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Dunkle Macht |
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geschrieben am: 26.02.2003 um 12:28 Uhr
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Ritual
unheimlich, bizarr und grotesk
wallende Nebel in blutigem Rot
in finsterer bewaldeter Schlucht
schaurige Laute erklingen
dunkle Gestalten in gebrochnen Mauern
umtanzen den Opferstein
auf ihm mit angst verzehrten Blick
liegt eine junge Maid
und über allem schwebt ein Kreuz
auf den Kopf gestellt zum Hohne Gottes
an den Wänden Beschwörungsformel
Satan ist dieser Ort geweiht
unter ritualen Beschwörungen
erhebt Satans Priester das Opfermesser
trennt mit geübtem Schnitt
das lebende Herz aus der jungen Brust
und in der Morgenpresse steh wieder einmal:
<unbekannte Frauenleiche aufgefunden>
Big
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geschrieben am: 26.02.2003 um 22:35 Uhr
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Dämonennacht
Die Nacht ist schwarz und schmierig.
Draußen ist es still.
Die Schatten lecken gierig
jedes Licht, das schützen will.
Wieder neigte sich der Tag.
Die Angst kriecht aus den Ecken.
Die, die wir fürchten sind stark.
Wie Monster, die uns erschrecken.
Wär's nur der Feind, der an die Tore klopft:
Auf ihn! Da gäb's keinen Feigling.
Doch wenn die Schwärze von den Wänden tropft
ist das Schwert ein nutzlos' Ding.
Liebster, was kann Rüstung nützen?
Bleib doch, denn das Bett ist warm.
Wir können uns gegenseitig schützen,
fest umklammert Arm in Arm.
Posten stehen nun Nacht für Nacht.
Aus Angst ordnest du dies an.
Doch DIE haben eine Art von Macht,
vor der dich keine Wache schützen kann.
Ich steh am Fenster, suche Licht.
Der Wind streift meine nackte Haut.
Ich spühr' sie nur und seh sie nicht.
Die Stille schreit nun laut.
Die Angst will mich verzehren fast.
Halt mich fest, lass nur nicht los!
Der Fluch ist eine schwere Last
schon in meiner Mutters Schoß.
Sieh! Einen Schatten überquert den Hof!
Hast du die Gestalt erkannt?
Sein Stab verriet ihn, mit dem Schlangenkopf:
der Magier, der Dämonen bannt.
Er kratzt zwei Kreise in den Staub.
Er ist ein sehr Begabter.
Er hebt die Arme, senkt das Haupt.
Steht nun im Kreis - mein Vater.
Komm zurück darfst ihn nicht stören!
Für heute sind sie weg und fort.
Lass dich nun von mir betören,
dich entführen von dem Ort.
Vergiss die Angst, vergiss die Sorgen.
Leg dich her und liebe mich.
Im Osten graut schon bald der Morgen.
Es ist vorbei, beruhige dich!
Komm, hör auf deines Weibes Rat.
Für heute sind sie fort ein Stück.
Morgen ist ein neuer Tag.
Sie werden kommen. Wir brauchen Glück!
Diana Klautzsch
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geschrieben am: 26.02.2003 um 23:18 Uhr
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Nächtliche Qualen
In meinem Kopf ein Hämmern und Toben,
kann mich davon nicht befreien.
Dunkle Dämonen wollen mich hohlen,
bringen meinen Gedanken große Pein.
Es begann an dem Tag
als du mich verlassen hast,
hat gedacht es wäre das Ende,
als für mich die Welt stillstand.
Doch ich wehre mich gegen die Dämonen,
will sie drängen aus den Gedanken hinaus.
Jedoch ihre Kraft ist stark und unbemessen,
werd es nicht lange halten aus.
Jede Nacht das gleiche treiben,
immer wieder das gleiche Spiel.
Dunkel die Schatten die sich meiner bemächtigen,
wollen mich zwingen in die Knie.
