja, natürlich. Ich sagte ja bereits: Microsoft PC Hotline. Mein Name ist..."
"Neinneinneinnein... ich meine... ich wollte sagen, HIER bei mir ist die Microsoft PC Hotline! Äh.... und meine Name ist John!"
Schweigen in der Leitung. In den beiden Gehirnen der Consultants passiert jetzt folgendes: Es ist eine Situation entstanden, für die es nur sehr unwahrscheinliche Erklärungsmodelle gibt - z.B. daß irgendein Idiot sich in das Dispatch-System gehackt und die beiden Leitungen verbunden hat. Da menschliche Gehirne nach statistischen Bewertungen vorgehen, wird diese Lösung zusammen mit vielen anderen (z.B. daß der Mond aus grünen Käse ist) verworfen. Nachdem beide Gehirne Dave und John zur gleichen Schlußfolgerung gelangt sind, nämlich daß eine Situation vorliegt, die es eigentlich nicht geben dürfte (zumindest nicht im Bill-Gates-Country!), machen sie das einzig Vernünftige: partieller System-Reset in beiden Großhirnhälften:
Dispatcher 7:
"Microsoft PC Hotline. Mein Name ist John. Wie kann... äh..."
Dispatcher 18:
"Microsoft PC Hotline. Mein Name ist Dave. Wie kann... äh..."
"..."
"John? John, bist du das?"
"Natürlich bin ich das. Warum zum Teufel rufst du die Hotline an, Dave!"
"Aber ich habe die Hotline nicht angerufen. Du hast doch bei mir... ich glaube wir haben ein Problem..."
"Ja? Bitte sagen Sie mir zuallererst, welche Windows-Vers..."
"John! Laß doch den Quatsch!!!"
"Oh... Ok."
"Im System muß ein Bug sein. Es hat aus Versehen zwei Dispatcher-Plätze vermittelt..."
"Oh Gott! Weißt du was das bedeutet? Wir müssen ein internes trouble ticket erstellen. Vier Kopien an den Leiter vom Dienst, den Abteilungsleiter, den Schulungsleiter und an die Entwickler..."
"John?"
"Ja?"
"Am besten vergessen wir das Ganze..."
"Meine ich auch",
seufzt John erleichtert auf.
Die Verbindung wird unterbrochen, und natürlich baue ich sie sofort wieder auf.
"Microsoft PC Hotline. Mein Name ist Dave/John..."
"John! Mach daß du aus meiner Leitung kommst!"
"Was soll das heißen. Du hast doch schon wieder angerufen..."
An diesem Punkt verlasse ich die Konferenzschaltung und schicke eine anonyme email an den Leiter vom Dienst mit dem Inhalt, daß zwei Dispatcher es geschafft haben, das System zu hacken und auf diese Weise stundenlange Privatgespräche führen.
Dann leite ich meinen Dispatch-Platz auf die Apple-Hotline um und gehe nach Hause.
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geschrieben am: 17.08.2001    um 02:31 Uhr   
Ich spiele gerade mit meiner neuesten Errungenschaft, einem programmierbaren Meßsender, herum, als natürlich das Telefon klingelt.
Nie können sie mich in Ruhe lassen! Wie soll man da wissenschaftlich arbeiten können, frage ich! Die ganze Misere des Wirtschaftsstandorts Deutschland (Originalton!) rührt wahrscheinlich allein daher, daß heutzutage jeder dahergelaufene Idiot Zugang zu modernem Kommunikationsformen hat. Zum Beispiel eben das Telefon.
Ich möchte nicht wissen, wieviel Zeit jeden Tag in unserer Volkswirtschaft mit absolut sinnlosen Telefongesprächen vergeudet wird; ganz abgesehen von den Dauertratschern, die es fertigbringen zwei Stunden am Stück an der Strippe zu hängen.
Terrorismus ist das! Jeder Affenabkömmling, der in der Lage ist, sieben Tasten in der richtigen Reihenfolge zu drücken, darf mich einfach ungestraft von meiner Arbeit abhalten. Ungestraft? Naja, mal sehen...
Nach dem zwanzigsten Klingeln hebe ich ab.
"Hallo."
Kollege Jeff ist dran.
"Hallo, Leisch? Weißt Du eigentlich, wie spät es ist?! Wir waren um 11 Uhr verabredet, um die Folien für das kommende 'CHATTER'-Meeting durchzusprechen! Jetzt ist es halb zwölf!!! Hast Du verschlafen?!"
Verschlafen! Das mir, wo ich schon seit 22 Minuten an meinem Schreibtisch hocke!
Tatsache ist, ich habe es nicht verschlafen. Obwohl ich mir alle Mühe gegeben hatte. Das 'CHATTER'-Projekt (das amerikanische Pendant zum deutschen 'SCHWAFEL') ödet mich schon lange an! Und die Meetings sind von einer so abgrundtiefen Langeweile erfüllt, daß wir das letzte Mal drei Todefälle unter den Teilnehmern zu beklagen hatten. Die Kollegen hatten vor Langeweile einfach vergessen weiterzuatmen...
Ich mime den Erstaunten:

