Auf den Beitrag: (ID: 35532) sind "9" Antworten eingegangen (Gelesen: 506 Mal).
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Schüttelreime

Nutzer: Tacky
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geschrieben am: 06.10.2002    um 13:50 Uhr   
Der Kuhsaft aus der Steiermark
macht Müller und auch Meier stark.


Ich hing faul in der Hängematte,
weil intus ich Žne Menge hatte
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Nutzer: Tacky
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geschrieben am: 06.10.2002    um 14:19 Uhr   
Schüttelreime sind "Scherzreime" und basieren auf vertauschten Konsonantenblöcken am Anfang der Reimwörter.

Zur Geschichte: Schüttelreime sind seit dem 13. Jahrhundert bekannt. Gehäuft fanden sie bei den Sprachvirtuosen des Barock Verwendung.
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Nutzer: Tacky
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geschrieben am: 06.10.2002    um 16:54 Uhr   
Wenn trüber Gedanke kränkt,
kaum klarer der Kranke denkt.
Weil trüb Gedanken kränken,
lieb an den Kranken denken!
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Nutzer: Tacky
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geschrieben am: 08.10.2002    um 20:25 Uhr   
Dein Schädel brummt, die Haare kleben?

DU wolltest ja zwölf Klare heben!
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Nutzer: Tacky
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geschrieben am: 09.10.2002    um 20:17 Uhr   
Durch dichte weiße Flocken sieht
man Toni, der in Socken flieht.
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Nutzer: Tacky
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geschrieben am: 09.10.2002    um 20:31 Uhr   
Der Nutzen von Bieren
liegt im Putzen von Nieren.
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Nutzer: Tacky
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geschrieben am: 12.10.2002    um 17:17 Uhr   
Kein Maurer bringt's zur Meisterklasse
mit mangelhafter Kleistermasse.
Auch wird er nie ein klasse Meister
ohne Verbrauch 'ner Masse Kleister.
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"Autor"  
Nutzer: Tacky
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geschrieben am: 13.10.2002    um 15:06 Uhr   
Ich mache gerne meine Sachen
und lasse jeden seine machen.
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Nutzer: Tacky
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geschrieben am: 14.10.2002    um 19:21 Uhr   
Der Schüttelreim, regional auch Kreuz- oder Schlingreim genannt, ist eine strenge, zuchtvolle Kunst. Die schlichte eingängige Grundform ist der Zweizeiler, bei dem die Anfangskonsonanten der beiden letzten Wörter vertauscht werden.

Begnadetes Exempel: "Wenn im Theater Recken schrein, dann geh' ich nur mit Schrecken rein!"

Der ideale Cocktail ist klangschön gemixt, rhythmisch gefällig und sinnreich pointiert. Obsessive Sprachjongleure arbeiten angestrengt an Quadrupel- oder Oktupelwerken, raffinierten Mehrfachschüttelungen, die Tauschabenteuer auch mit Vokalen erlauben. Ein Großmeister hat sogar schon den "Faust" in übermütige Schlingreime gewunden.

Der schüttelnde Mensch ist spätberufen, Vollakademiker häufig, pensionierter Philologe, Mathematiker oder Musikwissenschaftler. Der Aberwitz erfordert viel Zeit und Geduld. Jeder sprachverliebte Frührentner senkt den Altersschnitt dramatisch, der rheinische Senatsrat a.D. Wolf Mohr, der notorisch auf leichtem Versfuß lebt, reimt selbstironisch: "Nicht selten sich Talente recken, wenn sie das Blut der Rente lecken." Schütteln (im Ausland kaum bekannt) ist eine urdeutsche Leidenschaft
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Nutzer: Nanii
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geschrieben am: 17.10.2002    um 19:38 Uhr   
Sind die kinder aus dem Haus
Packt papa mal die mama aus
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