| "Autor" |
Morgen nach der Schlacht |
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geschrieben am: 29.01.2003 um 08:55 Uhr
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Als Spiegel einer Weite, die zum Schweigen bringt,
die allem Schrei zur Seite nichts als Stille singt
da führen weite Schritte auf dem Feld einher
die Wanderin zur Mitte wie die Hand den Speer.
Es schweifen bald die Blicke, Augen nächtlich blau –
so wie die Henkersstricke ist das Sehen rauh
erfassen das Geschehne, funkelnd voller Zorn,
gespannte Bogensehne, Wut so wie ein Dorn.
Da greifen schmale Hände fester noch das Schwert
als ob etwas bestände, das den Kampfe wert
das Haupt wird nicht zum Himmel hoffend aufgewandt
hat nicht der Leichenschimmel diesen schon verbrannt?
Zerfetzt sind all die Banner, Zeugen jähen Tods
die ersten Vögel Spanner frühen Morgenrots
und golden ist die Sonne, Licht ist was sie webt
die Gleichmut eine Wonne, der sie sich enthebt.
Hell blitzen tausend Klingen, laden ein zur Rast
im Sinn noch zu bezwingen allerletzte Hast
die Sonne strahlt Verzweiflung in die klare Welt.
Vollkommene Ergreifung, Traurigkeit erhellt.
Unfähig sich zu setzen, unfähig zu gehn
was könnte mehr verletzen – sie bleibt einfach stehn
und nichts bleibt mehr an Taten, nichts was übrig ist
hat gnadenlos verraten eine jede List.
Und alle Sinne führen will die Helligkeit,
doch wie will man berühren jenseitig vom Leid?
Als Sterne perlen Tränen funkelnd ganz aus Glas:
verätzt, bleibt zu erwähnen, Spuren die das fraß
als Spiegel einer Weite, die zum Schweigen bringt,
vom Zugehörn befreite, wo die Welt versinkt.
Da bleibt sie einfach stehen, Krieger ohne Sinn.
Man muß manchmal verstehen, alles geht dahin.
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.01.2003 um 11:54 Uhr
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Danke, Mindi ;)
It fell into my mind. (Folgen einer wechselseitigen Ping-Pong-Inspiration)
Liebe Grüße,
Engel
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| "Autor" |
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geschrieben am: 31.01.2003 um 12:58 Uhr
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Es fiel schnee nach der schlacht
stille
einsames schweigen
trostlos monoton
haltloses taumeln
ewiges fallen
im angesicht des abgrunds
tiefste risse menschlichen seins
fortgetragen vom wind
tausend stechende nadeln
durchbohrte reinheit
rosen verschwimmen
unter schweigen
stickige decke
nackte baeume
blattlos gestorben
klirrendes eis
melodioese tonlosigkeit
tiefe kuhlen
zerbombte felder
unsichtbar
unter trauer
kriegsplan
hallt nach
im heulenden sturm
schwarze augen
himmelsstarren
siegessicher
taubes laecheln
unbewegt
bedeckt mit asche
reinheit
abgebrannte feuer
sterbende glut
unkontrolliertes zittern
gestorbenes leben
rote flecken
schmelzen
die kaelte
malen
klagende muster
auf den schnee
nach der schlacht.
dieses gedicht ist eins meiner ältesten. seltsam, wie ein gedanke so viele monate überdauern kann.
Rhia |
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