"Oh... äh... ist tatsächlich schon so spät... <klickediklackedi>...
komisch, ich dachte... aber auf meiner Uhr ist es erst halb elf... und in meinem Computer auch..."
"Quatsch...", sagt Jeff.
Dann ein längeres Schweigen auf der anderen Seite. Im Hintergrund klappert eine Tastatur. Dann kommt ein lahmes:
"Du hast ja recht... merkwürdig, ich hätte schwören können..."
Anfänger! Wenn er genauer hinschauen würde, könnte er sehen, daß ich gerade die Zeitzone aller Rechner im Institut nach Hawaii verlegt habe. Aber wer beherrscht heutzutage noch die einfachsten UNIX-Befehle? Fast niemand!
Deshalb haben ja Leute wie ich immer Oberwasser!

"Weißt Du",
sage ich,
"es ist trotzdem ganz gut, daß Du schon jetzt anrufst. Ich hätte mir nämlich ganz gerne die Entwürfe für die Folien schon mal angeschaut, bevor wir uns zusammensetzen..."
Er sagt mir, wo die Dateien liegen! Einfach so!!! (No comment.)
<klickediklackedi... insert Kim.Basinger.jpg...klockkklocklockklock!> (Wenn es drauf ankommt, kann ich auch ganz schön schnell sein!) Ich füge noch ein paar besonders unanständige GIFs in die Folien ein - Bildchen, bei denen sogar Beate Uhse rot werden würde -, dann schicke ich das Ganze unter Jeffs Account mit der Bitte um konstruktive Kritik an die Chefin. Mal sehen, wie sich Jeff da wieder rauswinden wird...

