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geschrieben am: 08.01.2003 um 13:39 Uhr
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Nun flogen nicht nur des Öfteren die Tauben hin und her, sondern auch schnelle Tauben wurden ausgetauscht. Der Mann in ihm konnte sein Glück nicht fassen, doch seinen Gefühlen wollte er nicht trauen. Der Junge in ihm schalt ihn einen Narren, dabei überhaupt Glück zu empfinden.
Und dann, nach so manchem Abend, erreichte ihn eine weitere schnelle Taube. Die Nachricht von ihr war so geschwungen wie eh und je, doch konnte er sehen, wie sehr sie wohl gezittert haben musste bei der Abfassung der Worte.
Der Mann las die Botschaft erst einmal, zweimal und dann noch ein drittes Mal...ja, da stand es. Der Mann in ihm hatte Recht gehabt und der Junge unrecht, denn sie empfand alleine durch die geschriebenen Worte mehr für ihn, als er sich je hätte träumen dürfen.
In den nächsten Tagen und Wochen schrieben Beide offen zueinander und man wurde sich darüber bewußt, daß es nicht genügen durfte, sich nur zu schreiben.
Hin und her flogen die Tauben und ein Zeitpunkt ausgemacht, alsbald ihre Kutsche mit ihr bei ihm erscheinen würde.
Nervös war der Mann, welcher schon lange nichtmehr so empfunden hatte und nervöser wurde er, je näher doch der Zeitpunkt kam, derweil sie erscheinen sollte.
Der Blitz traf ihn fast sprichwörtlich, als er sie dann sah. Eine Prinzessin, von nicht beschreibbarer Schönheit und Eleganz, einem Funkeln in den Augen, welches sein Herz zu sprengen schien.
Seine Hoffnungen wanderten gen Erde, denn ihm war bewußt, daß eine solche Prinzessin niemals einen wie ihn genauer anschauen würde.
Doch, so sei es uns beschieden, die Hoffnungslosigkeit war doch umsonst, denn ebenso wie er, war auch sie hin und weg vom ersten Augenblick.
Die Tage, Wochen und Monate flogen nur so dahin, noch getrennt durch Distanz, doch immer eine Gemeinsamkeit vor Augen.
Einige verzwickte und verwickelte Situationen gab es, welche zwar nie ihrer beider Gefühle beeinflußten, doch eine Trennung so manches Mal wie einen blutroten Dämonen auftauchen ließen.
Doch vergab sie ihm, welche Fehler er zu Beginn auch gemacht hatte, als er den Taubenschlag gerade erst sein Eigen nannte, wenn sie ihm doch auf Grund dessen so manches mal mißtraute und ihrer Eifersucht den Vorrang gab. Doch so manches Mal auch nicht bewußt, so zeigte er ihr, daß diese unbegründet war, denn er liebte sie ganz alleine, tiefer, als ihm das jemals geschehen war. Und der Mann in ihm und der junge schwiegen Stille.
Doch auch sie war nicht ohne Fehl und Tadel, doch geschah dies nicht aus Böswilligkeit sondern aus Angst, ihn zu vertreiben. Doch auch dort, Mal um Mal, hielt er nur zu ihr, nahm ihr ihre Angst und nahm sich auch die eigene. Sein Vertrauen war grenzenlos in sie und ließ sich durch nichts erschüttern, auch nicht in der dunkelsten Zeit, welche beide zu bestehen hatten. Sie entschied und log ihn an, wiederum aus Angst, er würde sie danach nichtmehr lieben oder zumindest nichtmehr so, wie als davor. Lieber zog sie sich zurück und ließ ihn im Unklaren über die Tatsächlichkeiten und stellte so ihre Zukunft auf eine harte Probe. Nur ein Zufall klärte diese Angelegenheit und beide sprachen darüber. Doch nie kam es ihm in den Sinn, ihr zu mißtrauen. Er liebte sie immernoch genauso wie zu Beginn, zumal, doch eigentlich von Tag zu Tag mehr. Und er war dessen zufrieden, daß sie unbeschadet diese Zeit und Entscheidung überstanden hatte.
Doch kurz darauf entfernte sie sich wieder und wiederum bestand Gefahr. Doch zum Glücke der Beiden ließ es sich schnell klären, wenn sie doch auch ihre Lüge wiederum mit einer Lüge beschwichtigt hatte. Doch wiederum ging es ihm nur um sie, denn er liebte sie.
Die Tage gingen weiter und beide liebten sich sehr.
Tag und Nacht, Stunde um Stunde dachte er an sie und liebte sie so sehr, wie noch nie zuvor.
Kleinigkeiten kamen vor, doch schnell waren sie aus der Welt geschafft, denn keinen ließen sie an ihre Liebe heran.
Doch dann ... mit einem Male ... ohne jegliches Zeichen davor ... wurde es schwarz.
Immer seltener trafen Tauben und Reiter und schnelle Tauben bei ihm ein, so oft er auch selber ihr was zukommen ließ. Auch wurde Mal um Mal ein Treffen verlegt und abgesagt, da dringende Umstände sie daran hinderten.
Er begann zu verzweifeln, denn er verstand es nicht. Nichteinmal Sorgen oder Sehnsucht kamen in ihr auf, im Gegenteil, sie machte sich immer weiter los. Und als sei dies nicht genug gewesen, so belog sie ihn in den Begründungen und gar auch in dem, was sie zuweilen als Nachricht den seltenen schnellen Tauben mitgab.
Der Mann und der Junge in ihm stritten heftigst darum, wer nun Recht gehabt haben mag und ihm nun Vorwürfe machen dürfe.
Doch der Mann hörte auf keinen von Beiden, denn seine Liebe hatte sich trotz allem nicht gemindert.
Doch abweisend und kalt, als wäre es von Beginn an geplant, verhielt sie sich. Auf keins seiner Worte eingehend, auf keinen Gedanken antwortend, lebte sie nun für sich alleine.
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