| "Autor" |
Eine Hand |
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geschrieben am: 08.05.2003 um 03:54 Uhr
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Oft habe ich fremden Menschen eine Hand gereicht in diesem Leben.
Oft habe ich zweimal hinfassen müssen, bevor ich ihre in meiner spürte.
Oft habe ich sie nicht zu fassen bekommen, gleich wie oft ich nachgriff.
Manchmal spürte ich eine fremde Hand in meiner, und wusste nicht recht, woher es kam.
Manchmal glitt ich ab und jemand fasste mich, ich kannte ihn nicht, und zog mich wieder auf die Beine.
Manchmal fasste ich sooft verzweifelt ins Leere vor mich, bis sich eine fremde Hand in meine legte.
Ab und zu reiche ich jemandem die Hand, und sie wird ergriffen, mit einem Lächeln im Gesicht und einem Nicken noch dazu.
Ab und zu will ich auch jemandem die Hand reichen und wenn ich aufblicke, ist niemand da.
Ab und zu sehe ich zu meiner Hand und stelle fest, eine andre hält sie, und ich habe es nicht gemerkt.
Und einmal legte sich eine Hand auf meine Schulter ehe ich wusste wie mir geschah.
Und diese habe ich nicht mehr losgelassen seither.
(huch, glatt "meine" Farbe vergessen =) Geändert am 08.05.2003 um 03:55 Uhr von Jalima |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.05.2003 um 08:44 Uhr
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Schön, wie Du die Handsymbolik verwendest. Die Hand quasi als Brücke zwischen den Menschen, als Verbindungsmöglichkeit zwischen den Seelen.
Find ich viel besser als manches in diesem Forum hochgelobte Reimwerk, das außer Worten nichts enthält. |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 08.05.2003 um 08:56 Uhr
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Schön geschrieben....
Warum fällt es oft so schwer eine Hand zu reichen ...
Hände halten fest. An mir, an Dir, an uns beiden. Wir gehen
durch die Stadt und halten uns an den Händen. Wir haben die
Finger ineinander verschränkt, so wie wir ineinander
verschränkt sind. Ein leichtes Streicheln Deines Daumens
über meinen Handrücken und mein Zittern kommt nicht nur von
der winterlichen Kälte.
Hände reden leise. Wenn Du sprichst, dann sprechen Deine
Hände mit. Sie haben sehr viel Ausdruck und sie
unterstreichen die Bedeutung dessen, was Du sagst. Manchmal
ballst Du sie zur Faust und sie reden von Trotz und
Widerspruch, manchmal öffnest Du sie zu einer Begrüßung und
sie reden von Freude und gerne sehen. Manchmal legst Du sie
flach aneinander und sie reden von Nachdenklichkeit und
verstehen. Und manchmal breitest Du sie aus und sie reden
von Liebe.
Hände streicheln warm. Deine Hände sind zärtlich und sanft.
Manchmal spüre ich nur die Fingerspitzen, wie sie über meine
Haut krabbeln und eine Gänsehaut hinterlassen. Manchmal
spüre ich die ganze Hand, wie sie sich warm und sicher auf
meinen Körper legt und an der Stelle einen wohligen Schauer
hinterläßt, die sie berührt.
Hände spenden Kraft. Deine Hände haben Kraft und Stärke. Sie
verletzen nie, spenden Geborgenheit und Nähe. Sie halten
mich, wenn ich schwach werde und richten mich wieder auf,
wenn ich Stärke brauche. Gib mir Deine Hände, damit meine
Dich festhalten können |
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!
Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird
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