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geschrieben am: 17.08.2001    um 02:32 Uhr   
Wenn ich Glück habe, zieht sich der Skandal über den Nachmittag hin, und ich habe genug Zeit für mein neues Spielzeug, das ich aus den Nachrichtentechnik-Praktikum geklaut habe. Normalerweise stehe ich ja nicht so auf echte Hardware - irgendwie behindert es die freie Entfaltung des Geistes, wenn man jeder Idee erst mit dem Lötkolben zur Realität verhelfen muß - , aber dieses Baby hier hat durchaus seine Reize. Ich schließe den programmierbaren Meßsender über die parallele Schnittstelle an einen alten PC an, den ich normalerweise dazu verwende, meine Videosammlung zu archivieren. Nach ein paar Probeläufen gelingt es mir schon mal, Gingers Transistorradio im Sekretariat mit abscheulichen Heultönen zu stören. So weit, so gut!
Während Ginger noch wütend ihr Radio schüttelt, poke ich im Web herum, bis ich eine erstaunlich detaillierte technische Beschreibung bei einem Autoalarmanlagen-Hersteller entdecke. Natürlich sind die Codes der Funkgeber nicht angegeben, aber das Grundprinzip wird ganz gut dargestellt...
In Berkeley - und wahrscheinlich auch woanders an der Westküste - gibt es ganz bestimmte kulturelle Ausprägungen bei den Autobesitzern. Zum Beispiel fahren sämtliche Psychotherapeuten und gehobenen Akademiker grundsätzlich nur Volvos (es gibt hier eine Fülle von Volvo-Witzen, ähnlich den Manta-Witzen zu Hause!). Die Schwarzen fahren riesige amerikanische Schlitten, je größer desto besser, vorzugsweise mit irgendwelchem vergoldeten Firlefanz außen und roten Plüschsitzbezügen innen. Die weißen Studenten fahren europäische Marken oder - wer es sich leisten kann - tiefer gelegte Kleinlaster aus den 50iger Jahren. Die Studentinnen cruisen in billigen japanischen Zweisitzern herum, vorzugsweise Cabriolets, damit man echt cool die blonde Mähne in den Wind hängen kann, wenn man übers Golden Gate fährt. Die übriggebliebene 68iger-Generation (von der es hier eine Menge gibt!) fahren uralte knatternde VW-Busse, mit denen sie wahrscheinlich schon zu Anti-Vietnam-Demos nach Washington D.C. getuckert sind. Die Mex bevorzugen Pickups, weil sie in allen anderen Wagentypen mit ihren Cowboyhüten am Dach anstoßen würden. Die Chinesen - sparsam wie immer - fahren die billigen, alten Schlachtschiffe der 70iger Jahre, die ihnen viel zu groß sind. Das kann ab und zu einen merkwürdigen Effekt haben, wenn so ein Schlachtschiff scheinbar fahrerlos auf dich zu schlingert, und erst beim Vorbeifahren sieht man, daß da eine winzige Chinesin sich am Lenkrad hochzieht und mühsam über das Armaturenbrett späht.
Und wer fährt die Mantas? Naja, echte Mantas gibts hier nicht mehr, aber die Rolle der Mannis und Sepps haben hier die asiatischen Youngsters übernommen. Da paßt wieder alles: tiefergelegte, aufgemotzte Billig-Japaner mit Rostspuren auf der Fahrertüre (Achselschweiß!), den Kennwood-Aufkleber quer über die Heckscheibe, etc. etc.
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geschrieben am: 17.08.2001    um 02:34 Uhr   
Aber alle haben eines gemeinsam: jeder hat Panik, daß seinem geheiligten Kalb etwas passieren könnte. Und deshalb haben alle funkgesteuerte Alarmanlagen, die jedesmal kurz quäken, wenn der Besitzer lässig den Knopf an seinem Schlüsselbund drückt. Das klingt so ähnlich wie "Quickquäck"
oder Wuitwuit!" oder "Ickaick!", und es geht mir auf den Nerv!
Ich plaziere den Meßsender am Fenster und schreibe ein kleines Programm, das systematisch sämtliche Sequenzen der handelsüblichen Funkgeber durchprobiert (es gibt erstaunlich wenige, nebenbei bemerkt!). Schon nach fünf Minuten werde ich durch ein fröhliches "Quäckquack!" draußen belohnt.
Ein schwarzer Pickup fühlt sich für diese Kombi zuständig. Ich speichere die Sequenz und suche weiter.
Gegen abend habe ich 36 Sequenzen von Autos auf dem Parkplatz geknackt und abgespeichert.
Gegen sechs Uhr beginnen die höheren Angestellten der Stadtverwaltung gegenüber zu ihren fahrbaren Untersätzen zu eilen. Ich warte, bis einer ziemlich allein mitten auf dem Platz steht und befehlsgewohnt seinen Funkgeber auf seine Auto richtet:
"Ickäck!"
Ich aktiviere die Sequenz sofort nochmal und das Auto macht gehorsam die Anlage wieder scharf:
"Äckick?"
Der Besitzer hat nichts mitbekommen oder er meint, ein anderes Auto gehört zu haben, und sperrt auf. Natürlich heult sofort die Alarmanlage auf:
"Huuiiiaaaaaoooooaaaauuuiiiiiaaaaaoooo..."
Nach einigem Fummeln findet der Besitzer in Panik den Notausknopf, und das Geheule erstirbt mit einem unanständigen Rülpsen. Der verdatterte Autobesitzer steigt wieder aus und geht ratlos um sein Auto herum. Ich sende wieder die Aktivierungssequenz, und weil die Türe noch offensteht, heult der Wagen, ein 94 Nissan, brav wieder los.
Ein schwarzer Polizeiwagen biegt träge wie ein Hammerhai auf der Suche nach einem leichten Opfer auf den Parkplatz ein. Ein Cop steigt betont langsam aus und tippt dem Besitzer, der es gerade wieder geschafft hat, den Notausknopf zu finden, auf die Schulter. Die beiden verhandeln heftig. Ich sehe sogar auf diese Entfernung, daß der Cop meint, der Autofahrer sei reif für den Therapeuten (das ist nicht besonders verwunderlich, weil die Cops hier jeden Unbewaffneten mit genau dieser Grundeinstellung behandeln - und in den meisten Fällen haben sie auch noch recht!).
Der Cop macht den Mund auf, um auch etwas zu sagen, aber in diesem Moment aktiviere ich die Alarmanlage des Wagens hinter ihm: "Quickquock!!" und der Cop macht einen absolut unwürdigen und unprofessionellen Hopser. Um diesen unverzeihlichen Gesichtsverlust zu kompensieren - inzwischen haben sich nämlich einige Penner auf der Szene eingefunden, die alles aufmerksam, wenn auch aus sicherer Entfernung beobachten - packt der Cop den Nissanfahrer, knallt ihn professionell auf seinen eigenen Wagen und legt ihm Handschellen an. Der zweite Cop steigt aus dem Polizeiwagen - nicht mehr ganz so langsam.
Um die Szene etwas musikalisch aufzulockern aktiviere ich wieder die Alarmanlage des Nissan, bei dem die Türe immer noch offensteht. Der zweite Cop rennt zu dem Wagen und schüttelt an der Karosserie. Ein Polizisten-Reflex? Alles was Lärm macht, erstmal schütteln. Vielleicht hört's dann von selber auf!
Der Nissan läßt sich nicht beirren:
"Oooaaaiiiiuuuaaaooooaaaaiiiiuuu..."
Cop Nummer 2 schreit etwas, aber der der Nissan-Besitzer, dem das Blut von der überstürzten Festnahme aus der Nase rinnt, schüttelt trotzig den Kopf.
Worauf ihn Cop Nummer 1 sicherheitshalber nochmal kräftig durchschüttelt.
Cop Nummer 2 öffnet die Motorhaube und zieht die Dienstpistole. Drei gezielte Schüsse und das Heulen erstirbt mit einem qualvollen Röcheln.
Die Sache beginnt mir Spaß zu machen. Zu schade, daß das Licht immer schlechter wird. Sonst wäre das ein hübsches kleines Video geworden...

