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Ode an das nichts

Nutzer: Eygatur
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geschrieben am: 20.01.2003    um 17:03 Uhr   
oh welch bitter süße Ironie, weithin ist die Ebene vor mir, tief grün und lang das saftige Gras, mein sitz, ein Thron... doch ich wache auf, entsteige meinem "Grab", also meinem Bett, das mich in so verschlungene Träume wirft in denen ich denke ich sei endlich "etwas". ich geh da nach wie immer zu meinem Spiegel. nur eine Boxershorts trage ich nun und sehe was mir so verhasst, ich sehe "mich", ruhig noch mustere ich meinen Körper, ich lache kalt und sehe auf das Blut neben dem Spiegel, ich schrieb mit meinem Blute auf was ich sah, ich sehe nicht mich, oder doch? ich sehe ein Skelette, ja so wird es sein, gerade einmal so viele Muskeln das die Knochen sich in schwache, mühsame Bewegung begeben können, die Haut die notdürftig, fast verhasst die Knochen zusammenhält, sie ist doch nur von Knochen zu Knochen gezogen, liegt eng an jene an, nein die Haut verdeckt nicht was offensichtlich ist, ja wie ein Skelett erscheine ich mir. Wütend, traurig und flehend wende ich mich ab, nicht einmal in der Lage mein eigenes Spiegelbild zu ertragen...

weiterhin gehe ich zu meiner Arbeit, ich gehe? nein ich wandle, warum weis ich nicht was ich bin? ein Wesen wie jedes andere wohl nicht, denn verhasst blicken mich alle an, ängstlich und voller Furcht, bin ich ein Wesen schon längst tot geglaubt, tot genannt und habe nun den Fluch zu tragen hier zu "leben“? gefangen in einer Welt die, scheinbar nur, an mir vorüberzieht, mich nicht einmal trifft?

an der Arbeit angekommen wenden sich selbst die Arbeitskollegen von mir ab, meine Arbeit, nichts weiter als einfache Formen aus Metall zu verarbeiten und doch, nicht eines dieser Stücke will gelingen, nur spott ernte ich statt wirkliche Hilfe, somit bin ich wieder eingeschüchtert ziehe mich zurück aus der Welt und doch bin ich nicht weg, wieso nur kann es so sein, wieso darf es so sein das man mich verachtet, was habe ich nur getan, das mir auch nichts gelingen will?...

oh Freunde habe ich sehr wohl, hunderte, Tausende , bis zu jenem Augenblick an dem ich meine Augen wieder öffne, wie ein leiser, heiserer Schrei nach Liebe, mögen meine Augen vielleicht Ausstrahlen. Vielleicht, ein Wort das ich nur allzu gerne nutze denn es sagt doch nichts aus, wie ich, ja und weiterhin werde ich selbst niemals etwas wirkliches Erreichen denn unfähig bin ich hier zu Leben...

Tot wäre die einzige Lösung die mir noch bliebe aber, trotz der Dummheit, trotz der Arroganz des Individuums die das Leben offen hält, hält mich wieder einmal etwas hier, ist es das wissen darüber was ich bin ? das ich doch ein Teil des ganzen bin?

ich sitze einsam auf meinem Stuhl, ich habe nichts zu tun, eine Arbeit vielleicht, ein Telefonat das ich zu führen habe, ja ich selbst weis das ich lernen sollte aber wofür? wenn ich niemanden habe... warum? wenn ich keine Lust Empfinde mich zu bilden, doch auch das weis ich, das jenes nur Vorwände sind das ich nicht zu lernen brauche. man schiebt es auf morgen und von dort aus auf die Ewigkeit und dennoch wird morgen schon deine Vergangenheit sein...

ein gutes Wort erntet nur "böse" Worte, Ignoranz ist wohl das einzige Gefühl das ihm andere zeigen und dennoch wäre er froh wenn es auch dabei bliebe, sie hören nicht auf sie intensivieren das Spiel, des Leidens des schwächeren, und es zermürbt mich innerlich, zu sehen das ich doch die Liebe die mich hassen...

das öffnen der Tür, es ist nicht einfach ein Geräusch, nein die Tür weint wenn ich sie berühre, ein Aufschrei, sobald ich wieder den brüllenden, vor schmerz schon tauben Boden berühre, ein genervter Laut wenn ich die Luft beiseite schiebe...

ein Gefühl des nahen Glückes sehe ich ein schönes weibliches Wesen das nur wenige Meter an mir vorüber schreitet, sieht sie mich doch nicht an und doch erfüllt mich der kurze Augenblick mit wonniger Freude, könnte ich sie doch ansprechen. Doch nein ich weis, zu klein, zu schwach zu hässlich bin ich, habe keine Ader für solch Worte die mich zum Romeo emporragen um doch endlich einmal ein Teil der Gesellschaft zu werden.



langsam nur muss ich wieder sehen wozu ich verdammt bin. zu Lieben wo doch nur Hass ist, zu sehen wo es nur Blinde zu scheinen gibt, ich denke nicht wie sie, ich denke wirr, ich denke anders, und doch wahr...


