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The last Razielim (vor allem an die Zauberwäldler...) |
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geschrieben am: 31.12.2002 um 16:44 Uhr
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So, dies ist nun die original-Geschichte meiner Charas (Den vor allem einige ZW leute kennen sollten...)
Ich bin für Kritik offen ^^
Und falls ich noch eine Beschreibung für die anderen Leute und Landschaften (etc) abliefern soll, bitte bescheid geben!
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geschrieben am: 31.12.2002 um 16:45 Uhr
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Prolog:
Sie sah stumm in die wirbelnden Wasser des Sees.
Ganz allein stand sie da, am Rande der Klippen. Gleich würde dieses ganze Elend ein Ende haben. Bald musste sie nicht mehr diese ganze verfluchte Welt mit ansehen und unter ihrem Verfall leiden. Sie breitete ihre Arme aus und schloss die Augen......
Das Tier in ihrem Kopf, in ihrem Herzen, in ihrer Seele protestierte. Aber diesmal würde sie die Kontrolle behalten. Und dann würde sie frei sein.
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geschrieben am: 31.12.2002 um 16:46 Uhr
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Kapitel 1
Feraz saß stumm da, das Kinn in eine Hand gestützt, die Augen geschlossen.
Die andere Hand umschloss eine Lanze, die ihrem Griff jedoch jeden Moment entgleiten konnte.
Um sie herum war tiefe Nacht. Das Licht des Mondes war zu schwach als dass er die Dunkelheit aufhellen konnte. So zeichnete er sich nur vom verrauchten Himmel ab, blass und wässrig.
Ein sachter Wind umspielte ihren Körper und wehte ihr das lange, fahlblonde Haar ins Gesicht. Ihr Kopf legte sich friedlich auf die rechte Schulter.
„Feraz!“
Sie schreckte hoch, umklammerte die Waffe fester und sah sich verwirrt um.
Neben ihr stand Reros, ein guter Krieger und ein guter Freund. Jetzt aber sah er sehr ernst auf sie herab.
„Feraz, du weißt genau das du als Wachposten nicht einschlafen solltest.“ sagt er streng.
„Ich weiß, ich weiß....“ seufzte sie und gähnte „...aber nun sei doch mal ehrlich, du bist doch bestimmt auch schon eingenickt während einer deiner Schichten, oder?“ „Nein.“
Sie streckte sich genüsslich und richtete sich auf.
„Lügner. Und überhaupt, was sollte schon passieren? Von wem sollten wir angegriffen werden? Von den Menschen?“ sie lachte.
Reros lächelte. „Du bist noch jung und dumm. Aber meinetwegen. Deine Schicht ist beendet, du kannst gehen. Auch wenn du es nicht verdienst...“ fügte er leise hinzu.
Feraz war eine Kriegerin und die jüngste der Nosgoth-Kainiten und sie gehörte dem Clan der Razielim an. Sie hatte den großen Krieg nicht miterlebt, hatte eigentlich noch nie wirklich kämpfen müssen.
Sie wusste noch nicht einmal warum sie überhaupt erschaffen worden war, aber sie kümmerte sich wenig um diese Frage. Sie war da und sie war stolz darauf. Stolz ein Vampir zu sein.
Besonders stolz war sie auf ihren Erschaffer, dem Erstgeborenen Sohn Kains: Raziel.
Sie empfand es als eine einzige Ehre von seinem Blut abzustammen.
Noch vor kurzem war er aus einer Metamorphose erwacht. Seine Entwicklung war höchst ungewöhnlich abgelaufen – Kain hätte sich eigentlich vorher weiterentwickeln müssen.
Raziel waren Flügel gewachsen, zwei wunderschöne Flügel, die ihn einem dunklen Engel gleichen ließen.
Kain besaß keine Flügel. Das machte ihren Herrn zu etwas besonderem, fand Feraz. Und in wenigen Jahren würden alle Razielim ebenfalls Flügel haben. Dieser Gedanke begeistere sie am meisten.
In jener Nacht begab sie sich vom südlichen Wachturm ihres Clans nach unten, mit der Absicht sich den Rest der Nacht noch mit etwas Blut zu versüßen.
Niedere Sklaven gab es genug und es würde nicht ihr nicht allzu schwer fallen sich ihr Nachtmahl zu besorgen.
Tatsächlich aber gelang es ihr erst außerhalb des Clangebietes, am Heiligtum, eine geeignete Beute zu finden.