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geschrieben am: 17.08.2001    um 02:35 Uhr   
Ich aktiviere die Alarmanlage des schwarzen Mercedes mit dem vergoldeten Kühlergrill direkt hinter Cop Nummer 2:
"Quockquack!!"
Der Cop fährt blitzschnell herum und jagt zwei Schüsse in den Kühler des Mercedes 180. Die Penner gehen routiniert hinter Parkbänken in Deckung.
Grünes Kühlwasser beginnt auf den Asphalt zu bluten.
Ein schon etwas angegrauter Schwarzer kommt aus der Stadtverwaltung und rast über den Platz. Beim Laufen sieht man sein Hüfthalfter unter seiner Jacke hervorschlenkern - ganz offensichtlich ein Cop in Zivil. Bei seinem Anblick nehmen Cop Nummer 1 und Nummer 2 sofort Haltung an. Nummer 2 zerrt sogar den gefesselten Nissan-Besitzer an den Haaren in eine vertikale Position. Der zivile Cop brüllt und fuchtelt in Richtung des blutenden Mercedes - ganz offensichtlich sein Wagen. Cop Nummer 1 versucht zu erklären und wird niedergebrüllt. Cop Nummer 2 versucht zu erklären und wird niedergebrüllt. Der zivile Cop geht auf seinen mißhandelten Mercedes zu, aktiviert seinen Funkgeber und reaktiviert natürlich damit die Alarmanlage, die ich ja vorhin schon ausgeschaltet hatte. Er schließt die Tür auf, und prompt fängt das Ding an zu tuten.
Ich starte mein Programm, das bei allen 36 geparkten Auto ständig die Alarmanlage an und aus schaltet. Auf dem Parkplatz bricht die Hölle los.
Die Penner flüchten geduckt in den Park, Cop Nummer 1 und 2 rennen zu ihrem Wagen und verlassen mit quietschenden Reifen den Parkplatz, der schwarze Cop flüchtet sich zurück in die Stadtverwaltung. Nur der Nissanbesitzer bleibt zurück und zerrt ohnmächtig an seinen Handschellen.
Nach fünf Minuten schalte ich den Meßsender aus und fahre befriedigt nach Hause. Das dürfte für eine Meldung in CNN gut genug sein...
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geschrieben am: 17.08.2001    um 02:42 Uhr   
Böööh!! Bööööh!!

