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geschrieben am: 23.02.2003 um 23:34 Uhr
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Gedicht für die Haftpflicht
Ich fuhr auf der Strasse, und dachte an nichts.
Auf einmal sah ich hinter mir ein Licht.
Es kam immer näher, wurde dichter und dichter.
Päng!!! Und ich sah tausend Lichter.
Als ich noch da sass, vom Schreck ganz gestört,
fragte ich mich, was hat mich denn so verstört?
Ich schaute in den Spiegel, wo ich vorhin noch einen hatte.
Da stand sie auch schon neben mir, die Ratte.
So n blöder Kerl, dachte ich mir,
was steht der so doof vor meiner Autotür?
Ja, wo is sie denn überhaupt, die Tür?
Ich seh sie plötzlich nirgens mehr.
Der, der da so doof stand, sagte zu mir:
„Ich weiss wo sie ist, deine Autotür.
Als ich ausstieg da hat sie auf m Boden gelegen.“
Man, würd ich dem jetzt gern eine kleben.
Bist du ein A....., nein, das sag ich lieber nicht.
Ich will ja nicht wegen Beleidigung vor Gericht.
Doch ein Trottel bist du, das muss ich gestehn,
ich rate dir, mir aus dem Wege zu gehen.
Doch als ich mich wollte aus dem Sitz erheben,
schien es fast so, als würde ich kleben.
Herrgott noch mal, wer strich den Leim,
in mein mal schön gewesenes Auto hinein?
Tatü tata, so klang s von Ferne.
Irgendwie sah ich noch immer Sterne.
Doch plötzlich waren es blaue Lichter,
und vor mir standen Marsmenschgesichter.
Sind jetzt auch noch Ufos da?
Oh, das wär ja wunderbar.
Hallo Ausserirdische, ich bin ich,
warum schaut ihr denn so furchtbar dämlich?
Aha, so ist das, die Polizei ist da.
Lasst mich bloss in Ruhe, ich hab nichts getan.
Der da warÂ’s, der wie ne Pflaume da steht,
der ist Schuld, dass mein Auto nicht mehr geht.
Ist das jetzt ein blöder Schmarrn,
ich wollt doch nur in Ruhe Autofahrn.
Ihr könnt mich mal, ihr blöden Affen.
Ich gehe jetzt, dann könnt ihr gaffen.
Versucht ja nicht mich aufzuhalten,
denn sonst werde ich richtig gewalten.
Und dann würde es euch schlecht ergehn,
bis dann einmal, auf Wiedersehn.
Hey, wo ist denn mein Steuerrad?
Hab ich jetzt n Ecken ab?
Ach, dort unten seh ich mein Auto liegen,
wenigstens der Sitz ist mir geblieben.
Ich glaub ich penn jetzt mal ne Runde.
Vielleicht passiert dann mal ein Wunder.
Hört jetzt auf herum zu quecken,
und wagt es ja nicht mich zu wecken.
Mensch, bei dem Lärm kann doch kein Hirn schlafen,
möchte nur mal wissen, was die da palavern.
Man, sind das Dublä und Idioten.
Sowas gehört von der Polizei verboten.
Ei, was bin ich doch für ein Dummdödel?
Das ist ja die Polizei selbst, ich Blödel.
Sind das jetzt Schafe, ach was sag ich da?
Böcke sind das, ist ja klar.
Warum sitze ich denn überhaupt noch hier?
Hey du da, bring mir gefälligst n Bier!
Ah, jetzt fällt s mir wieder ein.
Ich kleb ja fest, aber muss das sein?
Langsam tun mir die Beine weh,
und vom Himmel flockt weisser Schnee.
Kalt ist das hier, das merk ich erst jetzt.
An mir wachsen schon Eiszapfen, oha lätz.
Was steht ihr so blöd da wie ein Ameisenhaufen?
Bringt ihr mir endlich etwas zum Saufen?
Ich habe Durst, und ich klebe fest.
Und was tut ihr? Ihr gebt mir den Rest.
Jetzt schauen mich alle blöde an,
so dämlich, dass es dämlicher nicht mehr gehen kann.
Dammich noch mal, hab ich jetzt ein Pech,
ich glaub jetzt werde ich ernsthaft frech.
Du Depp da vorne, hast du n Fimmel?
Lasst ihr mich hier etwa noch verschimmeln?
Ich will weg von hier, weilÂ’s eiskalt ist,
und bevor ihr Heinis mich noch vergisst.
Herrgott noch mal, was schaut ihr so blöde?
Langsam wird mir die Sache zu öde.
Könnt ich jetzt aufstehn, tätet ihr was erleben,
dann würdet ihr hier am Boden kleben.
„Aber, aber, mein Herr, seien Sie ganz ruhig.
Glauben Sie uns, es wird alles wieder gut.“
Moment mal, hab ich mit ihnen Siezis gemacht?
Ich bin der Dingsda, habÂ’n wir schon Nacht?
„Ein Arzt, schnell, der Patient ist endlich wach!“
Mann! Was machen die denn hier für nen Krach?
Herr Doktor, hallo, bin ich froh, Sie zu sehn.
Sagen Sie mal, was ist denn geschehn?
„Sie hatten einen Unfall, mein werter Herr.
Erzählen Sie mir doch den Vorgang ganz schnell.“
Gerne, Herr Arzt, machen Sie sich es sich bequem,
dann können Sie die ganze Geschichte hörn.
Ich fuhr auf der Strasse, und dachte an nichts.
Auf einmal sah ich hinter mir ein Licht.
Es kam immer näher, wurde dichter und dichter.
Päng!!! Und ich sah tausend Lichter………..
(Für einen lieben Bekannten nachdem er einen Autounfall hatte,
bei welchem zum Glück nicht mehr verletzt wurde, als sein Stolz.
Und sein Auto war leider danach nur noch ein Schrotthaufen.)
Leila Schneider
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