Sie zog ihr Opfer in eine dunkle Ecke und saugte ihm langsam den Saft des Lebens aus den Adern.
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geschrieben am: 31.12.2002 um 16:48 Uhr
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Als ihr Hunger gestillt war und sie den toten Körper zu Boden gleiten lassen wollte vernahm sie ein Geräusch. Schritte, weit am anderen Ende des Heiligtums. Feraz hob ihren Blick und erkannte im flackernden Licht der Fackeln eine Gestalt, gewandet in eine kunstvoll gefertigte Uniform.
Sie erkannte ihren Master erst nach einigen Augenblicken. Er bewegte sich auf den Gang zu der zu Kains Thronsaal führte.
Seine Flügel waren eng an seinen Körper gelegt und sein Blick war ernst.
Feraz runzelte die Stirn nachdenklich. Was wollte er um diese Tageszeit hier? Der Morgen graute noch nicht einmal.
„Master?“ frage sie. Raziel drehte seinen Kopf in ihre Richtung. Sein Blick hellte sich etwas auf als er sein jüngstes Kind erkannte. „Was machst du hier?“ fragte er und blieb stehen. Feraz näherte sich ihm und wischte sich im Gehen mit dem Handrücken über das blutverschmierte Gesicht.
Vor ihrem Herrn hielt sie inne und verneigte sich. Raziel betrachtete sie „Du warst auf der Jagt?“
„Ja Herr, wenn ihr es so nennen wollt.“ Feraz hob den Kopf wieder. „Kann ich etwas für euch tun, Herr?“ Raziel schüttelte den Kopf „Geh in den Clan zurück und sag Agis er würde mich erst morgen früh erwarten. Ich bin zu einer Besprechung mit Kain gerufen worden.“ Er lächelte leicht „Es wird Zeit das er sieht das selbst er übertroffen werden kann, findest du nicht? Eine perfekte Gelegenheit es ihm zu beweisen...“ Er wandte den Kopf zum Gang zurück. Feraz nickte ehrfürchtig und entfernte sich mit einer weiteren Verneigung in den Schatten zurück.
Ihr Master ging weiter und verschwand im Gang.
Sie blickte ihm nach und dachte über seine Worte nach. Sie würde gerne Kain Gesicht sehen wenn er erkannte das er übertrumpft worden war. Sie kannte den Gebieter nur ernst und selten hatte sie ihn lächeln sehen, geschweige denn aus der Fassung gebracht.
Plötzlich lächelte sie selbstsicher und schlich ihrem Master hinterher. Sie folgte dem Gang und hoffte das keine Wachen aufgestellt sein würden.
Doch sie sorgte sich umsonst – der ganze Weg war wie ausgestorben.
Endlich erreichte sie den Eingang zum Saal. Selbst er war nicht bewacht. Schnell huschte sie hinter einen Pfeiler und linste an ihm vorbei in die Mitte des Saals.
Kain saß weit hinten auf seinem Thron. Um ihn herum standen die zerstörten Säulen des Gleichgewichts und seine Hand ruhte auf dem Heft des Soul Reavers, seinem gefürchteten, seelenraubenden Schwert.
Im Raum verteilt konnte sie die anderen fünf Clanführer erkennen. Raziel trat in ihre Mitte, warf jedem einen Grüßenden Blick zu.
Dann kniete er nieder vor seinem Herrscher.
Feraz war ganz still und beobachtete das alles. Gleich würde es passieren. Dann konnte sie sich wieder davonschleichen und keiner würde wissen das sie jemals hier gewesen war.
Raziel neigte seinen Kopf tief, dann begann er seine Flügel auszubreiten.
Feraz sah fasziniert zu. Sie hatte ihren Herrn das schon oft tun sehen, aber jedes einzelne Mal war eine Wohltat. So stolz sah er aus und so edel.
Kain musterte ihn und beugte sich leicht vor. Feraz grinste; tatsächlich, Kain, der Große Vampir-Herrscher, sah zu komisch aus. Diese Ungläubige Miene wollte gar nicht zu ihm passen.
Dann jedoch fasste Kain sich wieder und richtete sich auf. Gleichzeitig erhob auch Raziel sich.
Die anderen fünf sahen dem regslos zu, nur Kain bewegte sich.
Er trat langsam zu seinem ältesten Sohn, ging um ihn herum und betrachtete ihn und seine Flügel.
Und Feraz wandte sich zufrieden zum Gehen um.
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