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geschrieben am: 09.12.2002 um 19:12 Uhr
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Ein Tropfen fällt vom Himmel her,
der Tag wird schwer, der Himmel leer,
das Licht des Abends leuchtet am Horizont,
ein sanftes Rot gleitet durch die Wolken her,
das wie ein Teppich über dem Himmel liegt,
sich an die Sterne schmiegt.
Der Stoff scheint zu brennen an diesem Tag,
doch es ist nichts, als Licht und Wärme,
das Ende naht.
Der Tropfen geht, fliegt und reitet,
durch die Luft zum Boden hin,
dieser Tropfen, der da schreitet,
durch den Himmel zu deinem Herzen hin.
Es schlägt auf, platzt, zerfällt,
als wäre es ein kleiner Blitz,
die Fetzen gleiten, bilden schnell,
Eisblumen auf deines Herzens fahle Wunden.
Der Tropfen, nur eine Träne, die einzt geweint,
gefallen von den Engelliedern,
in deine Unvergessenheit.
Der Tropfen jetzt ist in dir,
durch dich selbst, ein Stückchen Glas,
durch den Aufschlag neu erblüht,
zu einer Eisrose aus weißem Silberstein.
Sanfte feine Riefen, dünnste Stacheln an ihr dran,
zerbrechen, zerfallen zu Staub, zu Wasser,
wenn dort geht jemand dran.
So empfindlich, wie Papier aus Glas,
so steht die Engelsträne in deinem Herzen still,
geformt zu einer stillen Hoffnung, sanft und klein,
sie wird dort immer wieder sein.
Selbst wenn das nächste Beben, die Rose zerbricht,
die Engel weinen in dein Kindsgesicht,
sie klagen, schreien, rufen, gehen,
sie werden dich nie wieder sehen
AM |
Das Sterben der Seele
beginnt nicht mit dem Verlust des
Lebens, sondern mit dem Fehlen von Liebe!
Hundert Tränen gehen den Weg der Traurigkeit bevor das Wasser der Gefühle wieder klar wird
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