| "Autor" |
Eine Weihnachtsgeschichte... |
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geschrieben am: 23.12.1999 um 04:03 Uhr
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[i][b]Eine Weihnachtsgeschichte[/b]
Die vornehmen Leute aus dem Osten hatten den Stall und die Krippe noch nicht lange verlassen, da näherten sich drei
merkwürdige Gestalten dem Stall.
Die erste trug ein buntes Flickenkleid und kam langsam näher. Zwar war sie wie ein Spaßmacher geschminkt, aber eigentlich
wirkte sie hinter ihrer lustigen Maske sehr, sehr traurig. Erst als sie das Kind sah, huschte ein leises Lächeln über ihr Gesicht.
Vorsichtig trat sie an die Krippe heran und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht. "Ich bin die Lebensfreude", sagte sie. "ich
komme zu dir, weil die Menschen nichts mehr zu lachen haben. Sie haben keinen Spaß mehr am Leben. Alles ist bitterernst
geworden". Dann zog sie ihr Flickengewand aus und deckte das Kind damit zu. "Es ist kalt in dieser Welt. Vielleicht kann dich der
Mantel des Clowns wärmen und schützen.
Dann trat die zweite Gestalt vor. Wer genau hinsah, bemerkte ihren gehetzten Blick und spürte, wie sehr sie in Eile war. Als sie
aber vor das Kind trat, fiel alle Hast von ihr ab. "Ich bin die Zeit", sagte sie und strich dem Kind zärtlich über das Gesicht.
"Eigentlich gibt es mich kaum noch. Die Zeit, sagt man, vergeht wie im Flug. Darüber haben die Menschen ein großes Geheimnis
vergessen: Zeit vergeht nicht, Zeit entsteht. Sie wächst wie die Blumen und Bäume. Sie wächst überall dort, wo man sie teilt."
Dann griff die Gestalt in ihren Mantel und legte ein Stundenglas in die Krippe. "Man hat wenig Zeit in dieser Welt. Diese Sanduhr
schenke ich dir, weil es noch nicht zu spät ist. Sie soll dir ein Zeichen dafür sein, daß du immer so viel Zeit hast, wie du dir nimmst
und anderen schenkst.
Dann kam die dritte Gestalt an die Reihe. Sie hatte ein geschundenes Gesicht voller Narben, so als ob sie immer und immer
wieder geschlagen worden wäre. Als sie aber vor das Kind in der Krippe trat, war es, als heilten die Wunden und Verletzungen,
die ihr das Leben zugefügt hatte. "Ich bin die Liebe", sagte die Gestalt zärtlich zu dem Kind. "Es heißt, ich sei viel zu gut für diese
Welt. Deshalb tritt man mich mit Füßen und macht mich fertig". Während die Liebe so sprach, mußte sie weinen und drei dicke
Tränen tropften auf das Kind. ..Wer liebt, hat viel zu leiden in dieser Welt. Nimm meine Tränen. Sie sind wie das Wasser, das den
Stein schleift. Sie sind wie der Regen, der den verkrusteten Boden wieder fruchtbar macht und selbst die Wüste zum Blühen
bringst'.
Da knieten die Lebensfreude, die Zeit und die Liebe vor dem Kind des Himmels. Drei merkwürdige Gestalten brachten dem Kind
ihre Gaben dar. Das Kind aber schaute die drei an, als ob es sie verstanden hätte. Plötzlich drehte sich die Liebe um und sprach zu
den Menschen, die dabeistanden: „Man wird dieses Kind zum Narren machen, man wird es um seine Lebenszeit bringen und es
wird viel leiden müssen, weil es bedingungslos lieben wird. Aber weil es Ernst macht mit der Freude und weil es seine Zeit und
Liebe verschwendet, wird die Welt nie mehr so wie früher sein. Wegen dieses Kindes steht die Welt unter einem neuen, guten
Stern, der alles andere in den Schatten stellt.“
Darauf standen die drei Gestalten auf und verließen den Ort. Die Menschen aber, die all das miterlebt hatten, dachten noch lange
über diese rätselhaften Worte nach ...[/i]
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Ich wünsche Euch allen ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest ohne Trauer und Schmerz, ohne Tränen, Leid und Einsamkeit...
[Diese Nachricht wurde geändert von: xeena (geändert am: 23-12-99).] |
| Warum richtest Du über mich, wenn Du doch keine Ahnung hast, wovon ich spreche, wie ich lebe, wie ich liebe? |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.12.1999 um 11:30 Uhr
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die geschichte ist wunderschön, viel 'wahrer' als die, die ich bisher immer erzählt bekam. grade die weihnachtszeit stimmt mich nachdenklich, leider auch etwas traurig...in letzter zeit musste ich an mir selbst feststellen, dass ich mir viel zu wenig zeit für die wichtigen dinge des lebens nehme. dazu gehören nicht nur liebe und lebensfreude...sondern auch die freundschaft. wahre freundschaft wird immer bestehen und alle höhen und tiefen des lebens überstehen. ich habe viele fehler gemacht, die meisten wohl in den letzten tagen...dennoch brachte mich diese geschichte dazu, nicht alles so bitterernst zu sehen und hoffnung zu haben...hoffnung, dass alles wieder ins reine kommt und wieder freude, liebe und freundschaft bestehen wird.
ich wünsche allen, dass sie niemals das wirklich wichtige vergessen. es ist schwer in dieser hektischen zeit, aber es geht.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 23.12.1999 um 21:06 Uhr
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right you are xeena
[b]amazing grace[/b] |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 24.12.1999 um 12:31 Uhr
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Eine wunderschöne Geschichte die einen mal über den wahren Sinn Weihnachtens nachdenken lässt....
*wünscht allen ein wunderschönes Fest*
gemi |
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.12.1999 um 05:52 Uhr
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Da kann ich mich den anderen nur anschliessen, wirklich eine wunderbare Geschichte, danke
teddy |
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