Auf den Beitrag: (ID: 35810) sind "5" Antworten eingegangen (Gelesen: 337 Mal).
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Der Pennbruder

Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 02.11.2002    um 12:00 Uhr   
Der Pennbruder

Schaut ihn an, den toten Mann!
Er stank sein ganzes Leben lang
fast schlimmer noch als jetzt.
Moder kroch aus jeder Pore,
innen Fäulnis, außen Dreck.

"Wenn ich bald verreck,"
spieh er jenen vor die Füße,
die ihn angewidert mieden,
"lasst mich bei den Ratten liegen,
lasst mich stinkend in der Gosse!"

Was für ein übler Zeitgenosse,
der oft nachts, war er allein,
leise mit den Ratten sprach...
"Wenn ich geh, was wird aus euch?
Wer wird euch dann wärmen?"

Lama
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Nutzer: abalone
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geschrieben am: 02.11.2002    um 13:26 Uhr   
Was ich bei deinen Gedichten besonders mag, sind die meist überraschenden Wendungen am Schluß. Aber auch deine Gedankengänge sind interessant und sehr oft "WOW"-Ausrufe-fördernd ;-)
Ein gutes Werk.
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Nutzer: Die.Ina
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geschrieben am: 02.11.2002    um 13:33 Uhr   
Die Ratten waren seine besten Freunde ;-)
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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 02.11.2002    um 13:48 Uhr   
Danke, Abalone!!


Mal sehen, ob ich dieses fette Lob überhaupt wegschleppen kann. *ächz* :-)

@Ina

Tja, die armen Rattilis! :-|

Ich denke, diese Sorge (auch die des Penners) ist unbegründet, denn Ratten sind exzellente Überlebenskünstler.
...ansonsten , tja was tun die nun ohne ihn? ;-|

Da muß die Psychoratte ran! ;-)

Gruss Lama





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Nutzer: Gast_BlueLama
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geschrieben am: 04.11.2002    um 11:07 Uhr   
Danke, Mindi,

das Gedicht bedeutet mir viel und ich dachte schon es geht hier gnadenlos unter. Leider haben es solche Karikaturen, die die Sache auf den Punkt bringen oder gar überspitzen, so an sich, daß sich sowieso niemand betroffen oder angesprochen fühlt. Schön dass dem nicht so ist...

Lama

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Nutzer: Bigmoon
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geschrieben am: 04.11.2002    um 16:33 Uhr   

Er lebt an der Gesellschaft Rand
das Schicksal warf ihn aus der Bahn
sein Ruhelager ist eine Bank im Park

Seit Jahren geht das nun schon so
zerschlissen ist Hemd und Hose
seine Mahlzeiten ist hauptsächlich Alkohol

Mit seinen „Freunden“ stritt er um den letzten Tropfen
den sie von Erbetteltem haben erstanden
oft war er unterlegen von Jüngeren verbannt

wies alle Hilfe ab die man ihm bot
sah nur Alkoholvernebelt sein Leben
nicht fähig den Weg zurück in die Gesellschaft zu gehen

Sein Schicksal ist geblieben die Straße
sie wird es bleiben bis ans Ende seines Lebens
und an einem kalten Morgen wird man ihn leblos finden

Big
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