Mein PAD (Professoren-Annäherungs-Detektor) schlägt an. Das ist schon das fünfte Mal heute! Normalerweise rennt der Chef nicht andauernd an meinem Büro vorbei. Es muß sich um jemand anderen handeln.
Ich schaue auf den Gang hinaus und sehe gerade noch den breiten Rücken unseres Dekans im Geschäftszimmer verschwinden.

Wenn die Häuptlinge sich persönlich beim Chef zum Kriegsrat versammeln, ist irgendetwas im Busche. Ich versuche, Mikrophon und Soundblasterkarte im Rechner des Chefs zu aktivieren. Aber leider hat er den Rechner wieder einmal ausgeschaltet.

Das Geräusch störe ihn, sagt der Chef immer entschuldigend, wenn ich ihn darauf hinweise, daß sein Rechner schon wieder nicht am Netz ist.
"Dann bekommen Sie aber keine email", sage ich dann, "und außerdem wird der Rechner nicht ge-backuped."
"Schön... ähm... äh... ich wollte sagen: Schade... hmm..."
Und dabei bleibt es dann. Im Grunde habe ich den Verdacht, daß der Chef sowieso keine email beantworten will und deshalb den Rechner, sobald ich den Raum verlassen habe, wieder ausschaltet. Für mich ist das äußerst ärgerlich, weil dadurch das Zimmer des Chefs der einzige Raum am LEERstuhl ist, der praktisch abhörsicher ist.

Es klopft und Frau Bezelmann streckt ihren Kopf herein: "Sie werden vom Chef verlangt", sagt sie genüßlich.

ALARMSTUFE GELB!

"Nur vom Chef?" frage ich vorsichtig.
Frau Bezelmann zieht ihre Mundwinkel nach unten. Ihre Augengläser blitzen gefährlich: "Der Dekan und der halbe Fachbereichsrat sind auch da", erklärt sie bedeutungsvoll.

Auf dem Weg zum Geschäftszimmer gehe ich blitzschnell die Ereignisse der letzten Monate durch. Der abgeschleppte Wagen des Kanzlers? Die überflutete Tiefgarage? Die Explosion in Labor 3? Der Schneepflug der Hausmeister? Oder hat die RKfH etwa eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen mich angestrengt?

Kinkerlitzchen! Ich meine, immerhin hatten wir schon seit über einem Jahr keine Todesfälle mehr an unserem LEERstuhl...

Apropos! Vielleicht hat es ja tatsächlich etwas mit dem UPS- Lieferanten zu tun, der vor zwei Jahren in den zufällig nicht abgedeckten Hauptkabelschacht gefallen ist...

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geschrieben am: 17.08.2001    um 02:43 Uhr   
Vor der Türe zum Chefzimmer mobilisiere ich kurz meine Abwehrkräfte, dann klopfe ich und öffne die Türe.

"Ah... ja... ähm... da ist ja... äh... da kommt ja endlich... hmm... der Mann, auf den wir... hmm... kommen Sie.. äh... kommen Sie nur herein... Setzen Sie sich..."

Der Dekan, drei Professoren vom Fachbereich und natürlich der Chef sitzen auf Polstermöbeln hinter halbleeren Kaffeetassen und grinsen mir freundlich entgegen. Ein wahrhaft erschreckender Anblick!
Außerdem sitzt da noch eine nicht mehr ganz junge Dame mit strengen Gesichtszügen steif auf der Sofakante und betrachtet mich mit dem uninteressierten Blick eines gerade gefütterten Tigers.

