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umfrage wer ist dafür Weihnachten abzuschafen

Nutzer: Gast_dj_sunny
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geschrieben am: 21.12.1999    um 20:53 Uhr   
So leute alle jahre wieder und so sitzt die Familie zusamen und feiert weihnachten doch wer macht schon gerne bei dem Familien geschleime gerne mit ich glaube sicher nicht viele darum stehle ich mal das thema hier rein wer dafür ist weihnachten abzuschafen.
Ich finde man kann auch ganz normal mitten im jahr seine verwandten besuchen und beschenken es muss ja nich an weihnachten sein oder?
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Nutzer: stoopid
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geschrieben am: 21.12.1999    um 21:05 Uhr   
[i]ich bin auch dafür
1. hat man dann den jährlichen stress des was-schenk-ich-nur-dieses-jahr geschenkekaufamoklaufes durch gnadenlos mit geistig verwirrten und notorisch zuvielbezahlenden vorweihnachtszeitopfern überfüllten geschäfte.
2. hat man dann hinterher nicht den stress die überbezahlten und trotzdem unzumutbaren gewissensberuhigungsgeschenke umzutauschen.
3. sollte es eigentlich ganz normal sein, daß harmonie und frieden in einer familie herrscht, nicht nur die ach so heiligen drei tage im jahr.
4. hab ich vergessen
5. ist weihnachten aufgrund der seelischen überbelastung für alle beteiligten eh der blanke horror und es geschieht nur allzuoft, daß sich der über das vorangegangene jahr angestaute frust und unmut in einer geballten ladung zum feste entlädt.
6. liegt dieses jahr schon wieder kein schnee - also gibs keine weisse weihnacht - also kann weihnachten gleich ganz ausfallen, denn ohne schnee schleift der schlitten vom alten sack mit filzmatte im gesicht und säufernase ziemlich derb über den asphalt, was ich mir auf keinen fall zu ohren kommen lassen möchte.
und 7. weihnachten ist sowieso nicht mehr das, was es mal war...
Stoo[/i]
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Nutzer: ruthi
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geschrieben am: 21.12.1999    um 21:11 Uhr   
[i]dagegen ist, weil es dann ja auch keinen Glühwein mehr gibt...[/i]

[i]ci vediamo[/i]
ruthi
[Diese Nachricht wurde geändert von: ruthi (geändert am: 21-12-99).]
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Nutzer: ruthi
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geschrieben am: 21.12.1999    um 21:15 Uhr   
[i]oder doch besser so?!? selber nicht mehr weiß, was sie will...[/i]

