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Weiter, auch wenn es nicht mehr weiter geht... |
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geschrieben am: 13.11.2002 um 22:05 Uhr
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„Passiert.“ sagte sie und lächelte, ohne einen bestimmten Punkt im Raum zu haben, an dem sie sich festhalten konnte. Dann sagte sie nichts mehr. Sie hatte mehr gesagt als sie wollte, mehr Kraft gehabt als sie ihren leicht zitternden Händen und den dunklen Ringen unter ihren Augen zugetraut hätte. Mehr als sie je hatte sagen wollen. Beinahe entstand in ihr das Gefühl zu viel gesagt zu haben, doch sie verdrängte es , in dem sie ihren Blick durch den Raum schweifen ließ und sich dem in ihr aufsteigenden Gefühl widersetzte, weinen zu müssen. Ihr Gegenüber konnte nichts davon erkennen. Fast schien es, als wäre alles in Ordnung. Als wäre nichts geschehen. Und sie sagte, sie müsse gehen. Murmelte es fast. War schon weg bevor er reagieren konnte. Sie könnte weitermachen als ob nichts gewesen wäre. Weiter, immer weiter!
Ihre schmale Hand fuhr die kalten, weißen Kacheln hinauf. Und dann wieder hinab. Sie schwieg. Lauschte den Stimmen außerhalb dieses kleinen Raumes. Meine Welt, dachte sie und musste ein wenig lächeln. Doch erst als schon die letzten Stimmen abgeklungen waren, als ein letztes Mal dieses rauschende Geräusch ertönte und die letzten Mädchen kichernd den Raum verließen, als das letzte dieser Alltagswesen seinen gewohnten Gang gegangen war, da wagte sie es, ihren Kopf zu heben. Meine Welt, dachte sie, als sie ihr kleines von Müdigkeit und Blässe verzehrtes Gesicht in den blauen Kacheln verschwommen erkannte. Es ist nicht meine Welt. Und es ist auch nie meine Welt gewesen.
Sie wollte zusammensinken. Wollte schreien und sich an irgendeinem Punkt festhalten. Stille. Sie konnte nicht. Sie ruschte an den kalten Kacheln ab und spürte in sich nicht die Kraft sich fallen zu lassen. Das grelle Neonlicht zeigte ihr den Weg nach draußen, doch sie hatte Angst ihn noch einmal zu gehen.
Als sie die Tür hinter sich zuzog spürte sie nicht vorhandene Kraft. Sie hörte Stimmen. Und als vor ihr der Türrahmen zu verschwimmen drohte, krallten sich die Finger ihrer linken Hand in ihren rechten Arm. Ich stehe noch, dachte sie und öffnete die Tür. Weiter, immer weiter!
Jemand sah sie an. Sah nicht wie kraftlos sie war und lachte. Sie lachte auch. Musste, weil es von ihr erwartet wurde. Weil sie es selbst erwarten würde. Später.
Sie hörte Stimmen im Hintergrund. Weg, zu weit weg, dachte sie und versuchte ihre Gedanken ganz auszuschalten, dieser einen Stimme zu lauschen. Nicht in Gedanken wegzulaufen. Was sie sagte war gleichgültig, auch als der andere gegangen war.
„Passiert.“, dachte sie und wusste, sie würde weiter gehen. Irgendwie. |
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geschrieben am: 15.11.2002 um 17:20 Uhr
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geschrieben am: 16.11.2002 um 01:04 Uhr
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Danke Sonja, wenn ich die Worte hätte dir zu sagen wie sehr du mich am Leben hälst ich würde sie hier hin schreiben. Ich würde gerne irgendwas tun, was es wieder gut macht, dass ich mich so wenig um dein Befinden kümmere. Und ich weiß ja selbst wie schwirieg ich in den letzten Wochen war...
Sonja, es ist so wunderbar, dass es dich gibt..
Mehr und mehr erkenne ich wie wichtig es ist, dir vertrauen zu können...Dass da bist...
*umarmtz* |
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