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°seelenschmerz~

Nutzer: cruelty
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geschrieben am: 08.10.2002    um 23:52 Uhr   


(zitat)[..]verwirrt liegt sie auf ihrem bett, eigentlich wäre jetzt schon längst schlafenszeit aber sie findet einfach keine ruhe und starrt geradewegs auf ihre zimmerdecke. ihr körper zittert leicht und ab und zu vernimmt der dunkle raum, in dem sie liegt, ein leises schluchtzen. ihr schluchtzen.

schon viele male zuvor hat sie so auf ihrem bett gelegen, keinen schlaf gefunden - traurig und zugleich hasserfüllt.
draußen auf dem gang hört sie leise schritte durch die dunkelheit huschen. ihr stofftier im arm, zieht sie sich ihre bettdecke über den kopf. "bitte nicht jetzt. bitte, bitte geh einfach nur weiter".
im selben moment öffnet sich die zimmertür nur einen spalt weit. sie atmet tief ein und aus und hört eine ihr so vertraute stimme leise flüstern "schläfst du denn noch immer nicht?".
sie blickt in richtung türe und erkennt das traurige gesicht ihrer mutter. "nein - ich schlafe noch nicht". [lass mich doch einfach nur in ruhe - ja mami?]
langsam öffnet ihre mutter die zimmertür und geht auf das bett ihrer tochter zu. sie setzt sich auf die bettkante und legt einen arm um ihre tochter, der jedoch sofort wieder weggedrückt wird.
ihre mutter sieht bedrückt aus und scheinbar hat sie eben geweint.
"kind, ich habe heute mit unserer nachbarin geredet" [unsere nachbarin? was willst du von mir - geh bitte raus mami] mit ernster mine schaut sie ihre tochter an und meint nach einer kurzen pause mit leiser stimme "ich möchte nicht, dass du weiterhin in diesen stall - zu diesen pferden gehst."
bumm, das hat gesessen. [nimm mir nicht meine pferde, bitte nicht meine pferde, mami!] was mag jetzt wohl kommen? [ich möchte nicht mit dir darüber reden. lass mich doch bitte einfach nur in ruhe, mami]
der gesichtsausdruck ihrer mutter macht ihr angst. so blaß hat das kleine neunjährige mädchen ihre mutter wohl noch nie gesehen.
"unsere nachbarin hat heute mit ihrer tochter, deiner kleinen freundin, gesprochen." [verdammt, sie hat gepetzt. dabei haben wir uns doch geschworen, nichts zu erzählen.]
"stimmt es, was die kleine erzählt hat?" [ich weis von nichts, schau mich nicht so an. ICH werde nicht reden. nein. nein. nein.] "stimmt es, dass dieser mann so schlimme sachen macht, wenn ihr euch um seine pferde kümmert?"

stille.

"weist du, du bist meine einzigste tochter und ich liebe dich so, wie du bist und du kannst mit mir auch über alles reden - und wenn dir jemand weh tut, dann gib mir bescheid denn dir darf niemand weh tun, das lass ich nicht zu"
[so etwas hast du aber noch nie zuvor zu mir gesagt, mami.]

kopfschütteln.

die hände des kleinen mädchens umklammern ihr stofftier - wie gerne würde sie sich jetzt einfach nur verstecken um dem gesichtsausdruck ihrer mutter zu entfliehen - um schweigen zu können und keine schmerzenden fragen zu beantworten.

"mami, da ist nichts. wir kümmern uns doch nur um unsere pferde. mehr nicht. wir passen schon auf uns auf."

"bist du dir sicher, kind?"

[verdammt mami, ich möchte nicht mit dir darüber reden - geh jetzt BITTE einfach nur RAUS und lass mich alleine]

was soll sie tun? lügen um ihre mutter zu beruhigen und weiteren fragen aus dem weg zu gehen? oder die wahrheit beichten und ihre pferde verlieren? in scham versinken und sich vor dem mann und den folgen, die er aus dieser "petzerei" zieht, ewig fürchten?

"ja, mami."

"dann ist ja gut kleines. und jetzt schlaf schön, ich hab dich lieb."

