| "Autor" |
so rot |
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geschrieben am: 07.03.2003 um 09:59 Uhr
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So, da Liebe mich durchströmte,
so begab ich mich zu dir.
Abweisend, wie ein Spiegel,
meine Tränen sich in deinem Antlitz spiegeln.
Rot, so voller süßen Tod,
ohne Leben tief in sich,
durchbohrten sie mein Herz,
gnadenlos und kalt.
Ich wusste nicht, wie mir geschah,
als ich in deine Augen sah.
Und rote Tränen,
sie fließen immer noch durch mich hindurch,
tropfen auf stilles, weißes Porzellan,
über meine schlanken, zitternd Hände.
Blitzend gar das kalte Eisen zwischen meinen Zähnen,
verräterisch blinzelnd,
wie ein junger Schelm.
Der rote Saft, der unaufhörlich rinnt,
inzwischen unvergänglich in den Abfluss flüchtend,
seufzend in der Tiefe,
wie mein totes Herz,
welches sich die seine Droge gar entzieht,
nur um nicht zu schlagen.
Tiefer wird mein Atem,
stiller meine Brust,
die einst vibrierte vor stillem,
süßen Schmerz,
der mich zu Boden rang.
Die Luft zum Atmen nimmt es mir,
ich fürchte diesen Schmerz,
doch ich liebe ihn zu sehr,
und das viel mehr als dich allein.
Die Klinge gleitet über meine Haut,
durchtrennt sie wie Papier.
Langsam rollt sich meine Hülle,
fällt zu Boden, Stück für Stück.
Fleisch türmt sich auf weißem Porzellan,
tränkt es in tiefes Rot.
Ich liebe dich...
Doch liebe ich den Schmerz viel mehr,
viel viel mehr als dich...
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