"Die... äh... Herren Kollegen kennen Sie ja... ähm... Leisch. Und das hier ist... äh... Professor Icewater aus San Francisco, die Sie gerne... hmm.... kennenlernen möchte..."
Mrs. Icewater neigt den Kopf mit dem grauen Haarknoten ganz leicht in meine Richtung.
Ich durchforste fieberhaft mein Gedächtnis, aber ich kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern, ob der Name Icewater in letzter Zeit in der Mail vom Chef aufgetaucht ist.

Unser Dekan, Professor Steinbrecher, lehnt sich in den ächzenden Sessel zurück und ergreift gewichtig das Wort:
"Professor Icewater hat kürzlich einen Lehrstuhl der University of California übernommen und, nun ja, nach ihrer eigenen Schilderung geht es dort ziemlich drunter und drüber. Hacker, unsichere Systeme, ein offenes Computernetz, Viren, Plattenabstürze - Sie verstehen?"

Ich beteuere mit dem Brustton des guten Gewissens, daß ich damit absolut nichts zu tun habe. Und weil es ausnahmweise sogar stimmt, klingt es richtig überzeugend.
Die Professoren schmunzeln.

Sind Sie schon mal fünf schmunzelnden Professoren gegenüber gesessen? Ich schalte auf ALARMSTUFE ROT!

"Aber natürlich nicht", fährt Professor Felsklauber von der virtuellen Fluidthermodynamik fort. "Professor Icewater ist hier, weil sie von unserem hervorragend organisierten Rechnernetz hier gehört hat. Sie möchte Sie gerne - vorausgesetzt natürlich, daß Sie einverstanden sind - für einige Zeit als Berater mit nach San Francisco nehmen. Was halten Sie davon?"

Ich starre in sechs erwartungsvollen Professorengesichter.
"Volles Auslandstagegeld und freie Dienstwohnung?"
Die Professoren schauen Mrs. Icewater an. Diese nickt.
"Ok", sage ich.
Der Chef atmet erleichtert auf...


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geschrieben am: 17.08.2001    um 02:48 Uhr   
Und damit endet das Buch "Bastard Ass(istant) from Hell" (oder "Das Jahr des Bastards" oder "Bastard Assistent" oder wie auch immer der Verlag sich letztendlich entscheiden wird, das Machwerk zu taufen!).

Link

B.A.f.H. Geschichten 1, 4, 6, 7, 8, 9, 12, 13, 18, 20, 21 erstmals veröffentlicht beim Heyne Verlag München, 1996
B.A.f.H. Geschichte 2 erstmals veröffentlicht bei WANDLER (19), Zeitschrift für Literatur Konstanz, 1997
B.A.f.H. Geschichten 1 - 49 veröffentlicht beim Schwarten-Verlag, Kühbach-Winden, 1997
Literatur Konstanz, 1997
B.O.f.H. 1,2,3 (dt. Übers.) erstmals veröffentlicht in 'upDATE 4/97 1/98 2/98', Zeitschrift, Osnabrück, 1997
Copyright BAfH © 1996 F. Schiel * Copyright BAgO © 1997 F. Schiel
Copyright BOFH © Simon Travaglia * Translation BOFH © 1995 Florian Schiel
Copyright Bastard Pages © 1996 Florian Schiel / Design Schiel / Schütze



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geschrieben am: 17.08.2001    um 03:17 Uhr   
Ich sitze also Montag Morgen mal wieder am Helpdesk, als das Telefon nervtötend bimmelt und sich ein Dr. sowieso vom Vertrieb meldet :