"ja mach ich. gute nacht."

sie ist sich nicht sicher, ob ihre mutter ihr glauben geschenkt hat - aber wenigstens ist sie jetzt wieder alleine und muss nicht weitere fragen beantworten, die ihr so sehr schmerzen in ihrer kleinen kinderseele.

nun liegt sie wieder auf ihrem bett wie zuvor, mit geöffneten augen deren blicke starr an die zimmerdecke gerichtet sind und nur der dunkle, stille raum vernimmt ihr leises wimmern[..](/zitat)


°crue~
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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 09.10.2002    um 16:53 Uhr   
Arbeit Cruelty schlimme Erlebnisse auf?

Das ist das erste Mal, daß ich hier eine Story über dieses Thema lese, die ich für gelungen halte und die mich bewegt. Es fasziniert mich, wie es Dir gelingt, eine Situation hinter Bildern zu verstecken. Du beschreibst eindrucksvoll die Psychodymanik von Kindesmissbrauch, geprägt von den Grundgefühlen Vertrauensverlust, Angst, Schuld- und Schamgefühlen, Ohnmacht, Rückzug auf sich selbst und Sprachlosigkeit. Zentrales Moment deines Textes ist der enorme Geheimhaltungsdruck; ein Loyalitätskonflikt den du sehr gut beschreibst.

Nun, das ganze ist ein schwieriges und trauriges Thema, darueber zu schreiben war für dich sicherlich in mancher Hinsicht nicht einfach. Selbstredend sollte Kindesmissbrauch kein Tabuthema sein. Ich bin sehr berührt und beeindruckt von deinem Text und wünsche dir alles Gute.

liebe Grüsse

Lama



Geändert am 09.10.2002 um 16:59 Uhr von BlueLama
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Nutzer: Wassertier
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geschrieben am: 09.10.2002    um 17:09 Uhr   
es tut mir leid, dass ich hierauf keine antwort finde -
vielleicht wär es sogar besser nicht geschrieben zu haben...
doch vielleicht werde ich hier die antwort lesen, wie das kind das vertrauen verlor...
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Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 09.10.2002    um 18:02 Uhr   

Geschlagen, verprügelt,mißbraucht,

Tränen, Geschrei,das im Wind verhaucht.

Anfangs die Abwehr,die immer mehr verstummt.

Die Hand vor dem Kindermund,
um zu vertuschen,
was der kleinen Kinderseele geschehen.

Eine Seele,
gestorben unter zugehaltener Hand.

Verstecken, vertuschen,
nicht anmerken lassen, was ihr angetan.

Der Haß wird klein,die Angst zu groß.
Die Verzweiflung nagt läßt sie nicht los.

Elend, Leid, daß vor unseren Augen geschieht,
aber trotzdem fast niemand sieht.

Die Kinder werden älter,größer wird der Schmerz.


Aber die erloschenen, verstummten Augen,
hinter denen sich all die Wahrheit verbirgt, sind geblieben.

Die "Mörder"

jeder einzelnen Kinderseele, was, was geschieht mit ihnen?

Ganz hinten versteckt, verborgen im Dunkeln kann man sie sehen.

Man fragt nach dem Warum?

Man fragt sich dumm
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird

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Nutzer: SternenNebel
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geschrieben am: 09.10.2002    um 18:06 Uhr   
Da läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken
wenn ich so etwas lese

der Nebel
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"Autor"  
Nutzer: nightrose
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geschrieben am: 09.10.2002    um 18:09 Uhr   

Nickt es gibt schon schlimme dinge im Leben
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!

Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird

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Nutzer: cruelty
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geschrieben am: 10.10.2002    um 00:03 Uhr   
@bluelama

- bezüglich dem aufarbeiten.. ja - so scheint es wohl.
weist du, eigentlich habe ich mir keine gedanken darüber gemacht, >>wie<< ich es schreibe, sondern nur >>ob<< ich es überhaupt schreiben soll.
danke für deine rückmeldung.

yes - it's not easy to write about it.

@wassertier

es braucht dir nicht leid zu tun. kannst ja schließlich nichts dafür.
wodurch das kind das vertrauen in die menschheit und sogar seine eigene mutter verloren hat steht, denke ich, zwischen den zeilen und nähere ausführungen möchte ich dir und mir ersparen.