[i]ci vediamo[/i]
ruthi
[Diese Nachricht wurde geändert von: ruthi (geändert am: 21-12-99).]
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Nutzer: apfelblüte
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geschrieben am: 23.12.1999    um 14:30 Uhr   
ich kann ja nur von mir selbst reden...aber ich würde weihnachten nie abschaffen wollen. nun, es stimmt: harmonie sollte auch unter dem jahr dasein, aber wer nimmt sich denn zeit dafür? seid doch mal ehrlich...denkt ihr unter dem jahr an einen lieben bekannten, den ihr lange nicht mehr gesehen habt und dass ihr im mal eine freude machen könntet?
weihnachten bedeutet für mich nicht, dass ich unbedingt geschenke machen muss. wenn ich wem was schenken will muss ich net auf weihnachten warten. aber ich möchte diese zeit nicht missen. das ganze jahr wird herumgestresst, schlechte laune verbreitet und an keinem ein gutes haar gelassen. zugegeben, ein chef der seinen mitarbeitern sagt, wie tolle arbeit sie doch leisten, sie aber das ganze jahr über fertig gemacht hat, den kann ich nicht ernst nehmen.
ich kann das gefühl nicht beschreiben, dass ich mit weihnachten verbinde...grade weil man sich zu dieser zeit wieder mit verwandten und bekannten trifft, gefällt sie mir so...in unserer hektischen zeit ist es und leider viel zu oft vergönnt, uns zeit füreinander zu nehmen. wenigstens einmal im jahr will ich das gefühl von glück in der welt verspüren...vergessen, in wie vielen ländern krieg und leid herrschen. oder einfach mal den menschen, die ich liebe, zeigen dass ich sie gerne habe...
...ich hab grad soviele gedanken an mir, aber jeder hat eine eigene bindung zu weihnachten.
ich wünsch trotzdem allen ne schöne zeit...und nen guten rutsch ins 2000 (den guten rutsch ins neue jahrtausend wünsch ich euch dann, wenn es wirklich beginnt, am 1.1.2001)
plütä
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Nutzer: zangadang
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geschrieben am: 26.12.1999    um 17:11 Uhr   
DAGEGEN!
weil Weihnachten wie alle anderen christlichen Feste eine wichtige Metapher ist, die umso besser verstanden und verinnerlicht werden kann, wenn sie auch PRAKTIZIERT wird.
Die jeweiligen christlichen Feste erinnern daran, daß die christliche Religion letztendlich einen lebensnahen Leitfaden für das tägliche Miteinander darstellt.
Jedes dieser Feste symbolisiert einen wichtigen Aspekt im Umgang mit sich selbst und seinen Mitmenschen.
Jedes dieser Feste soll sich so stark in die Erinnerung einprägen, daß man auch zu anderen Gelegenheiten sich an ihre wesentliche Botschaft erinnert.
Oder auch, daß der christliche Glauben weniger durch "Du darfst nicht/Du mußt"-Vorschriften gelebt, sondern durch freiwillig umgesetzte "Du sollst"-Empfehlungen verwirklicht wird.
(Da möchte ich auf das zweite der beiden Gebote von Jesus verweisen: "liebe Deinen Nächsten WIE Dich selbst" — 'WIE' sowohl zu verstehen als "UND", als auch "MIT GLEICHER QUALITÄT")
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Die metaphorischen Aspekte mal in eckige Klammern "[]" gesetzt sehe ich die Bedeutung von Weihnachten folgendermaßen:
Die Weihnachtsgeschichte weist auf die Möglichkeit hin, daß noch (oder gerade dann) bei [tiefster Kälte] unter [erbärmlichsten Umständen] ein [Christkind] geboren werden kann, das die [Welt] erlösen wird von seinen [Leiden], bzw. den Weg dort heraus aufzeigen kann.
[tiefste Kälte] = menschliche Kälte: jeder nur für sich, hartherzig, "was geht mich der Andere mit seinen Bedürfnissen an?", Neid, Mißgunst, Haß, Lieblosigkeit.
[erbärmlichste Umstände] = keine Möglichkeiten, von allen anderen Menschen gemieden/verachtet, abgeschoben in den letzten Winkel
(ich habe mal eine moderne Interpretation der Krippenszene gesehen: eine heruntergekommene Maria, die - bei klirrender Kälte unter dem Wartehäuschen einer Bushaltestelle alleingelassen - das christkind gebärt.)
[Christkind] möchte ich aufteilen in "Christ" und "Kind":
# "Christ" = da muß ich etwas weiter ausholen: nach dem christlichen Glauben ist Jesus 3 Tage nach der Kreuzigung auferstanden. Ich verstehe diese irre Geschichte als Anspielung auf den Umstand, daß alles, was ich erlebe, nach drei Tagen seinen stärksten Reiz verloren hat - egal, ob schlimme oder angenehme Erlebnisse.
Wenn z.b. mich jemand in einem Streit unter die Haut gehend beleidigt und ich daran zu knabbern habe, dann brauche ich zwei Tage, um den ersten Schrecken erst mal zu verarbeiten. Am dritten Tag bin ich soweit, daß ich mich wieder neuen Dingen zuwenden kann. Während der 'Trauerarbeit' habe ich aus dem Vorfall auch gelernt, und das Gelernte verinnerlicht. Es ist jetzt Teil geworden ["aufgefahren..."] meiner Lebenserfahrung, die meine Gedanken ["...in den Himmel"] mit beeinflußt.
Wenn ich das nicht völlig falsch in Erinnerung habe, wird Jesus erst nach der Auferstehung (Ostern) zusätzlich auch 'Christus' genannt.
Demnach lebt der christliche Glauben die Weisheit, daß man am Ende einer heftigen Entwicklung für zwei Tage traumatisiert ("wie tot") ist und alles Andere um einen herum vorübergehend an Bedeutung verliert. Daß man zwei Tage Ruhe braucht, um den ersten Schrecken des Vorgefallenen zu verarbeiten und frischen Mut und Motivation zu schöpfen, bevor man sich wieder dem (alltäglichen) leben zuwenden mag.
# "Kind/Geburt" = etwas Neues wird geboren. Dieses Neue kann eine Idee, oder ein Gefühl, oder irgendeine andere neue Perspektive sein, die sich weiterentwickeln läßt.
[Christkind] = eine neue Perspektive, das menschliche Miteinander zu beleben.
[Leiden] = all der Ärger und die Last, die man im täglichen Leben hat, und die umso schwerer wiegen, je weniger Lebensfreude/Perspektive man hat. (Habt ihr schon mal überlegt, warum man sagt, daß man jemanden gut "leiden" könne, wenn er einem sympathisch ist? ;-) )
[Welt] = alle Anteile/Aspekte, die für einen das Umfeld ausmachen, in dem man lebt (Gefühle, Gedanken, Bedürfnisse, Wünsche, ... von Partnern, Familie, ...).
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A
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