| "Autor" |
Ein Blick in die Tiefe... |
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geschrieben am: 20.11.2002 um 14:05 Uhr
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Nun stehe ich hier,
hoch oben,
auf einer Brücke
und starre in die Tiefe.
Die Tiefe lässt sich
nicht beeindrucken
und starrt mit ihrer Leere zurück.
Selbstsicher, aber vorsichtig
gehe ich einen weiteren Schritt
auf das Geländer zu.
Blicke abermals hinab.
Ein Windhauch lässt
meine Haare wehen,
ohne Ziel, ohne Sinn.
Ich stupse mit meinem Stiefel
einen Stein an
und er fällt.
Er fällt unaufhaltsam,
immer weiter herunter.
Durch die von Nebel
eingehüllte Stille
höre ich den gedämpften Aufprall.
"Nun ist er unten.",
denke ich.
Und ...?
Ja ... was eigentlich und?
Warum folge ich diesem
Stein denn nicht?
Ich lehne mich weiter
über das Geländer.
Es ist nicht zu genau zu erkennen,
wo dieses besondere "unten" ist.
Ich schließe die Augen,
atme tief die kühle Luft ein.
Was wäre, wenn ...?
Wenn ich nur diese wenigen Zentimeter
des Geländers überwinde
und einfach loslasse.
Dunkelheit, Kälte, Nebel und Wind
würden ich auf dem Weg
hinab begleiten.
Dunkelheit und Kälte,
wie ich sie so oft fühle.
Nebel, der oftmals meinen
Geist umgibt,
Wind, der mich tragen würde.
Ich spüre, wie Tränenströme
mein Gesicht entlanggleiten.
Wie wäre es wohl,
nachdem ich hart auf dem Beton
aufschlagen würde?
Habe ich eine Seele?
Würde diese dann den zurückgelegten
Sprung für die Unendlichkeit
ertragen müssen?
Würde sie sanft, wie ein Engel,
die schnell vorüberziehenden Wolken begleiten?
Ein tiefes Seuftzen entweicht
meinem durchfrorenen Körper.
"Würde man mich vermissen?"
Plötzlich öffne ich die Augen,
von den Gedanken erlöst,
höre ich eine liebe, mir vertraute Stimme.
Die Stimme kommt näher.
"Wo warst du?! Wir haben dich überall gesucht ..."
Ein erleichtertes Lächeln tritt in mein Gesicht
und ich falle dieser Person
in die Arme.
Wiederrum fließen Tränen,
doch diesmal vor Freude...
Geändert am 20.11.2002 um 14:08 Uhr von Mondscheinkuss Geändert am 20.11.2002 um 18:51 Uhr von Mondscheinkuss |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 20.11.2002 um 16:23 Uhr
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Ein in seiner Gesamtheit ergreifendes und für mich angenehm zu lesendes Gedicht mit einem versöhnlichen Ende. In "Dunkelheit" hast du einen Buchstabendreher drin.
Gruss Lama |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 20.11.2002 um 16:49 Uhr
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schön geschreiben...
"Wenn du lange in einen Abgrund blickst , dann blickt der Abgrund auch in dich hinein" -zitat aus dem Film "Abyss Abgrund der Tiefe"
GNI |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 20.11.2002 um 18:55 Uhr
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Ich danke euch.
Und auch noch ein Dankeschön, für den Hinweis Lama.
Grüße ~Mondscheinkuss~ |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 21.11.2002 um 15:22 Uhr
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Was soll Ich dazu großartig sagen?
Warum Du dem stein nicht folgst?
Der Stein hatte keine Wahl, er hat sich gebeugt, der Deinen Kraft! Kraft, die Dir Aufzeigte, dass "Sei kein Stein"
Und ich weiß, dass Du dich werst.
Also gib nich auf, werde nie zum Stein.
Warum?
Denke dieses brauche ich nicht weiter erläutern.
Man liesst sich.
Nuclear |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 21.11.2002 um 16:49 Uhr
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Denkst du wirklich, ich würde zum Stein werden?
Ich glaube, du kennst mich gut genug um zu wissen, dass es nicht so ist.
Da sollte ich mir doch mehr Gedanken um dich machen, oder?
Naja ... du weist, wie ich darüber denke ...
Wir hören von einander.
~Mondscheinkuss~
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