@nightrose

dein text ist krass und vorallem der schlusssatz gefällt mir.

@sternennebel

danke fürs lesen.

°crue~
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Nutzer: Wassertier
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geschrieben am: 10.10.2002    um 09:55 Uhr   
hi crue
beim lesen werden sehr viele gefühle erweckt...
die betroffenen sehen es vielleicht anders, ich kann hier nur als "ziemlich aussenstehender" versuchen, mich "hineinzufühlen" - WAS im detail geschehen ist, bewegt mich weniger, mehr jedoch, dass es geschehen ist, die umstände und begleiterscheinungen, unter denen es geschah und die angedeutete frage, warum es soweit kam und wo und wie das ende ist. dabei möchte ich mich sensibilisieren die anfänge zu erkennen, die den inneren vertrauensverlust zeigen, insbesondere aber lernen, dagegenzuarbeiten - ich kann weder liebe noch vertrauen befehlen, aber ich möchte alles gegeben haben um es zu erhalten...
doch diese fragen sind entweder zu allgemein um EINE lösung zu finden, oder zu situationsbezogen...
vielleicht sollte nur jeder versuchen, das richtige zwischen den zeilen herauszulesen... (meine angst ist: wer hilft mir, wenn ich die falschen schlüsse ziehe...?)
bescheidener gruß, peter
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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 10.10.2002    um 10:54 Uhr   
hallo wassertier,

ich glaube, ich verstehe dich. ich bin ehrlich gesagt, auch versucht, mehr als eine pragmatische hilfe- und trostorientierte reaktion von mir zu geben und ich glaube auch, dass du mit der frage nach dem vertrauensverlust an der richtigen stelle bohrst. ich könnte mir gut vorstellen, dass cruelty heute weniger an dem "was" geschehen ist leidet, sondern vielmehr an den begleitumständen.

gruss lama

p.s. ich helfe dir, wenn du falsche schlüsse ziehst.... ;-)
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Nutzer: betroffene
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geschrieben am: 10.10.2002    um 11:45 Uhr   
es gab einen verwandten, damals 14 und ich 4 jahre alt, den ich sehr mochte. es war der sohn von mutters halbschwester.
er besuchte uns damals oft und ich roch ihn so gerne. dieser geruch nach guter seife hing noch lange im raum, wenn er längst fort war.

eines tages bat ihn meine mutter, mich zu beaufsichtigen und später ins bett zu bringen, weilsie ausgehen wollte.

er spielte mit mir und wir hatten spaß und lachten. als es zeit für mich war, schlafen zu gehen, legte er mich auf den tisch und zog mich aus.
das einzige, woran ich mich heute noch erinnere, er hatte ein großes ding und mit diesem ding versuchte er in mich einzudringen....
bis heute weiß ich nicht genau, ob es einen zusammenhang gibt mit dieser sache und der tatsache, dass ich auf dem topf saß irgendwann, meine mutter mich nach einer weile runternahm und zutiefst erschrak - es war ein großer blutflatschen im topf! sie fragte mich, ob ich mich irgendwie verletzt, mir weh getan hätte. so sehr ich mein kleines köpfchen auch anstrengte - es fiel mir nichts ein.
auch unser hausarzt konnte das nicht erklären und meinte, es muss eine verletzung gewesen sein.
meinen verwandten hatte ich immer gern, auch danach noch. sein verhalten erklärte ich mir als jugendlichem leichtsinn, er konnte doch auch nichts dafür?
habe ich vielleicht schon damals alles verdrängt? er hat es ja auch nur einmal versucht. es gab keine zweite gelegenheit. ob mutter doch was ahnte? ich kann mich an keine schmerzen erinnern!
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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 10.10.2002    um 13:40 Uhr   
@betroffene

bei kindesmissbrauch handelt es sich meistens um innerfamiliären inzest. kindesmissbrauch ist nicht, wie viele glauben, ein phänomen des fremden mannes von der straße oder des "buschspringers". deine geschichte bestätigt das leider mal wieder.