Ich : Hallo, Helpdesk hier!
DAU : Ja, äh..ich komm nicht mehr rein.
Ich : Wo?
DAU : In meinen PC!
Ich : Sie können sich bei Windows 2000 nicht anmelden, oder was meinen sie?
DAU : Äh..jaja genau.
Ich : Ok, jetzt geben sie erstmal ihren Benutzernamen ein.
DAU : [tipptipptipp]...Ja, hab ich.
Ich : Gut, und jetzt ihr Passwort.
DAU : [tipptipp]...Ähmja, hab ich auch.
Ich : Und?
DAU : Da kommt da jetzt wieder so 'ne Fehlermeldung.
Ich : Haben sie den Benutzernamen richtig eingegeben?
DAU : (entrüstet) Natürlich!
Ich : Die ersten fünf Buchstaben vom Nachnamen plus die ersten drei vom Vornamen?
DAU : [..denk..ratter..-klick-..] Äh..achso, fünf vom Nachnamen?
Ich : ..Allerdings!
[DAU wiederholt die Aktion]
DAU : Geht immer noch nicht!
Ich : Ist das Passwort richtig? Das muß in Kleinbuchstaben eingegeben werden, groß funktioniert nicht.
DAU : Hä?
Ich : [nerv] Haben Sie vielleicht versehentlich die Capslock-Taste gedrückt?
DAU : Was???
Ich : Äh..die Großstelltaste, das ist die auf der linken Seite unter der Tabulatortaste.
DAU : Die wo STRG draufsteht?
Ich : Neiiin, die mit dem Pfeil nach unten, ich sagte doch, die unter der Tabulatortaste!
DAU : Ah! Ja..und wie sehe ich jetzt, ob das Großbuchstaben sind? Da sind ja nur so Sterne beim Passwort!
Ich : Jaja, leuchtet auf dem Keyboard eine LED?
DAU : [such]...Äh, ja!
Ich : Welche?
DAU : JA WIE..WELCHE?
Ich : Da sind drei LEDs drauf, eine für NumLock, eine für ScrollLock und eine für CapsLock; steht direkt darunter.
DAU : [extensives suchen]..AHA! Ja, die leuchtet!
Ich : [stöhn] Ok, dann drücken Sie jetzt nochmal die Taste mit dem Pfeil nach unten, dann müsste die Lampe ausgehen.
DAU : [click]...Äh, nein, die ist immer noch an!
Ich : Gibt's nicht, nochmal probieren!
DAU : [click]...Ja, äh...die ist immer noch an.
Ich : [böse Vorahnung]...Haben sie da etwa die Nach-unten-Taste auf der rechten Seite gedrückt??
DAU : Ja sicher!
Ich : [AARGGHH!]...Das sind die Cursortasten! Sie müssen schon die Taste drücken, die ich ihnen gerade gesagt habe, die unter der Tabulator Taste!
DAU : Ja, das müsste ja wohl egal sein, wo ich die Pfeil nach unten Taste drücke!
Ich : [kotz]...NEIN, das ist nicht egal! Jetzt drücken sie die Taste unter der TAB-Taste!!!
DAU : [click] AH! Das Licht ist aus!
Ich : Super, jetzt probieren Sie's nochmal...
DAU : [Tippt jeden Buchstaben einzeln ein]...Geht wieder nicht!
Ich : [kurz vor'm Verzweifeln]...Das gibt's doch nicht! Moment, ich schaue mal nach, ob ihr Account gesperrt ist....[such]...nein, der ist ok.
DAU : Was mach ich denn jetzt?
Ich : [ratlos]...Moment, ich gebe ihnen mal ein neues Passwort....so, jetzt geben sie als Passwort 'abcdef' ein, das muss aber jetzt gehen!
DAU : [tipptipp]...Ähm, nein. Immer noch die Fehlermeldung!
Ich : [kurz vor'm Kollaps]...ARGH! [Da ich eh gerade den Benutzermanager offen habe, buchstabiere ich ihm seinen Benutzernamen nochmal] ...
DAU : OH! Jetzt funktioniert's!
Ich : Was?! Wie denn das? [mir kommt da schon eine ganz böse Vorahnung, die sich gleich bestätigen wird]
DAU : Ja..äh...ich habe da wohl meinen Namen falsch geschrieben
Ich : AAAAAAAAAAARGGH! Ich habe doch gesagt, fünf vom Nachnamen...
DAU : Ähja, ich habe da das C vor dem K vergessen...ähja...ja, vielen Dank, tschüß! [click]
Ich : BUUUHUUUUU!