Doch ich werde mich nicht ergeben,
klammere mich an jeden Halm,
an dem ich mich zurück ziehe ins Leben,
aufgeben wird ich auf keinen Fall.
© Big
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geschrieben am: 27.02.2003 um 00:13 Uhr
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Seit tagen spürst du es wieder
Unruhe läst dich nicht schlafen
nun ist es wieder so weit
du schaust hinauf zum Himmel
der Mond zeigt sich in seiner Fülle
Sternklar ist die Nacht
du merkst wie es in dir brodelt
noch ist die Furcht davor groß
denn du weißt was passieren wird
doch schwindet sie immer mehr
es ist kurz vor Mitternacht
deine Veränderung beginnt
du denkst nicht mehr in menschlichen Bahnen
es ist nur noch Gier nach Blut in dir
um Mitternacht dein befreiender Schrei
deine Verwandlung ist vollkommen
du stürzt hinaus gehst auf die Jagt
bis in den frühen Morgen
Am nächsten Tag steht in der Zeitung
„Wieder ein Mensch vom Wolf zerfetzt“
© Big
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| "Autor" |
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geschrieben am: 27.02.2003 um 17:27 Uhr
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nachtmare
kinderlied singt leise
altvertraute weise
weckt dich aus dem traum
sternlein fällt herunter
nebel steigt empor
silberwasser fließen
fließen ins dunkle moor
kinderlied singt leise
von vergangŽner zeit
und von herzens leid
zorngestalten zeigen
drohend ihre macht
alte ängste fliegen
fliegen durch die nacht
kinderlied singt leise
altvertraute weise
singt dich in den traum
himmel färbt sich rot
kündet vom morgen
kleine vögel zwitschern
zwitschern ohne sorgen
kinderlied singt leise
immer gleiche weise
kindertraum...
Heidi Lachnitt
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geschrieben am: 28.02.2003 um 00:53 Uhr
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Am Abgrund
Abgrund, dunkler Abgrund
schwarze Schatten
tiefer Fall
helft mir
Seele am Abgrund
reines Blut, quillt aus dem Schnitt
lindert den Schmerz
Schmerz, dunkler Abgrund
helft mir
meine Seele flieht
ich stehe am Abgrund
Dämonen um mich
will ich fallen
helft mir
Kälte
und Schmerz
meine Wahrnehmung verzerrt
Schweiß, der von meiner Oberlippe perlt
welchen Weg soll ich gehen
helft mir
wollen sie meine Seele
der Abgrund lebt
er zieht mich rein
mein Körper bricht auf
Metamorphose
Der Abgrund bebt
zerrt an meiner Seele
alles in Aufruhr
helft mir
Und ich erwache
Stille, der Abgrund ruht
der Sturm ist vorüber
blicke auf
zu dem Licht
das mir den Weg zeigt
aus der Dunkelheit.
Soll ich ihm folgen?
Annika Hinzmann
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geschrieben am: 28.02.2003 um 23:37 Uhr
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Geisterstunde
Vom Kirchturm verhallt der letzte Glockenschlag.
Es ist Mitternacht, die Geisterstunde begann.
Auf dem Friedhof setzt Bewegung ein.
Dunkle Gestalten huschen von Stein zu Stein.
Wer sind die Gestalten in der Nacht,
die auf dem Friedhof die Unruhe gebracht?
Der huschenden Gestalten sind es viel,
was ist das für ein seltsames Spiel?
Dann setzt noch ein Rauschen ein in der Luft.
Es kommt aus einer tiefen Gruft,
und Hunderte kleine Gestalten schwirren an die Luft.
Ich hocke in meinem Versteck ohne Bewegung,
kann nur schauen, furchtsam ohne Regung.
Plötzlich ein Glockenschlag mit lautem Schall,
die Zeiger der Uhren stehen auf 1 Überall.
Und als wäre nichts geschehen,
sind die dunklen Gestalten nicht mehr zu sehen.
Wer sie waren werd ich nie erfahren,
geschweige Verstehen!
© Big
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