>>sein verhalten erklärte ich mir als jugendlichem leichtsinn, er konnte doch auch nichts dafür?

wer denn dann? wen man bedenkt, dass er heute vielleicht familie hat und womöglich eine tochter, wird mir ganz mulmig.kindesmissbrauch bleibt fast nie ein einmaliger akt...


>>habe ich vielleicht schon damals alles verdrängt?

ich denke viel eher, dass es dir damals die sprache verschlagen hat.

>>ob mutter doch was ahnte?

es lagen eindeutige körperliche befunde vor. sie muss einfach etwas geahnt haben. bei der medizinischen untersuchung hätte spätestens ein dringender verdacht entstehen müssen, wenn sie qualifiziert und einfühlsam durchgeführt worden wäre. hier fehlten deinem hausarzt wohl spezielle kenntnisse und erfahrung.
die umgebung eines mißbrauchsopfers reagiert hilflos, ungläubig, panisch oder aggressiv auf den verdacht oder eine aufdeckung. das kind unternimmt oft viele vergebliche versuche erwachsenen seine not mitzuteilen (ohne 'das geheimnis zu verraten'). vielleicht fürchtete deine mutter sich auch vor den folgen der aufdeckung. der verdacht und erst recht die aufdeckung lösen eine enorme krise, ratlosigkeit und panik bei allen beteiligten aus.

aber gut, ich lass jetzt mal lieber nach, bevor ich falsche schlüsse ziehe...[zwinker zu wassertier ;-)]

ich wünsche dir alles gute

gruss lama

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Nutzer: cruelty
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geschrieben am: 14.10.2002    um 23:00 Uhr   


just leave me allone.

cause tonight - i am gone.

°crue
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Nutzer: .Devilsgirl.
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geschrieben am: 14.10.2002    um 23:08 Uhr   
viele menschen nutzen ein lockmittel um kinder oder auch jugendlichen zu ihren befriedigungen zu nutzen... egal ob nur belästigung, fummelei oder missbrauch..

sehr eindrucksvoll geschrieben gefällt mir sehr...
*nachdenktz*

~
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Nutzer: cruelty
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geschrieben am: 15.10.2002    um 00:06 Uhr   
danke, devilsche.

...
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Nutzer: .Devilsgirl.
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geschrieben am: 15.10.2002    um 20:29 Uhr   
ich frag mich nur warum du gerade auf _dieses_ thema kommst...
*besorgt schautz*

~

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Nutzer: betroffene
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geschrieben am: 15.10.2002    um 21:24 Uhr   
@Lama
danke für deine anmerkung. daran gibt es nichts zu korrigieren. nur, dass ich es bis zu crueltis beitrag nicht wusste. der verdrängungsmechanismus funktioniert gut, wie ich feststelle.
meine mutter muss sogar was geahnt haben, denn dieser verwandte kam uns danach nur noch selten besuchen.

nochmal danke

b.
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Nutzer: cruelty
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geschrieben am: 15.10.2002    um 21:59 Uhr   
devilsche.
.. dieses thema? ..
weil es >>schmerzt<<

*drückt die betroffene mal*

tut mir leid, deine erinnerungen wieder aktiviert zu haben.

*seufzt*

cruelty
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Nutzer: .Devilsgirl.
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geschrieben am: 15.10.2002    um 22:24 Uhr   
hm,.. *nachdnektz*
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Nutzer: cruelty
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geschrieben am: 22.01.2003    um 00:37 Uhr   



(zitat)[..] erschrocken zuckt sie zusammen, die bürste die ihre finger eben noch umklammerten, fällt mit einem lauten knall auf den boden und in diesem augenblick scheint es, als hätte der wind aufgehört zu wehen, als hätten die vögel aufgehört zu singen, als hätte die zeit ihr einen streich gespielt und diese wenigen sekunden unendlich in die länge gezogen.

hektisch wischt sie sich mit ihren kleinen fingern eine haarsträhne aus dem gesicht und blickt zu ihrer freundin, die in diesem moment wohl den selben verängstigten blick auflegte, wie sie selbst.

["wo war er nur so schnell hergekommen?"]

die beiden mädchen hatten den mann nicht kommen gehört aber nun konnten sie ihn riechen. er roch nach schweiß. nach schweiß und alkohol.

