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geschrieben am: 20.10.2002 um 14:56 Uhr
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Schatten umkreisen dich in deinem Versteck,
du denkst nicht mehr über die Zukunft nach.
Deine Seele sucht nach einer herzlichen Eck',
aber wo sie auch sucht, alles liegt brach.
Die Augen schauen ungewiss ins Dunkle hinaus,
ja, die junge Frau in Dir will raus!
Doch du hast keine Arbeit, versteckst dich in deiner Nische
und erwartest, dass man dich rieche.
So einfach geht es nicht, denn: Überall ist LIcht.
Du musst nur in dir suchen und den nächstbesten Flug in Richtung Los Erfolgos buchen.
Draussen jedoch sieht die Welt ärmer aus als sie in Wahrheit tut.
Hier lautet dein Stichwort Mut.
Du bist gefragt, hast noch nicht genug gesagt.
Ich empfände es als Schmach, wenn ein anderer würde gewinnen diese Partie Schach...
Der König schlägt die Dame,
auf dass du es nachahme.
Ich habe dich unterstützt und dir Obdach und Asyl gewährt,
nun wird es Zeit, dass sich der Himmel klärt.
Du bist nun für dich verantwortlich,
Du bist nun am Stich, kümmere Dich!
Es ist in dir verborgen:
Im Schatten der Nacht
Was hast du die letzten Jahre gemacht?
Warst du aktiv, tätig?
Hast du dein Leben aufgebaut,
die die Welt hinausgeschaut?
Schatten bedeutet Veränderung,
Stillstand heisst Verendung.
Der Mond steht hell am Himmel, Autos hupen, Leute schreien,
aber du hast noch nicht damit begonnen, dein neues Selbstbewusstsein einzuweihen.
Hunde bellen, halten dich wach,
wann wirst du endlich begreifen, dass du kannst
emporsteigen bis zur Karriere und damit zu deinem Dach.
Im Mondschein schreit der Kauz, der Wolf heult von weit her,
doch deine Beine kleben auf dem Boden wie Teer.
Du erhebst Dich, trittst aus dem Schatten,
schaust auf die Häuser, mit ihren Farben, den satten.
Sie bringen dir Glauben,
am nächsten Morgen:
Es fliegen die Tauben.
Der Tag beginnt mit einem Sonnenaufgang, gar hell,
du erhebst dich schnell,
läufst zurück,
zuerst nur ein Stück,
dann Meter bis zum Kilometer.
Nun stehst du davor:
Der gelben Fassade des Arbeitsamtes kannst du nichts machen vor!
Im Schatten der Nacht
Was hast du die letzten Jahre gemacht?
Warst du aktiv, tätig?
Hast du dein Leben aufgebaut,
in die Welt hinausgeschaut?
Schatten bedeutet Veränderung,
Angst bedeutet Zögern.
Der Wolf, der nun vor dir steht, schaut dich streng an.
Du denkst, er kommt dir zu nahe, zu nah' an dich ran.
Er macht Andeutungen, aber sagt doch nichts.
Ist dies eine Vorwerfung, wie die Methodik eines Gerichts?
Man sieht es an den Falten seines Gesichts.
Er redet mit einer Schattengestalt,
die sucht ihren letzten Halt.
Er redet wie ein Richter, wild gestikulierend wie ein Dichter.
Er bringt sein eigenes Vorhaben nicht an den Mann,
ja, warum wohl? Weil er es nicht kann!
Ich gehe also sodann nach Hause, in meine Höhle,
wo ich mich endlich sicher fühle.
Mein Vertrauen in die Gerechtigkeit ist zerstört,
nichts ist mehr so, wie es sich gehört.
DREI JAHRE SPÄTER:
Mein Traum ist zu Ende, ich bin erwacht aus diesem Albtraum.
Liege in einem Krankenbett. Um mich herum ist alles dunkel in einem karg eingerichteten Raum.
Die Tür geht auf, der Herzfrequenzmesser schlägt aus:
Es ist der Arzt, es ist endlich aus.
Nach drei Jahren endlich wieder auferstanden,
fühle mich, als würde ich gleich vor Kuba stranden.
Alles normal, aber alle haben sich verändert,
keiner kennt mich mehr.
Ich wünsche mir diesen Zustand des Traumes wieder her.
Ich sehe mich mit Freunden mich mit Freunden am Meer,
doch das ist leider verdammt lange her.
Geändert am 22.10.2002 um 16:10 Uhr von KiSs60 |
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