| "Autor" |
Nachtigall |
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geschrieben am: 21.02.2003 um 15:14 Uhr
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Erschöpft vom Alltag meines Lebens
Ausgelaugt der Menschlichkeit,
so sitz ich hier am Tore,
und seh den Sternen hinterher.
Welch Schicksal mir die Flügel stutzte,
das ist mir nicht bekannt.
Wollte fliegen, einmal um die ganze Welt,
doch dies blieb mir verwehrt.
Ein Käfig, ganz aus Gold,
in den bin ich gesperrt, der Schlüssel
irgendwo vergessen, nie benutzt.
Meine Flügel sind gebrochen
Und voll Jammer ist mein Schrei,
der in der Nacht verhallt... von niemandem gehört
und einfach übertönt.
Ja, die Welt... die Welt ist ja so gütig,
sie bietet uns so viel. Gefüttert werde ich
von Menschenhand,
die mich auch schlägt, sobald ich nicht mehr singe.
Eine Nachtigall, nur singend,
um gelobt zu werden.
Ersatz wird es immer für mich geben,
doch sieht niemand, dass ich einzigartig bin.
Verkrüppelt und geschlagen,
verhasst, vielleicht geliebt. Doch glücklich...
nein, das bin ich nicht.
Verharre zwischen Gitterstäben, schier
Um mein Leben singend,
bis das Tageslicht
meine Lider nicht mehr streift.
Bittersüß erklinge mein Gesang bis zu meinem Tode,
bis ich nicht mehr singen, nicht mehr tirilieren kann.
Werd ich niemals mehr die Freiheit spüren,
die ich einst so geliebt?
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