["er kommt doch sonst nicht so früh von der arbeit? oder haben wir uns heute so in der zeit vertan?"]

ein kalter schauder läuft ihr über den rücken und als sie bemerkt, dass sie wie angewurzelt da steht und sich ihre fingerknöchel bereits weiß verfärben, gibt sie sich einen ruck um das pferd, welches direkt vor iherer nase steht, weiterzuputzen.

["du genießt das, nicht wahr mein freund?"]

die alkoholfahne verzog sich derweil in den stall, wo die anderen beiden pferde standen. von dort dringt nun wütendes hufgetrampel nach außen und verängstigt schauen sich die beiden mädchen an.

"was willst du denn machen", fragt die eine leise flüsternd, "wir haben doch keine chance gegen den. lass uns abhauen. wir packen unsere sachen und verschwinden dann."

"nein", entgegnet das kleine mädchen flüsternd doch überzeugend, "wir müssen etwas machen, der bringt die beiden noch um, wenn das so weiter geht."

dennoch unternehmen die beiden mädchen nichts sondern stellen das pferd, welches sie eben noch eifrig tratschend geputzt haben, zurück in seine box.

["du weist, ich möchte dich nicht in deiner box anbinden, aber ich muss, sonst wird er wieder böse.."]

gerade als sie all ihre sachen zusammengeräumt und das pferd in seiner box angebunden haben, tritt die alkfahne aus dem anderen stall.

"wollt ihr denn schon gehen?"

"ja, wir müssen. es ist zeit."

["ich möchte nicht mit dir reden, ich möchte dich nicht riechen müssen, ich möchte nicht in deiner nähe sein, ich möchte einfach weg. weg. weg. weg. weg. weg."]

als der mann schwankend auf die beiden mädchen zugeht, rennen die beiden los. so schnell sie ihre kleinen beinchen tragen können. sie haben sich nicht angesehen und auch kein wort gesagt, sie sind beide einfach nur losgerannt und haben die alkoholfahne hinter sich stehen lassen. zu groß war die angst.. und trotz der entfernung, die fahne bleibt[..](/zitat)



°crue~
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Nutzer: cruelty
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geschrieben am: 12.02.2003    um 23:03 Uhr   


finsternis.

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geschrieben am: 14.05.2003    um 02:27 Uhr   
~ .. denn es ist, wie es ist ..°


ihr blick
ins leere gerichtet

ihre gedanken
im gestern gefangen

ihre sprache
über jahre verloren

ihr körper
mit blut beschmiert

~stille~

°

die bilder
auf's neue verdrängt

die stimmen
mit schreien vertrieben

die worte
langsam wieder gefunden

der körper
mit narben verziert

~stille~


'nothing will ever change.'
nothing[?]


°crue~

.. denn es ist, wie es ist ..


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Nutzer: cruelty
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geschrieben am: 25.09.2003    um 18:25 Uhr   


die erfahrung
hat mir gezeigt,
dass ängste, schmerz
& scham
- genau wie
hass, agression
& verzweiflung
- nur gefühle sind,
die irgendwann
schwächer werden.

was sie mir jedoch
nicht zeigt,
ist die fähigkeit
endlich aufzuhören
bewußt
zu träumen


°crue~. 25.09.'03

>> mAkE sHit waLk <<
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Nutzer: cruelty
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geschrieben am: 13.05.2004    um 00:58 Uhr   
bis heute


bis heute habe ich gelernt
zu schweigen

bis heute weist du nicht
was mich bedrückt

bis heute habe ich nicht
aufgehört zu leiden

bis heute verfolgt mich das
was längst vergangen ist

bis heute blickst du mir
in mein verzweifeltes gesicht

bis heute habe ich gelernt
zu schweigen
..
.