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"Autor"  
Nutzer: Gast_sanja
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Anzahl Nachrichten: 15

geschrieben am: 17.08.2001    um 03:22 Uhr   
Ich sitze im SysOp Raum. Auf einmal poltert jemand an die Tür, ich öffne und ein Typ mit roter Rübe und sichtlich schlechter Laune kommt rein.

Ich : Wie kann ich helfen?
DAU : [bellt mich an] WAS HAM SE DENN MIT MEINEM NOTBUK GEMACHT??"
Ich : Äh..WAS???
DAU : [Knallt mir sein Compaq-Armada auf den Tisch]...Da kommen immer so komische Fehler raus! Die waren gestern noch nicht da!
Ich : Äh..ja, schaun wir mal... [ich boote Win2K, kommt irgendeine ErrorMsg von wegen DLL nicht gefunden]
DAU : So kann ich doch nicht arbeiten! Da muss mehr Sorgfalt herrschen!
Ich : [langsam sauer werdend]...Ja Moment, ich suche ja gerade den Fehler... Ich suche die angemotzte DLL, finde sie aber nicht. Dafür sehe ich auf dem Desktop zwei Icons namens "Age of Empires" und "FIFA SOCCER"!
DAU : UND? Woran liegt das jetzt??
Ich : [grmmpf]...Äh..haben Sie da die Spiele installiert?
DAU : Ja und?! Das geht Sie doch nichts an, was ich auf MEIN Notebook tue!
Ich : [sauer]...Das geht mich sehr wohl was an, da das Ding nicht ihr eigenens, sondern Firmeneigentum ist und ich ergo dafür verantwortlich bin! Und eigentlich dürften Sie ohne die Genehmigung der EDV auf dem Notebook überhaupt nichts installieren und löschen, klar?!
DAU : [etwas kleinlauter]...Jajaja...jetzt machen sie mal, aber schnell bitte, ich muss gleich weg!
Ich : [jetzt erst recht im Extra-Slow-Mode]...Der findet eine Datei nicht, die offensichtlich zu Fifa Soccer gehörte. [Ich klicke auf das Fifasoccer Icon und siehe da...Windoze findet die Anwendung nicht. Kurzer Blick im Explorer und siehe da : das Verzeichnis existiert überhaupt nicht mehr!
DAU : UND?
Ich : Äh..kann es sein, daß sie den Fifa Soccer einfach gelöscht haben?
DAU : Ja wie...gelöscht?! Ich habe es deinstalliert!
Ich : [nach kurzem Blick in die Systemsteuerung] Nein, haben sie offensichtlich nicht, sie haben wohl einfach das Verzeichnis gelöscht, oder?
DAU : [wieder voll in Rage] Das tut ja wohl nichts zur Sache!
Ich : [kriege langsam Bastard-Operator-From-Hell-Gelüste]...ARRGH! Das tut sehr wohl was zur Sache! Sie können doch nicht einfach da rumlöschen wie's ihnen gerade passt! Nehmen Sie halt das Deinstallationsprogramm!
DAU : Also das müssen sie schon mir überlassen! Muss ich mit damit arbeiten oder Sie?!
Ich : [GRRRRRRR, so ein Lamer! Jetzt gaaanz freundlich tun]...Wenn Sie einfach irgendwelche Programme löschen..[es folgt der Belehrungs-Blabla über Deinstallieren, Registry-Einträge, usw.]..und wenn's dann nicht geht, dann maulen Sie mich doch nicht an! Lassen Sie die Finger davon, dann läuft auch alles!
DAU : [kuckt jetzt etwas betreten...war ich zu streng mit ihm? B-) ]
Ich : [während ich die FIFA Reste beseitige]..so, fertig. Und in Zukunft deinstallieren sie sowas ordentlich, dann passiert da auch nichts! [naja, theoretisch..*g*]
DAU : [sagt überhaupt nichts mehr, nimmt sein Notbuk und vekrümelt sich]

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"Autor"  
Nutzer: hobbit
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geschrieben am: 17.08.2001    um 16:26 Uhr   
mal "only für jutsch" hochschiebtz :-)

hob
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