wäre ich nur ein Engel oder wenigstens ein Wesen des bösen. wäre ich ein Mensch der nur Hass empfindet oder unendliche Liebe und dennoch quält man mich, man gab mir die Einsicht, zu sehen
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geschrieben am: 20.01.2003    um 17:04 Uhr   
was vergessen ward. ich werde niemals etwas richtig tun, niemals richtig handeln, denn dies, ist mir verwehrt

eher ruhig und gelassen sieht er nun zu den Sternen auf, unheimliche Stille um ihn herum, die Sterne funkeln leise, geben ein Gefühl der Ferne, ein Gefühl des Lebens wieder. Sie existieren wohl ewig und verlieren doch niemals an Glanz.

hätte er doch in der Schule aufgepasst, dann wüsste er um die Vergänglichkeit der Sterne, doch so hat er noch immer den festen glauben endlich etwas zu sehen was niemals vergehen wird

doch ein Gegensatz dazu entfesselt sein Interesse, rundherum, kurzer Rasen, seichte Sandwege und überall kleine, Längsgezogene Stücke, mit großen Steinplatten, kleineren oder nur einfachen Kreuzen, die Ruhe die er so oft sucht findet er hier, im Gegensatz des Vergänglichen zu dem Sein, die Ruhe im Antlitz der Sterne so ruhen sie hier in Frieden, er fühlt sich wie ein Teil des Ortes..

er hört nur allzu oft Geschichten wie wunderschön doch das Leben sei
und er sitzt traurig schweigend daneben

er hört nur allzu oft Geschichten wie einfach es doch ist die Ausbildung, die Schule. sonstiges zu meistern
und er sitzt traurig daneben

er hört nur allzu oft Geschichten wie gut es doch den Menschen geht
und er sitzt traurig daneben, schweigend obwohl er doch Zeit seines Lebens fast nur über solche Dinge nachdenkt, viel mehr als die anderen darüber weis
und er sitzt nur traurig daneben

der Friedhof ist es an dem er seinen Frieden fand, die unheimliche Stille hier denn so viele Fürchten sich vor jenem Orte und des Nachts ist niemand mehr hier, ein Ort, wie eine 2te Welt , eine Welt ohne Vorurteile , Hass und Verachtung

und er sitzt traurig... jedoch glücklich neben der Kirche ...



und man ergötzt sich an dem was man nicht einmal besitzt, ich sehe in den Fernseher doch nur leer sind die Bilder, immer wenn ich Menschen sehe erfüllt es mich in Trauer, im ersten Moment erfreue ich mich an den Bildern doch schon einen Augenblick später gewinnt die unendliche Trauer die Oberhand, warum bin nicht ich es der so etwas, das da in dem Bildchen tut ?

und man ergötzt sich an dem was man sich vorstellt, denn erst ist es ein leeres Buch deren Seiten meine Gedanken erst füllen, man Integriert sich, man Perifiziert sich mit den Personen, man wird ein Teil der Geschichte und ein nicht erklärbares Glücksgefühl entsteht, fesselt deine Augen, deine Gedanken an jedes einzelne der Wort... doch hebst du den Kopf dann bist du zurück, da wo du nie sein wolltest denn ein Teil des ganzen bist du nur scheinbar....

Leben heißt zu sehen was ich nicht besitze, und es erfüllt mich in tiefstes Selbstmitleid, aber ich hasse Selbstmitleid, es macht mich traurig und ich verachte doch die Tränen, es macht mich schwach obwohl ich stark sein will

jedes Gute Wort wird in einem Meer aus dem Gegenteil überschwemmt, meine Werte sind nichts als Sonderangebote die nicht lange anhalten

gebt mir ein Ziel und ich zeige euch den Startpunkt, ich zeige euch das in der Wüste nicht ein einziger Sandkorn liegt und das Wasser nichts anderes ist als die gesammelten Tränen der Engel, deren uns Gott nahm als er uns erschuf

oh Logik muss sein doch nicht so wie man es erwartet, ich sehe alles wie ihr es seht, das ist nicht zu bestreiten aber... ich definiere es anders, umso mehr lässt es mich erkennen das ich in dieser Welt nichts so sagen habe, das ich nicht Wert zu Leben wo es nötig ist
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geschrieben am: 20.01.2003    um 17:05 Uhr   
so lasse ich mich Treiben von der Ewigkeit, ich gebe es auf zu versuchen zu Leben wie ich es mir in den Träumen erhoffte...



jetzt erst Breitet das Wesen seine mächtigen Schwingen aus, knapp lächelt der Gefallene ob der Menschheit die er selbst heute noch nicht verstehen kann, sanft erhebt er sich in die Lüfte wohin er geht, oder woher er kam, es wird nie jemand herausfinden, was er wollte ? das was wohl keiner Entbehren kann... und der Regen viel sanft auf die Häupter der Menschen unter ihm, regen wohl dessen Ursprung seine Tränen waren
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