~crue°
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Nutzer: starchaser
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geschrieben am: 15.05.2004    um 05:26 Uhr   

warum vertraut das mädchen mehr den freunden als den eltern ?
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"Autor"  
Nutzer: cruelty
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geschrieben am: 16.06.2004    um 01:50 Uhr   
[weil sie angst hatte, dass man ihr ihre pferde wegnehmen könnte.., starchaser]

-.-


(zitat)[..]dunkle wolken zogen über den horizont und ihr wurde klar, dass sie sich sputen musste, um noch vor einsetzen des drohenden unwetters zu hause anzukommen.

eigentlich mochte sie den regen, wenn er auf ihrer haut tanzte. sich auf ihre nase setzte. ja, sie mochte das spiel, das er mit ihr spielte. und manchmal stellte sie sich, wenn es regnete, mit weit ausgebreiteten armen auf die straße, um die kleinen tropfen, die vom himmel fallen spüren zu können.

dennoch wurde sie unruhig, als die ersten großen regentropfen auf ihrem arm platz nahmen.
sie könnte nach hause rennen, doch würde sie dann sicher durchnässt dort ankommen.
sollte sie?
ihre mutter würde ihr garantiert eine standpauke halten, weil sie wieder einmal keinen regenschirm mitgenommen hatte.

[verdammt.. dieser verflixte schirm..]

noch während sie grübelte, wie die standpauke ihrer mutter wohl verlaufen könnte, setzte ein gewaltiger platzregen ein.

mächtige tropfen fielen vom himmel, es stürmte - und die pferde, die angebunden in ihren boxen standen, wurden unruhig.

sie traf die entscheidung zu bleiben um das unwetter abzuwarten und trocken zu hause anzukommen.
flink huschte sie in die box 'ihres' pferdes, lehnte sich an die wand und rutschte langsam in das weiche stroh.

am himmel blitzte es und ein lauter donnerschlag lies sie zusammenzucken.

- da war noch etwas -

ängstlich sprang sie auf und blickte sich um.

erneut ein blitz, der himmel leuchtete auf. fasziniert verfolgten ihre kleinen kinderaugen das lichterspiel.

doch plötzlich, wie aus dem nichts hatte sie -sein- gesicht vor augen. sie zuckte zusammen und stolperte einen schritt zurück.
der folgende donnerschlag übertönte ihr erschrockenes schreien. und ihr schreien verstummte, erstarrte - wie sie selbst -.

der angenehm frische duft der in der luft lag, wurde von der alkoholfahne ihres gegenübers überdeckt..

.. und ihr wurde bewusst, dass sie die falsche entscheidung getroffen hatte. [..](/zitat)



~make it end!~

°crue~


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Nutzer: Trompetchen
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geschrieben am: 16.06.2004    um 17:43 Uhr   
Mit meinen 43 Jahren muss ich fetsstellen ,wieviel ich verdrängt habe..Beim lesen dieser Beiträge kommt viel wieder in mir hoch für das ich mich heute noch schäme zu erzählen...Es würde mir auch heute noch Niemand glauben.-
Ich hab meinen Kindern hoffentlich soviel Liebe und Vertrauen zu mir erzogen,daß sowas keines meiner Kinder passiert ist bisher Ich hab ihnen immer gesagt ,wenn irgendwas ist egal in welcher Art sie sollen keine Angst haben es zu erzählen.
Heute wohne ich mit meinen Töchtern und meiner Mutter unter einem Dach Auf ihre Art war sie immer für mich und meine geschwister da!...Ich erzähl ihr heute immer noch nur das Nötigste! Was in mir vorgeht das erzähl ich nicht!-
Ich hoffe doch daß ich mich nicht täusche und meine Mädels mir das erzählen,was für eine Mutter wirklich wichtig ist ,um für sie da zu sein.
Wir reden über sehr viel Themen recht frei unter anderem auch sexualität und Missbrauch.
Trotzdem hab ich als Mutter immer die Angst sie können mal an Jemand kommen ,die sie missbrauchen wollen auf irgend eine Art!
Hätte ich zu meiner Mutter (die sehr warmherzig ist aber auch erdrückt ohne es zu merken)mehr Vertrauen gehabt...Mir wäre viel erspart geblieben!!!
Ich hoffe doch den richtigen Weg zu gehen in meiner Erziehung(die ich allein bewältige) Mein Vorsatz...Vertrauen zu meinen Kindern und Vertrauen gegenüber mir!!
Die Angst aber bleibt jemand könnte Ihnen weh tun...

Nachdenklich wieder geht!!!

Christiane
Immer wenn Du denkst es geht nicht mehr
Kommt von irgendwo ein Lichtlein her!
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